Die Jungen fegen die Alten weg!

Altötting: "Das königliche Spiel" und der Nachwuchs

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Taktieren ist angesagt beim 6. Altöttinger Jugend- und Junioren Open des TVA 1864
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Altötting - Sieben Runden á 20 Minuten. Das ist Rapid-Schach vom feinsten, insbesondere, wenn man sich die Teilnehmer ansieht. Die jüngsten davon sind gerade mal sechs oder sieben und sie blasen schon mal Papa weg vom Brett.

Schach ist ein strategisches Brettspiel“, steht bei Wikipedia als Erklärung. Soweit, so gut. Die Bauern dürfen ein Feld vor, der Läufer diagonal so viele Felder wie möglich, das Pferd springt zwei vor und einen seitlich. Jeder, der zumindest Grundkenntnisse hat, weiß das. Eine Umfrage will 2007 herausgefunden haben, dass etwa ein Drittel der Männer und eine von acht Frauen in Deutschland zumindest hin und wieder mal Schach spielt. Beim TV Altötting waren am Wochenende schon die ganz Kleinen am Brett und es waren nicht wenige bei den 6. Jugend- und Junioren Open.

Das Turnier

20 Minuten - Sind sie abgelaufen und der Gegner nicht Schach matt, ist es vorbei

Sieben Runden galt es, die Gegner matt zu setzen oder so in die Verlegenheit zu bringen, dass die Uhr abläuft, denn jeder Spieler hat pro Partie nur 20 Minuten Bedenkzeit. Die laufen jeweils ab, sobald der Gegner nach seinem Zug auf seine Uhr drückt. 

Der Spielmodus in Altötting nennt sich „Schweizer System“ aber das ist angesichts der jüngsten Teilnehmer mit sechs oder sieben Jahren wohl zweitrangig, nicht nur für den oben genannten, jeden Dritten Mann und die Frauen, jeweils eine von acht in Deutschland. Faszinierender ist es, die ganz jungen Schach-Cracks beim taktieren zu beobachten.

Altötting: "Das königliche Spiel" und der Nachwuchs des TVA

Einmal pro Woche trifft sich der Altöttinger Schachnachwuchs. „Ja, Schach ist Sport“, finden Jungendleiter Helmut Stadler und Kollege Hans Suttner vom TVA 1864. In Altötting selbst könnten es ein paar mehr sein, sagen sie. Erstaunlich ist, wie weit sich das Turnier des TVA herumgesprochen hat. Aus Wasserburg, Ergolding bei Landshut oder Mainburg in der Hallertau sind sie gekommen. In sechs Altersklassen von U8 bis U25 gab es Punkte zu holen für die Oberbayerische Rapid-Wertung.

Stolze Sieger, stolze Eltern

Denis (7) erzählt, dass er durch seinen Opa zum Schach gekommen ist und der Papa gibt hinter vorgehaltener Hand zu, dass ihn der Sohnemann nicht nur einmal so richtig weggefegt hat vom Brett. Der Punkt dabei sei die Uhr, natürlich. „Je älter, desto länger überlegen die Spieler“, erklärt TVA-Jugendleiter Helmut Stadler dazu und der Vater von Denis sagt, „auch ohne Uhr hab ich schon verloren“.

Schach – das königliche Spiel fasziniert als Generationen vom Opa bis zum Enkel. Nicht genug damit, fasziniert es auch Erdogan Günes aus Waldkraiburg. Er ist frisch gebackener Weltmeister in einer etwas anderen Form von Schach.

Ein ausführlicher Bericht dazu folgt.

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