Kommt die "Alternative für Altötting"?

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Der Streit um dieses Anwesen an der Trostberger Straße hatte die Idee einer "Alternative für Altötting" erstmals zu Tage gefördert. Nun möchte Dr. Rudolf Saller seine Idee in die Tat umsetzen.
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Altötting - Auf die CSU-Stadtratsliste hat er es nicht geschafft, jetzt möchte Dr. Rudolf Saller eine "Alternative für Altötting" ins Leben rufen - unter dem Dach der AfD.

Jetzt kommt Sie wohl tatsächlich, die "Alternative für Altötting". Dr. Rudolf Saller, der eigentlich auf der Liste der CSU für den Altöttinger Stadtrat kandidieren wollte, hatte schon vor Wochen mit dem Gedanken gespielt, mit einer alternativen Liste bei den Kommunalwahlen anzutreten. Jetzt ist der Rechtsanwalt bei der Nominierungsversammlung der Altöttinger CSU klar durchgefallen und möchte sein Vorhaben in die Tat umsetzen.

"Die Alternative kommt sicher, ich gehe davon aus", sagt Saller gegenüber innsalzach24. Bereits Freitagabend soll die konstituierende Sitzung stattfinden. Saller möchte allerdings keine eigenständige Partei gründen, sondern eine "Alternative für Altötting" unter dem Dach der Partei "Alternative für Deutschland" ins Leben rufen. "Die AfD ist als bundespolitische Partei längst etabliert und wird sich in Altötting neu formieren", so Saller. Konkret ist seine "Alternative für Altötting" dann also eine Ortsgruppe der AfD. Die AfD als "wirtschaftsliberale Partei" habe viele Aussagen in ihrem Parteiprogramm, "die ich unterschreiben kann", erläutert der Rechtsanwalt weiter.

Erst Freie Wähler, dann CSU - jetzt AfD?

Saller saß bereits von 2002 bis 2008 im Altöttinger Stadtrat, damals für die Freien Wähler. Bei den Kommunalwahlen 2014 wollte er eigentlich für die CSU kandidieren, war auf der Nominierungsversammlung aber klar gescheitert. Doch bereits im Vorfeld hatte es Unstimmigkeiten zwischen Saller und anderen Vertretern der Altöttinger CSU gegeben.

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Nachdem sich der Stadtrat mit knapper Mehrheit gegen ein Bauvorhaben an der Trostberger Straße ausgesprochen hatte, äußerte sich Saller, Rechtsanwalt des betroffenen Bauunternehmers, in mehreren offenen Briefen an die Stadträte kritisch zu deren Entscheidung. Daraufhin - so dachte zumindest Saller - wurde seiner Frau telefonisch mitgeteilt, Saller solle sich von den Briefen distanzieren, damit er wieder auf die Liste der CSU-Stadtratskandidaten gesetzt würde.

"Wer nicht für mich ist, ist gegen mich"

Der Rechtsanwalt reagierte darauf mit einem offenen Brief, in welchem er die Gründung einer "Alternative für Altötting" ankündigte. Später wurde Saller jedoch klar, dass er das Telefonat "krass fehlinterpretiert" hat, wie er selbst erklärte, woraufhin er seine Vorwürfe zurücknahm. Die Idee, eine "Alternative für Altötting" zu gründen, blieb aber offenbar.

Wie Saller jetzt gegenüber innsalzach24 betont, könne von Groll gegen die Altöttinger CSU keine Rede sein. Allerdings stellte er auch klar: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Wenn man mich nicht haben will, gibt's andere Alternativen."

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