Bürgermeister Antwerpen: „Das wird eine Bereicherung“

Mehrgenerationenpark soll Bolzplatz am Hüttenberger Weg in Altötting ersetzen

Der Bolzplatz am Hüttenberger Weg ist laut Bürgermeister Stephan Antwerpen schon in die Jahre gekommen.
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Der Bolzplatz am Hüttenberger Weg ist laut Bürgermeister Stephan Antwerpen schon in die Jahre gekommen.

Die Stadt Altötting plant einen Mehrgenerationenpark. Die Idee findet großen Anklang in der Stadtratssitzung am Mittwoch, 10. März. Doch es gibt Bedenken bezüglich des Standortes. Denn der bestehende Kinderspielplatz am Hüttenberger Weg soll dafür erweitert werden. Der Bolzplatz wäre dann Geschichte.

Altötting – Wie das genaue Konzept aussieht, darüber wird die Stadt Altötting in naher Zukunft mehr Informationen bekannt geben. Wie Bürgermeister Stephan Antwerpen aber gegenüber innsalzach24.de erklärt, handle es sich um einen integrativen Spielplatz, auf dem auch behinderte Kinder barrierefrei zu allen Spielgeräten gelangen können. Zudem sollen alle Altersgruppen davon etwas haben. „Das wird eine Bereicherung für die Stadt“, verspricht der Bürgermeister, wenn es in die Tat umgesetzt werden sollte.

Mehrgenerationenpark statt Bolzplatz: Die Liste und Freie Wähler für alternativen Standort

Die Idee an sich findet Marcel Seehuber (Die Liste) gut, doch der Standort sei nicht ideal. Der Bolzplatz wäre die letzte Möglichkeit für viele Jugendliche außerhalb vom Verein Fußball zu spielen. Vielleicht könnte man nach einem alternativen Ort in Zentrumsnähe suchen.

Auch Fraktionskollege David Pietzka hält eine Lage im Zentrum für sinniger: „In Altötting Süd gibt es bereits viele Angebote. Schade, dass die tollen Projekte immer am Stadtrand gebaut werden.“ Zudem sei es ärgerlich, dass die Planungen erst vergangenen Montag an die Stadträte verschickt wurden.

Auch die Freien Wähler sprechen sich für einen anderen Standort aus. Konrad Heuwieser bemängelt, dass der Bolzplatz wegfallen würde und Bestehendes ersetzt werde. Zudem sehe er die Parksituation dort problematisch. Anton Dingl bezeichnet den geplanten Park als ein „geiles Projekt“, das aber unbedingt ins Zentrum müsste. Dann könnte es ein Hotspot werden.

Der Spielplatz soll erweitert und barrierefrei werden.

Antwerpen: „Wir leben nicht in München...“

Antwerpen erläutert auf die Anregungen, dass es keinen anderen Platz gebe. „Wir leben auch nicht in München und haben keine großen Entfernungen. Der Standort ist von der Größe und vom Platz geeignet“, so das Stadtoberhaupt. Zudem sei der Bolzplatz inzwischen auch in die Jahre gekommen.

Auch Alfred Kanizsay (CSU) hält die idyllische Lage am Rande der Bebauung als gut. Natürlich gebe es immer eine bessere Lage, aber dort sei es machbar. Es gehe um den Start des Verfahrens, das jederzeit gestoppt werden könne, sollte ein alternativer Ort im Zentrum gefunden werden. Mit drei Gegenstimmen stimmte der Stadtrat dem Beginn des Verfahrens.

Die genauen Details sollen laut Antwerpen zu einem späteren Zeitpunkt besprochen werden. Bindend für eine Umsetzung ist der Beschluss natürlich noch nicht, lediglich habe man die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen.

jz

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