400 Asylbewerber bis Jahresende

Zentrale Unterbringung bleibt weiter Thema

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Altötting - 400 Asylbewerber muss der Landkreis Altötting bis Jahresende unterbringen. Da man sich auf weit höhere Zahlen eingestellt hat, getaltet sich die Suche nach Unterkünften dennoch recht entspannt:

Die Prognosen haben sich nicht bewahrheitet: Nicht 550, sondern lediglich 400 Asylbewerber werden sich aller Voraussicht nach Ende 2014 im Landkreis Altötting aufhalten. Die Unterbringung der Asylbewerber stellt das Landratsamt damit vor eine vergleichsweise kleine Herausforderung - auch weil man sich vorsorglich auf weit höhere Zahlen eingestellt hat.

Kosten sprechen für eine zentrale Unterbringung

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"Bei uns ist die Situation momentan nicht angespannt", sagt Klaus Zielinski, Sprecher des Landratsamtes, gegenüber unserer Redaktion. "Wir waren immer auf der Suche, weil wir von dem Maximalfall ausgehen mussten." Der Maximalfall von 550 wird nun ausbleiben, die Regierung von Oberbayern hat ihre Prognose entsprechend nach unten korrigiert. Damit kann das Landratsamt seine Strategie der dezentralen Unterbringung weiter verfolgen. "Wir haben dezentral untergebracht und haben auch jetzt wieder gut abgeschlossen", so Zielinski. Wenn es bei dieser Rechtslage bleibe, werde man wohl für 2014 keine Probleme zu erwarten haben.

Wie der Sprecher des Landratsamtes erklärt, sind zentrale Unterkünfte mittelfristig aber dennoch denkbar. Es gebe Gespräche, dass durchaus auch die zentrale Unterbringung angedacht werde, so Zielinski: "Es findet schon ein Umdenken statt, sicherlich auch aus wirtschaftlichen Gründen." Eine zentrale Unterbringung käme die Regierung von Oberbayern, die den Landkreisen die Kosten für die Unterbringung erstattet, wohl günstiger. "Es ist angedacht worden, aber das ist noch relativ in den Kinderschuhen", sagt Zielinski.

In den letzten Wochen und Monaten fand das Landratsamt viele kleine und mittelgroße Unterkünfte. So sind in das Prälatenhaus in Altötting zwei Großfamilien aus Syrien eingezogen und in Töging sind 14 Asylbewerber im Bahnhofsgebäude untergebracht. Zudem fand das Landratsamt in Töging mit dem Wohnheim in der Wöhlerstraße eine weitere Unterkunft und in Marienberg in Burghausen soll das seit Jahren leer stehende Gasthaus "Zum Kirchenwirt" für einen begrenzten Zeitraum bis zu 30 Asylbewerbern als Unterkunft dienen.

Prognosen für die kommenden Jahre unmöglich

Die Unterbringung von Asylbewerbern in den landkreiseigenen Turnhallen - eine Notlösung für den Maximalfall von 550 Flüchtlingen - ist dem Sprecher des Landratsamtes zufolge "überhaupt kein Thema". Zielinski lobt ausdrücklich das Verständnis in der Bevölkerung - und deren Unterstützung: "Es melden sich immer wieder welche, die sagen: 'Ich könnte hier durchaus vier unterbringen oder da eine Familie.' Da sind wir Gott sei dank bis jetzt noch in einer relativ komfortablen Situation."

Wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickelt, kann das Landratsamt freilich nicht vorhersagen. Vieles hängt beispielsweise von der Entwicklung in Syrien ab. Um die Asylbewerberzahlen vorhersagen zu können, "müsste man die Geschichte selber schreiben", so Zielinski.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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