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Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet

Sexueller Übergriff? Altöttinger Kirchenmitarbeiter unter Verdacht

  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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Altötting - Die Kirchenstiftung St. Philippus und Jakobus in Altötting hat einem Mitarbeiter wegen des "möglichen Missbrauchs einer jungen Frau" die fristlose Kündigung ausgesprochen. Das hat die Bischöfliche Pressestelle in Passau in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Demnach wurde die Kirchenstiftung St. Philippus und Jakobus in Altötting Ende April über einen Versuch eines sexuellen Missbrauchs durch einen Mitarbeiter in der Altöttinger Stadtpfarrei informiert. Dieser sei vor 13 Jahren an einer zum Tatzeitpunkt 18-jährigen Frau ausgeübt worden.

Über diesen Vorfall aus dem Jahr 2006 berichtete die Frau dem Missbrauchsbeauftragten der Diözese Passau. Offenbar soll es auch einen Zeugen für den Übergriff geben.

Weiterer Vorfall aus dem Jahr 2004?

Im Zuge der Aufarbeitung wurde auch der Verdacht eines weiteren sexuellen Übergriffs durch den besagten Mitarbeiter im Jahr 2004 geäußert, den die Diözese ebenfalls sehr ernst nehme und weiter untersuchen werde.

Daraufhin seien Bischof Stefan Oster und das Personalreferat der Diözese Passau über den Vorwurf informiert worden. In Folge von Gesprächen mit dem Beschuldigten, dem Dienstvorgesetzten in Altötting und dem benannten Zeugen sei die fristlose Kündigung ausgesprochen und die Tat bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein angezeigt worden.

Je nach Schwere der Tat vielleicht schon verjährt?

Diese muss jetzt prüfen, ob sich die Tat so ereignet hat und ob diese vielleicht sogar schon verjährt ist. Zwar gilt seit dem 26. Januar 2015 ein neues Gesetz, in dem die Verjährung frühestens mit Ablauf des 30. Lebensjahres beginnt. Im deutschen Recht kann allerdings für eine Tat, die einmal verjährt ist, die Verjährungsfrist nicht mehr rückwirkend wieder aufgelebt werden.

Die Verjährungsfrist richtet sich nach der Schwere der Tat und kann zwischen fünf und 30 Jahren liegen. Somit muss die zuständige Staatsanwaltschaft nun prüfen, wie schwerwiegend der Vorwurf zu betrachten ist. Bei einer fünfjährigen Verjährungsfrist, wäre diese 2011 abgelaufen.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen könne das Bistum Passau im Moment keine weiteren Angaben machen, hieß es weiter.

Das Thema bliebt weiterhin präsent. Erst vor kurzem hat der Papst bekannt gegeben, dass er mit schärferen Gesetzen gegen sexuellen Missbrauch durchgreifen will.

jz

Rubriklistenbild: © picture alliance (Symbolbild)

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