Renovierung wird konkret

Mehr Bürgernähe im Altöttinger Rathaus geplant - Pläne zu den Umbaumaßnahmen

Größer, offener und einladender soll der Eingangsbereich des Rathauses künftig werden
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Größer, offener und einladender soll der Eingangsbereich des Rathauses künftig werden.

Nach über einem Jahr ist die Grundsatzentscheidung über die Renovierung des Altöttinger Rathauses gefallen. Alleine der Umbau des Eingangsbereichs soll nun bis zu 450.000 Euro kosten. Dafür soll er barrierefrei und mit vielen Glaselementen bürgerfreundlicher und heller werden.

Insgesamt drei Varianten hatte das Planungsbüro aus Burgkirchen bereits vor gut zwei Wochen im Umwelt- und Planungsausschuss der Kreisstadt vorgestellt. Vor über einem Jahr fiel die Grundsatzentscheidung zur Renovierung des Altöttinger Rathauses. Auch dort wurde schon intensiv über die verschiedenen Vorschläge des Burgkirchener Architekturbüros diskutiert, wobei die "Variante 3" mit 7:2 Stimmen die Mehrheit bekam. Auf der gestrigen Sitzung des Stadtrates im Kultur- und Kongressforum reichten die Stimmen nun von absoluter Ablehnung wegen der Kosten (AfD) über "Kosten deckeln bei 200.000 Euro" (Dr. Schneiderbauer, CSU) und speziellen Verbesserungsvorschlägen, wie der Verlegung des Standesamtes in das Erdgeschoß seitens der FW-Fraktion.


Voraussichtliche Mittel in Höhe von 450.000 Euro

Gestern entschieden sich die Stadträte mit 15:6 für den weitestgehenden Vorschlag. Über die Gestaltung des Treppenhauses ließ Bürgermeister Stefan Antwerpen (CSU) eigens abstimmen, wobei man sich mit 14:7 für die Zugänglichkeit sowohl von der Seite, als auch vom hinteren Teil des Rathauses aus, entschloss. Die voraussichtlichen Mittel in Höhe von 450.000 Euro sind bereits im Haushalt 2021 eingeplant. Hubert Rothmayer (SPD) erkundigte sich bei den Architekten nach genaueren Details und wollte auch etwas zu der Zusammensetzung der Kosten wissen. "Die größten Einzelposten sind der Natursteinboden im Eingangsbereich für 50.000 und das Parkett für 36.000 Euro", erläuterte Johann Wiesbauer.


Barrierefreie Gestaltung

Konkret sieht der Plan vor, dass die Treppe vor dem Rathaus nun durch eine Rampe barrierefrei gestaltet wird. Bisher mussten Menschen mit Benachteiligung nämlich den schwieriger zu findenden Personaleingang auf der Ostseite nutzen. Die schwere Holztüre am Eingang soll durch eine automatisch öffnende, zweiflügelige Glastür ersetzt werden. Der bisherige Windfang aus Glas, der den Eingangsbereich bis zum Treppenhaus in etwa halbiert, wird entfernt. Auch die Empfangstreppe soll künftig nicht mehr vom Eingangsbereich aus erreichbar sein, sondern nur noch indirekt von der Seite respektive vom hinteren Teil des Rathauses zugänglich sein. Eine Glastüre wird den hinteren Teil des Erdgeschosses und das Treppenhaus künftig von der neuen Eingangshalle trennen.

Neue Büro-Aufteilung

Viele der Sachbearbeiter werden neue Büros bekommen: die fünf Räume im östlichen Teil des Gebäudes, wo jetzt noch das Wallfahrts- und Tourismusbüro untergebracht ist, soll dem Plan zufolge künftig für Meldeangelegenheiten, Standesamt und öffentliche Sicherheit genutzt werden. Auf der Westseite hingegen, wo bisher das Einwohnermeldeamt zu finden war, soll ein großer Mauerdurchbruch gemacht werden, der dann mit einer doppelflügeligen Glastür abgetrennt wird. Hier wird das "Bürgerbüro" seinen Platz finden, wo alle Ankommenden eine erste Orientierung erhalten können. Von dort gelangt man dann auch in die weiter hinten liegenden Büros, wo künftig das Wallfahrts- und Tourismusbüro seinen Platz finden wird.

Sehr lange diskutierten die Stadträte über die verschiedenen Varianten. Vor allem der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Albert Pollety (CSU), stellte angesichts der Haushaltslage so einige Details der geplanten Baumaßnahme generell in Frage: „Was hat denn der Bodenbelag im Eingangsbereich mit dem Bodenbelag im Sitzungssaal zu tun?“, fragte der Steinmetz. Dagegen argumentierte Anton Dingl von den freien Wählern, der „auf jeden Fall für die große Lösung“ ist, auch wenn er beim Treppenhaus die Variante bevorzuge, die letztlich auch die Zustimmung des gesamten Stadtrates bekam.

pbj

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