Altöttinger Landrat Erwin Schneider im Interview

„Ich würde dringend zur Impfung raten!“

Altöttings Landrat Erwin Schneider bei seiner Impfung.
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Altöttings Landrat Erwin Schneider bei seiner Impfung.

Altötting - Vor kurzem wurde auch Altöttings Landrat Erwin Schneider (CSU) geimpft. Im Interview mit innsalzach24.de berichtet er, wie es ihm dabei ging und wie die aktuelle Lage im Landkreis ist.

innsalzach24.de: Wie lief die Impfung ab?

Schneider: Am Vorabend habe ich die Einladung für meinen Impftermin erhalten und habe diesen dann sofort bestätigt. Aufgrund meiner Vorerkrankungen bin ich in der Priorisierungsstufe 2 und habe somit über den Algorithmus des Systems „BayIMCO“ nun den Termin zugewiesen bekommen.

War es Ihnen wichtig, bei der Impfung mit positivem Beispiel voranzugehen?

Ich habe Wert darauf gelegt, dass ich drankomme, wenn ich auch dran bin und ich bin sehr froh darüber, mit AstraZeneca geimpft worden zu sein, weil ich damit zum Ausdruck bringen kann, dass ich diesen Impfstoff für ein sehr sicheres Vakzin halte.

Haben Sie irgendwelche Nebenwirkungen bemerkt?

Neben Schmerzen an der Einstichstelle habe ich keine nennenswerten Nebenwirkungen verspürt, die nicht erträglich gewesen wären. Jedoch ist dies aufgrund der Tatsache, dass ich bereits mit der ersten Dosis einen sehr guten Schutz vor einem schweren Verlauf habe, nicht der Rede wert.

Können Sie die Impfung weiter empfehlen?`

Eindeutig ja. Ich würde dringend zur Impfung raten.

Was sollten Leute, die sich impfen lassen wollen wissen?

Alle in der EU zugelassenen Impfstoffe sind sichere Vakzine. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, die seitens des Impfzentrums ein Impfangebot erhalten, eindringlich darum, dieses auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. Mit einer Impfung verringert sich das Risiko, das Corona-Virus weiterzugeben, erheblich. Damit helfen Sie sich, Ihren Angehörigen und den Menschen in Ihrer Umgebung!

Wie viele Menschen im Landkreis konnten schon geimpft werden?

Rund 15.000 Bürgerinnen und Bürger erhielten bereits die erste Impfung, etwa 5.800 die zweite Dosis.

So sieht das Corona-Impfzentrum im Neuöttinger Kreishallenbad aus

Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
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Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
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Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
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Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
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Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad
Corona-Impfzentrum im Altöttinger Kreishallenbad © pbj

Ist schon absehbar, bis wann die Risikogruppen bzw. der gesamte Landkreis „durchgeimpft“ ist?

Die Priorisierungsgruppe 1, zu der die Über-80-Jährigen zählen, haben wir bereits vor einigen Wochen durchgeimpft. Wir sind derzeit gerade dabei, die Priorisierungsgruppe 2 zu impfen, von der wir hoffen, dass wir damit in 3 Wochen durch sind. Sollte uns der Impfstoff in ausreichendem Maß zu Verfügung stehen, werden wir im Laufe des Sommers sicherlich allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot machen können. Unser Impfzentrum ist hierauf bestens vorbereitet.

Wie schwer es für einen Landrat ist, die aktuelle Politik zu vertreten, wo man doch näher an den Sorgen der Bürger ist?

Die Maßnahmen sind für viele Branchen einschneidend und ich habe für den Unmut von Menschen, die besonders von den Auswirkungen der Krise betroffen sind, großes Verständnis. Dennoch müssen wir uns in den nächsten Wochen diszipliniert an die geltenden Kontakt- und Hygieneregeln halten, um schwere Krankheitsverläufe auch geraden bei Jüngeren zu vermeiden und mit steigender Impfquote die Pandemie in naher Zukunft in den Griff bekommen zu können.

Was halten Sie vom „Tübinger Modell“?

Das Modell halte ich für sehr interessant, zumal es unabhängig von Inzidenzen gewisse Öffnungsschritte ermöglichen kann. Wir werden generell in Zukunft gewisse Öffnungsperspektiven an Impfquoten und Testangebote koppeln müssen. Nur mit harten Lockdownmaßnahmen auf steigende Fallzahlen zu reagieren, wird in Zukunft nicht mehr gehen.

hs

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