Jusos kritisieren Altöttinger Holzfirma

Bizarrer Streit: Ist dieses Werbevideo sexistisch?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Altötting - Bizarrer Wirbel um ein Werbe-Video einer Altöttinger Holzfirma: Die JuSos werfen der Firma Sexismus vor. Die Firma weist dies zurück:

Eine Frau, die auf auf einem Stuhl sitzt und sich das Logo der Firma "Holz Stengel" aus Altötting auf den Hintern tätowieren lässt. So beginnt das Werbe-Video der Firma, um das es jetzt einigen Wirbel gibt. Ist das Video eine witzige und kreative Werbemaßnahme? Oder steckt das Video voller Sexismus?

Nach Ansicht der "Jusos Altötting" ist das Video ein No-Go. Ihr Statement:

"Wir, die Jusos Altötting, möchten die Firma Holz Stengel dazu auffordern, den Werbespot „Irgendwann trifft es jeden!!“ vom 22.03.2017 zu löschen und ihn nicht weiter zu verbreiten. Ebenso möchten wir die Firma LED-Marketing auffordern, den Werbeclip nicht mehr auf den digitalen Leinwänden in Altötting zu zeigen. Grund dieser Aufforderung ist, dass die gezeigten Inhalte des Werbespots hochgradig sexistisch sind.

Dem 2. Vorsitzender der Jusos LK Altötting, Kilian Maier, und seinen Genossen ist das Werbe-Video der Firma Stengel ein Dorn im Auge.

In den dargestellten Szenen benutzt die Firma Holz Stengel den weiblichen Körper als Blickfang ohne jeglichen Bezug auf ihre Produkte oder die Firma. Die Frau wird in diesem Werbeclip auf einen Gegenstand zum sexuellen Gebrauch reduziert. Dem Konsumenten wird ein Werbevideo gezeigt, in dem die Frau nur als Sexualobjekt inszeniert ist."

Firma: "Nie einen sexistischen Hintergrund verfolgt"

Schwere Vorwürfe, die Thomas Stengel, Ehemann der Unternehmensführerin, so nicht stehen lassen will: "Wir haben das Video mit einem professionellen Werbestudio geplant und durchgeführt. Dabei haben wir nie einen sexistischen Hintergrund verfolgt", so Stengel. Dass das Video manchen etwas frivol aufstoßen könnte, versteht Stengel, "das ist aber doch nicht schlimm. Wir haben das Video von mehreren Personen probeschauen lassen - die fanden es alle toll und witzig. Da kam nie das Wort 'Sex' auf."

Die Jusos hingegen "können und möchten sexistische Werbung im Landkreis nicht tolerieren und fordern deshalb die Fima Holz Stengel auf, diese Werbung zu löschen und aus den digitalen Werbetafeln in Altötting zu entfernen. Darüber hinaus haben wir diese geschlechterdiskriminierende Werbung dem Deutschen Werberat gemeldet."

Auf solchen LED-Leinwänden ist das Video in Altötting zu sehen.

Die Firma jedoch freue sich über soviel Aufmerksamkeit: "Ganz ehrlich, wenn ich gewusst hätte, dass diese Werbung so gut funktioniert, hätte ich das schon viel früher gemacht", erklärt Thomas Stengel, der anmerkt, dass das Video überhaupt nicht anstößig sei: "Ich kann mir gut vorstellen, dass viele 12-Jährige schon schlimmere Videos und Fotos auf ihren Smartphones gesehen haben."

Stengel kritisiert Vorgehen der Jusos

Was Stengel allerdings sehr missfällt, ist das Vorgehen der Jusos, mit dem Fall direkt an die Öffentlichkeit zu gehen: "Da hätten sie uns zuerst einfach anrufen können und sagen, dass ihnen das Video nicht passt. Aber gleich damit an die Öffentlichkeit - das finde ich durchweg unsozial, das geht überhaupt nicht."

Wie ist Ihre Meinung? Stimmen Sie ab!

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube

Zurück zur Übersicht: Stadt Altötting

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser