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Reanimation erfolglos

Schlittenfahrer verunglückt tödlich an der Kampenwand

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Schülerticket kommt zum Jahreswechsel

Jugendliche fahren im Landkreis Altötting künftig für zwei Euro im Monat Bus

Vertreter der Busunternehmen und des Landkreises am 16. Dezember bei der Vertragsunterzeichung im Altöttinger Landratsamt.
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Vertreter der Busunternehmen und des Landkreises am 16. Dezember bei der Vertragsunterzeichung im Altöttinger Landratsamt.

Vertreter der Busunternehmen des Landkreises waren am Donnerstag (16. Dezember) zur Vertragsunterzeichnung ins Landratsamt gekommen. Landrat Erwin Schneider (CSU) zeigte sich erleichtert: „Ich bin froh, dass jetzt bereits vor Weihnachten mit dem Schülerticket alles unter Dach und Fach ist“.

Altötting – Nach einer Grundsatzentscheidung im April hatte der Kreistag final erst im November die Bezuschussung eines solchen gemeinsamen Angebotes der acht im Landkreis Altötting tätigen Busunternehmen beschlossen. Mit dem Angebot, das täglich ab 14 Uhr für Schüler, Azubis, Studenten und Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes gilt, soll der ÖPNV für Jugendliche attraktiv gemacht werden. Die Maßnahme ist im Haushalt des Landkreises für das kommende Jahr fürs Erste mit 50.000 Euro eingeplant. Eine Deckelung soll es dem Gremium zufolge explizit nicht geben.

E-Ticketing voraussichtlich ab Mitte Januar

Bereits ab dem 1. Januar können die Tickets in den Bussen und an den Verkaufsstellen der Unternehmen RBO, RVO, Hövels, Beck, Vorderobermeier, Niederhuber, Brodschelm und Wengler erworben werden. Ab dem 15. Januar ist dann voraussichtlich auch ein E-Ticketing über das Smartphone respektive die „Wohin-Du-Willst-App“ möglich, über die man schon jetzt die Fahrzeiten und -routen einsehen kann. Nötig ist dafür nur der Schüler- beziehungsweise Studentenausweis. Wie Dr. Robert Müller von der Pressestelle des Landratsamtes erklärte, gilt das Angebot künftig für alle Fahrten von Jugendlichen ab 14 Jahren im Landkreis. Auch die Citybusse der Stadt Burghausen werden demzufolge diese einmal bezahlte Monatsflat akzeptieren.

Bahn will sich nicht am Projekt beteiligen

Wehrmutstropfen ist jedoch, dass sich die Bahn mangels einer Datenbasis, welche Kostenkalkulationen ermöglicht, bisher nicht an dem Projekt beteiligen wollte. „Einzige Ausnahme bleibt die Buslinie 7519, die beim Hornbach in Altötting startet und dann über die Schulen in den Landkreis Mühldorf fährt“, ergänzte Robert Müller zusätzlich. Dass die Bahn sich nicht an einer gemeinsamen Verbundfahrkarte für Jugendliche im Landkreis Altötting beteiligen will, ist den Verantwortlichen jedoch der größte Dorn im Auge.

Der im Landratsamt für den ÖPNV zuständige Ulrich Lichtenegger erklärte auf Nachfrage, dass man das Testjahr 2022 nutzen wolle, um die Nutzerzahlen konkret zu ermitteln. Erst dann sei überhaupt eine genauere Kostenkalkulation möglich. Mit so einer Nutzerstatistik könnte man möglicherweise in den folgenden Jahren dann auch die Bahn zur Teilnahme an dem Freizeitticket bewegen. Nach den derzeitigen Schätzungen sind die Karten etwa elf Euro wert, von denen neun Euro von der Landkreiskasse übernommen werden sollen.

Ähnliche Modelle bereits in zwei Nachbarlandkreisen

Wie Kreisrätin und Busunternehmerin Isabelle Brodschelm (CSU) erklärte, habe man in den Nachbarlandkreisen Traunstein und Mühldorf bereits gewisse Erfahrungen sammeln können. Während es das Chiemgauer Schüler- und Studententicket in Traunstein schon seit Anfang des Jahres 2020 gibt, hatte der Landkreis Mühldorf bereits im August 2021 nachgezogen. Nun folgt 2022 also auch der Landkreis Altötting. Damit könnten Schüler für sechs Euro im Monat fast durch ganz Südostoberbayern reisen. Auch das dürfte ein Argument für die Bahn sein, sich in den Folgejahren an diesen Projekten zu beteiligen.

pbj

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