Großer Diskussionspunkt des Stadtrats

„Fahr Rad!“: Bahnhofstraße Altötting wird umgestaltet

Altötting - Großer Diskussionspunkt auf der Julisitzung des Stadtrats war die Verkehrsregelung der inneren Bahnhofstraße.

Dabei ging es um das rund 150 Meter lange Teilstück, das bei der Renovierung 2012, beginnend beim Tillyplatz, zur Einbahnstraße wurde. 

Bürgermeister Herbert Hofauer(FW) präsentierte einen Plan der Stadtverwaltung, der letztlich die anderen Antragsteller Wolfgang Erdmann(FW), Klaus Müller(CSU) und die Fraktion der Freien Wähler zufriedenstellte. Ausgangspunkt der Überlegungen war der Gedanke, mehr Mitbürger zum Fahrradfahren zu ermutigen, was der „Arbeitskreis Mobilität“ und Umweltreferent Anton Dingl(FW) mit dem Motto „Fahr Rad! Die Stadt von morgen gestalten“ formulierte. 

Bilder: Bahnhofstraße Altötting wird umgestaltet

Dass die Renovierung im Jahr 2012 strukturelle Mängel hatte, darüber sprachen die Stadträte bereits seit Monaten. „Das kam mir immer schon wie ein Schildbürgerstreich vor!“, meinte Umweltreferent Anton Dingl im Gespräch mit innsalzach24. 

Das rund 150 Meter lange Teilstück war seinerzeit verkehrsberuhigt worden, indem es als Einbahnstraße mit flachen Bordsteinen und Gehwegen sowie Tempo 30 angelegt wurde. „Die Möglichkeit für Radfahrer, auch entgegen der Einbahnstraße zu fahren, kam erst später hinzu“, erklärt der langjährige Stadtrat Klaus Müller(CSU). 

Dass dies aber wenig einladend ist, liegt nicht zuletzt an fehlenden Markierungen und dem verblieben Bordstein, der mit seinen gut fünf Zentimetern Höhe für Radfahrer, die dort entlang fahren, nicht ganz ungefährlich ist. Nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates sollen daher nun auf der Ostseite die Kanten abgefräst werden. 

Eine 1,25m breite Radwegmarkierung mit Piktogrammen soll den Verkehrsteilnehmern in beiden Richtungen eine bessere Orientierung geben. Zudem wird die Geschwindigkeit auf 10km/h beschränkt, was Autofahrer nicht weiter stören sollte: bei einer älteren offiziellen Messung betrug „die Durchschnittsgeschwindigkeit vor Ort 17km/h“, wie Tiefbauamtsleiter Richard Wiesinger erklärte.

Zudem sollen an der Einmündung der Reischlstraße nach Vorschlag des früheren Behindertenbeauftragten Sascha Pawollek Markierungssteine installiert werden, die blinden Mitbürgern die richtige Stelle zur Überquerung der Straße anzeigen. 

Damit die Fahrbahn für Autos noch 2,25 Meter breit bleibt und für die Radfahrer auf dem markierten Weg noch genug Sicherheitsabstand zu parkenden Autos bleibt, werden auf der Ostseite die aus Alunägeln bestehenden Parkplatzmarkierungen noch um 20cm in Richtung der Gebäude verschoben. 

„Wir wussten gar nicht, dass das überhaupt möglich ist!“, erklärte Fraktionssprecherin Christine Burkhardt von der CSU im Nachgang zur Sitzung.

Peter Becker

Rubriklistenbild: © Peter Becker

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