Tag des Bieres am 23. April

In Graming kann man sich durch heimische Bierwelt trinken!

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Altötting - Es sollte sich schon herumgesprochen haben:In diesem Jahr feiern wir 500 Jahre Reinheitsgebot. Brauereien aus Südost-Oberbayern und Oberösterreich haben zum Tag des Bieres etwas ganz besonderes vor:

„Der Mensch ist bei Gewitter leise, sein Bier, das trinkt er literweise“ (Fredl Fesl). Den 21 Brauereien im Interessenbund „Kleine Brauer – Große Biere“ kommt es darauf aber gar nicht an. Statt auf Masse setzen sie auf Klasse.

Landauf, landab gibt es 2016 unzählige Veranstaltungen, Brauereien bieten Jubiläumsbiere und die Herstellerverbände warten mit allerhand Infomaterial, Ausstellungen und Biererlebnisfesten auf. Geht es bei den großen Marken um die Masse, setzen die kleinen Brauereien auf Klasse. 21 aus dem Raum Südost-Oberbayern und angrenzendes Oberösterreich haben zum Tag des Bieres etwas ganz besonderes vor:

Am 23. April gibt es eine große Bierverkostung beim Weissbräu Graming in Altötting. Jede Brauerei präsentiert sich mit einem eigenen Stand. Mit einem Glas, das er am Eingang für einen symbolischen - oder auch Pfandpreis - kauft, kann sich dann jeder durch die heimische Bierwelt trinken. An den einzelnen Ständen wird pro Auffüllung ein symbolischer Unkostenbeitrag erhoben.

Ein Hektoliter = 100 Liter

Speziell zum Jubiläumsjahr eingebraute Biere, Bio-Biere, „Hopfenstopfer-Weiße“ und was nicht noch alles an Spezialitäten – Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt, 500 Jahre nach 1516, dem Jahr, aus dem das Reinheitsgebot stammt. Als Konkurrenten sehen sie sich nicht. Klar, das liegt ja auch in der Natur der Sache. Kleine Brauereien mit einem Jahresausstoß von rund 20.000 Hektolitern werden gerne auch als Gasthausbrauereien bezeichnet. Ihr Kundenkreis ist „rund um den Schornstein“ zu finden. Stefan Borer, ein findiger Gastwirt aus Österreich kam vor rund 10 Jahren auf die Idee, die doch alle zusammenzuführen. , „Jeder zweite, der zu mir ins Lokal kommt, ist aus Bayern“sagt er, „und gute Biere sind definitiv ein Thema für die Konsumenten“. Eine Marktlücke, die er da gefunden hatte und die Idee zu „Kleine Brauer – Große Biere“ war geboren.

Das freut uns sehr

Einmal im Jahr machen sie das mit der Bierverkostung, zum neunten Mal in diesem, ganz besonderem Jahr, für alle Freunde der gepflegten Hopfenkaltschale. In dem losen Verbund fiel die Abstimmung, wer das Fest ausrichtet auf das Team vom Weissbräu Graming. „Das freut uns sehr“, sagt Chefin Sabine Detter. Wie alle teilnehmenden Betriebe es sind, trifft die Ausrichtung genau die Richtigen. Die Detters – eine Gasthausbrauerfamilie mit langer Tradition und: Drei Damen, die den Betrieb von Vater Karlmann und Großvater Karl nun in die nächste Generation führen.

Bierprobe beim Graminger Bräu

Schon am 22. April geht´s los

Auch logistisch ist Graming bestens für das Treffen der 21 kleinen Brauer mit ihren großen Bieren vorbereitet. Das angrenzende Freibad mit Parkplatz, das Festzelt mit Genehmigung zur Straßensperre durch das Landratsamt. Es kann losgehen. Weil die Vorbereitung auf diesen Tag viel Organisation erfordert „und wenn das Zelt schon mal steht“, machen die Graminger Brauer/innen gleich ein ganzes Wochenende draus. 

Am Freitag, den 22 April. geht’s los. Jeden Tag mit Aktionen, Besonderheiten und nicht zuletzt angesagte musikalische Unterhaltung verschiedener Bands und Gruppen. Vereine beteiligen sich ebenso. Hier haben sie Wert gelegt auf das Thema 500 Jahre Reinheitsgebot. So gibt es Gruppen verschiedener Historienvereine aus dem Landkreis, die sich in ihren Gewändern zeigen, Vorführungen machen, ja, sogar dort übernachten.

Bier am Steuer - Ungeheuer

„Es soll kein Besäufnis werden“, erklärt Stefan Borer. Weil sich aber Bier und Straßenverkehr bekanntermaßen nicht vertragen, gibt es auch in diesem Punkt Möglichkeiten. „Wenn jemand mit seinem Wohnmobil kommt, dann bringen wir auch den unter“, sagt Sabine Detter. Die Zimmer beim Weissbräu selbst seien dagegen schon lange ausgebucht für dieses Wochenende. Aus ganz Europa kommen Freunde der bierig-bärigen Veranstaltung immer wieder gerne zu den kleinen Brauern, um ihre Köstlichkeiten aus Gerste, Wasser und Hopfen zu genießen. Wie man wohl so einen Beitrag am besten beendet? Ein weiteres Zitat von Fredl Fesl bietet sich an: „Der Mensch, der im Ort das meiste Bier trinkt ist der (…)“. Wer weiß es?

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