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Bürgermeister Stephan Antwerpen stellt Pläne vor

Spielen, Spaß und Lernen im Grünen: Waldkindergarten soll noch 2021 in Altötting starten

Ramona Mittermaier und Bürgermeister Stephan Antwerpen
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Die designierte Einrichtungsleiterin Ramona Mittermaier und Bürgermeister Stephan Antwerpen halten auf der Wiese, wo sie voraussichtlich ab September stehen wird, den Plan für die 38 Quadratmeter große Schutzhütte aus Holz.

Am Mittwoch stellte Bürgermeister Stephan Antwerpen (CSU) die Pläne der Kreisstadt für einen neuen „Waldkindergarten“ vor.

Altötting - Dabei handelt es sich um ein Angebot für besonders aktive Kinder, die das ganze Jahr über gerne draußen spielen wollen. Zum Ortstermin im Ortsteil Osterwies waren neben den Anwohnern und der zuständigen Stadtreferentin auch Vertreter des BRK-Kreisverbandes gekommen, welcher auch schon eine vergleichbare Einrichtung in Queng bei Marktl betreibt.

„Unsere Kindergartenreferentin Angelika Tupy hatte schon drei Jahre einen geeigneten Ort gesucht und im letzten Jahr haben wir uns die Einrichtung in Queng angesehen“, erklärte Stephan Antwerpen über die Hintergründe des Vorhabens, das zuletzt auch schon vom Planungsausschuss der Kreisstadt abgesegnet worden war. Zwar befinde sich das Grundstück im Gegensatz zur Referenzeinrichtung des BRK bei Marktl am sonnenärmeren Nordhang des Inntals, doch hierfür konnte die Stadtverwaltung eine Lösung finden: „Oberhalb des Waldes wird ein Tipi aufgebaut, wo auch das Zentrum der Aktivitäten sein wird“, so Bürgermeister Stephan Antwerpen über das Konzept der geplanten Einrichtung. Unten, bei der Siedlung Osterwies, befinde sich dann nur noch eine 38 Quadratmeter große Schutzhütte samt Terrasse und einiger Parkplätze, damit die Eltern ihre Kinder abliefern und abholen können.

„Wie unsere Erfahrungen in Queng zeigen, empfiehlt es sich, wenn die Eltern eine Mülltüte für die schmutzigen Klamotten mitbringen“, erklärte BRK-Geschäftsführer Josef Jung lachend. Ebenso eine zweite Garnitur an Kleidung sollte zur täglichen Ausrüstung gehören. Diese könnte dann jederzeit in der voraussichtlich bis September vom Altöttinger Bauhof errichteten Schutzhütte gewechselt werden. Die Leitung der Einrichtung soll Ramona Mittermaier übernehmen. Die erfahrene Waldgruppenpädagogin hatte schon in den vergangenen vier Jahren eine Kindergruppe geleitet und ist froh, wenn es zusammen mit drei Kolleginnen im Herbst dann auch in Altötting losgehen kann. „Wir werden jeden Montag bis Freitag um halb acht öffnen und bis 15 Uhr da sein“, erklärte die designierte Einrichtungsleiterin. In der Kernzeit von 8.30 bis 12.30 Uhr sollten aber auf jeden Fall alle Kinder anwesend sein.

Eltern können sich ab sofort bis Mitte Juli beim BRK-Bereichsleiter für Kinder- und Jugend, Maximilian Gschwendtner, anmelden. Das Angebot fängt bei 4-5 täglichen Belegstunden an, wofür 115 Euro im Monat fällig würden und reicht hin zu 7-8 Stunden, die dann mit 152 Euro zu Buche schlagen. Da der Freistaat für jedes Kind ab drei Jahren 100 Euro im Monat erstattet, halten sich die Kosten in einem überschaubaren Rahmen. Zusätzlich können die Kinder in der Einrichtung auch für 3 Euro je Mahlzeit Mittagessen. Ein „Spielgeld“ von fünf Euro im Monat schafft einen Spielraum für die Erzieherinnen, um noch besser für Abwechslung zu sorgen. Neben Spielen sollen die Kinder im Waldkindergarten aber auch den Respekt vor der Natur und ihren Erzeugnissen lernen. So sollen beispielsweise die Brotzeiten von den Kindern zusammen mit den Erzieherinnen selbst zubereitet werden. Auf die Regionalität und Qualität der Speisen soll besonders geachtet werden. Dafür werden dann nochmals 20 Euro im Monat je Kind fällig.

„Die Arbeit mit Kindern hat uns am Stammsitz bisher gefehlt, wo wir uns bisher nur für Obdach- und Arbeitslose sowie Senioren engagierten“, so BRK-Kreisgeschäftsführer Josef Jung. Ihm zufolge sei das neue Angebot vor allem an „überenergetische“ Kinder gerichtet, die „im Wald ihre Energien ablassen“ können. Neben der vergleichbaren Einrichtung im „Naturschutzgebiet Innleite“ bei Marktl, das der Kreisverband seit rund vier Jahren betreibt, hat das BRK auch die Trägerschaft für den Kindergarten Löwenzahn in Töging inne und baue derzeit noch an einer Kindertagesstätte in Burgkirchen, wie der BRK-Kreisvorsitzende Herbert Hofauer berichtete: „Wir sind inzwischen der viertgrößte Kreisverband in Bayern und praktisch in allen Lebensbereichen tätig“, wandte sich der Altbürgermeister an seinen Nachfolger im Bürgermeisteramt.

pbj

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