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Brief von „Shrines of Europe“ an Putin

Altötting vorne mit dabei: Vertreter der Marien-Wallfahrtsorte fordern Stopp des Ukraine-Kriegs

Altötting gehört zu „Shrines of Europe“, genauso wie Tschenstochau, Lourdes, Loreto, Fatima, Einsiedeln und Mariazell.
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Altötting gehört zu „Shrines of Europe“, genauso wie Tschenstochau, Lourdes, Loreto, Fatima, Einsiedeln und Mariazell.

Verschiedene Organisationen und Kirchen veröffentlichen Statements zum Ukraine-Krieg. Alle diplomatischen Mittel und formellen Möglichkeiten sollen ausgeschöpft werden, um die Grausamkeit des Kriegs in der Ukraine zu beenden. Nun melden sich Vertreter der „Shrines of Europe“, dem Zusammenschluss der Wallfahrtsorte Fatima, Lourdes, Tschenstochau, Loreto, Mariazell, Einsiedeln - und Altötting.

Altötting - Zum ersten Mal seit der Gründung ihrer Vereinigung 1996 äußern sich Vertreter verschiedener europäischer Marien-Wallfahrtsorte politisch: „Wir lehnen den Angriff Russlands auf die Ukraine ab und verurteilen die verheerenden Feindseligkeiten der Russischen Föderation auf das Schärfste“, hieß es in einem am Freitag (1. April) veröffentlichten Brief von Shrines of European Kreml-Chef Wladimir Putin. Veröffentlicht wurde das Schreiben unter anderem vom Vatikan über sein eigenes News Portal.

„Shrines of Europe“ kommunaler Zusammenschluss - Bürgermeister Antwerpen für Altötting verantwortlich

Der Vorgang ist bemerkenswert. Und Vertreter Altöttings sind mit dabei. Allen voran Bürgermeister Stephan Antwerpen. Als kommunaler Vertreter zeichnete er die Stellungnahme offiziell mit ab. Denn die „Shrines of Europe“ sind kein kirchlicher Zusammenschluss - wie man vermuten könnte - sondern eine weltliche Organisation. Im Namen aller Stadtverwaltungen von sieben verschiedenen Marien-Wallfahrtsorten in Europa werden Aktionen geplant bzw. gemeinsame Pressemitteilungen veröffentlicht.

Schon bei der Sitzung des Stadtrats Altötting am 9. März 2022 ließ Bürgermeister Stephan Antwerpen eine Schweigeminute für die Opfer des Ukraine-Kriegs abhalten.

Ukraine soll der EU beitreten - Trauer um „jedes im Krieg verloren gegangene Leben“

Die Vertreter der Wallfahrtsorte gehen sogar einen Schritt weiter: Sie appellieren an das EU-Parlament, die Ukraine perspektivisch in die Europäische Union (EU) aufzunehmen. „Wir trauern um jedes Leben, das in diesem ungleichen Kampf verloren gegangen ist; wir fühlen mit dem Leid unzähliger Menschen und beklagen die Zerstörung des ganzen Landes“, so der Wortlaut der Stellungnahme. „Mit aller Entschlossenheit fordern wir ein sofortiges Ende dieses unmenschlichen Krieges und die Wiederherstellung des Friedens für Europa und die Welt.“

Zu „Shrines of Europe“ gehören die europäischen Wallfahrtsorte Altötting (Deutschland), Tschenstochau (Polen), Einsiedeln (Schweiz), Lourdes (Frankreich), Loreto (Italien), Fatima (Portugal) und Mariazell (Österreich). Für die Verwaltung in Altötting ist Ulrike Kirnich vom Wallfahrts- und Tourismusbüro der Stadt zuständig.

Allgemeines Eintreten für Menschenrechte - Pilgerstätten in die Moderne führen

Die Organisation setzt sich nach eigenen Angaben „für Solidarität, Demokratie, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“ ein. Geprägt von europäischer Identität, gehe es um Respekt vor Gleichberechtigung und Wertschätzung aller Menschen, unabhängig von Sprache, Weltanschauung, Tradition oder Geschichte. Es gelte, die Herausforderungen und Ansprüche an moderne Pilgerstätten im 21. Jahrhundert gemeinsam zu bewältigen.

-rok-