Palliativmediziner zertifiziert

Palliativmedizin am InnKlinikum Altötting auf höchstem Niveau

Freuen sich über die hervorragende Qualifikation in der Betreuung der Palliativpatienten: (v.li) Dr. med. Johannes Spes, Rita Niederhammer und Dr. phil. Stefan Rieger
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Freuen sich über die hervorragende Qualifikation in der Betreuung der Palliativpatienten: (v.li) Dr. med. Johannes Spes, Rita Niederhammer und Dr. phil. Stefan Rieger

Altötting - Dr. Stefan Rieger, Psychotherapeut am InnKlinikum Altötting, schloss als 17. Absolvent in ganz Deutschland erfolgreich die anspruchsvolle Weiterbildung zum „Fachpsychologen Palliative Care“ ab. Er widmet sich seit vielen Jahren der Betreuung schwerkranker Patienten auf der Palliativstation.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Erst im September 2020 führte die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen die neue Zertifizierung im Bereich Palliativmedizin ein. Als einer der Ersten nahm Dr. Stefan Rieger, Sektionsleiter Med. Psychologie am InnKlinikum Altötting, erfolgreich an der Weiterbildung teil und erhielt als bundesweit 17. Absolvent die Zertifizierung zum Palliativpsychologen. Dr. Rieger ist bereits seit 2008 auf der Palliativstation des InnKlinikum Altötting tätig, die 2005 unter der ärztlichen Leitung von Dr. Johannes Spes und der pflegerischen Leitung von Rita Niederhammer gegründet wurde. Hier werden Menschen aller Altersgruppen behandelt, die aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung eine umfassende Betreuung benötigen.

Die Palliativstation wird umgangssprachlich oft als „Sterbestation“ bezeichnet, doch wer dort schon einmal zu Besuch war weiß, dass dies nicht zutrifft. „Ganz im Gegenteil”, so Dr. Johannes Spes, Leiter der Station. „Im Unterschied zu anderen Stationen ist auf der Palliativstation der Personalspiegel höher bemessen. Dadurch können sich Pfleger und Ärzte mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten nehmen, sie intensiver unterstützen und begleiten.” Rund die Hälfte der ca. 300 Patientinnen und Patienten pro Jahr können nach einer Behandlung auf der Station wieder nach Hause entlassen werden. „Nicht nur Trauer hat Platz auf der Station, wir erleben auch viele schöne Momente“, erzählt Dr. Rieger. „Man braucht Fröhlichkeit, um mit schweren Situationen umgehen zu können.“ In einem multiprofessionellen Team arbeiten ärztliches und pflegerisches Personal sowie Sozial- und Ernährungstherapeuten, Krankengymnasten und Seelsorger eng zusammen, um auf die Patientin oder den Patienten zugeschnittene Therapiekonzepte zu entwickeln. Die Behandlung erfolgt nach einem ganzheitlichen Konzept, das sowohl körperliche als auch psychische Aspekte miteinbezieht. „Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit ist die Zuwendung zu den Menschen. Wir erleben ergreifende Schicksale und führen viele sehr tiefgründige Unterhaltungen mit den Erkrankten“, erzählt Dr. Rieger. Er habe in diesem anspruchsvollen Beruf seine Leidenschaft gefunden. Dennoch seien gerade Gespräche mit Sterbenden eine große Herausforderung. Durch die Weiterbildung zum Palliativpsychologen besitzt er nun umfängliche Qualifikationen auf diesem fordernden Tätigkeitsgebiet, von denen Patientinnen und Patienten des InnKlinikum profitieren können.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste in vielen Bereichen der persönliche Kontakt zwischen Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen stark eingeschränkt oder ganz untersagt werden. Besuche bei Palliativpatienten sind von diesen Besuchseinschränkungen ausgenommen. „Wir sind aus therapeutischer Sicht sehr froh, dass bei uns Ausnahmen möglich sind“, so Dr. Spes.

Pressemeldung des InnKlinikium Altötting

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