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Aus der Bürgerversammlung Raitenhart

Was passiert, wenn die Feuerwehr selbst unter Wasser steht? Mega-Lache „Seimel-See“ sorgt für Diskussionen

Die Feuerwehr Raintenhart löscht einen brennenden Pkw auf der B299. Bis vor kurzem bedrohte Hochwasser die eigene Feuerwache (Symbolbild) in Unterholzhausen
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Die FFW Raitenhart löscht einen brennenden Pkw auf der B299. Bis vor kurzem bedrohte Hochwasser die eigene Feuerwache (Symbolbild).

Die Eingaben aus der Bürgerversammlung vom Altöttinger Stadtteil Raitenhart wurden am 20. Juli nochmals thematisiert. Ausreichend Löschwasser braucht die Feuerwehr. Doch wenn es an der falschen Stelle ungewollt zusammenfließt, ist es ärgerlich. Die Bürger rufen nach einer Lösung des Problems.

Altötting - Die Raitenharter Bürgerin Marianne Speckbacher hat sich bei der Bürgerversammlung am 19. Mai 2022 beschwert, dass „bei Starkregen Wasser hinter dem Feuerwehrhaus steht“. Künftig sollen „Anwohner zu Beratungen hinzugezogen werden“, so Speckbacher. Altöttings Bürgermeister Stephan Antwerpen hat versprochen, dass „die Angelegenheit überprüft wird“. Das größte Ärgernis wäre, falls Feuerwehreinsätze aus Raitenhart wegen Hochwassers am eigenen Stützpunkt gefährdet sein sollten. Ist das Problem denn nun gelöst?

Erkenntnisse aus der Bürgerversammlung Raitenhart werden durchgewunken

Diese und andere Ergebnisse aus der Bürgerversammlung Raitenhart kamen bei der Sommer-Sitzung des Stadtrats am 20. Juli nochmals auf die Tagesordnung. Der Katalog wurde ohne Diskussion durchgewunken und „zur Kenntnis genommen“. Die Frage ist nun, ob tatsächlich etwas passiert, gerade was die Riesen-Pfütze oder den „Seimel-See“ angeht. Dieser kuriose Spitzname ist entstanden „weil ein Anwohner in der Nähe der Wasser-Ansammlung Seimel heißt“, so Raitenharts Feuerwehr-Kommandant Norbert Eppner aus Oberholzhausen.

Auf Nachfrage von innsalzach24.de berichtet er, „dass ich davon ausgehe, dass das Problem durch eine Straßenbaumaßnahme gelöst worden ist“. Beim letzten Starkregen habe er „keine Pfütze mehr hinter dem Feuerwehrhaus entstehen sehen“. Eppner sagt zudem, „dass wir von der Feuerwehr das Problem kannten, aber sich hauptsächlich die Anwohner darüber beschwert haben“.

Stellungnahme zum Problem vom Tiefbauamt Altötting (Auszug, im Wortlaut)

„Wegen anhaltender baulicher Entwicklungen in Ober- und Unterholzhausen wird es zunehmend schwieriger, Oberflächenwasser von der Straßenkörpern ungehindert seitlich ableiten zu lassen. Im Bereich des Feuerwehrgebäudes hat sich bei Starkregenereignissen immer wieder eine Wasserlache gebildet.“

„Um diese Pfützenbildung dauerhaft beherrschbar zu machen, /.../ wurde zwischenzeitlich eine ordentliche Wasserführung mit Bau von Straßeneinläufen sowie dem Bau eines großen Sickerschachtes mit vorgeschaltetem Schlammfang gebaut.“

Offenbar hat man auch schon an den Winter gedacht, da „bei Eisbildung ein möglicher Feuerwehreinsatz gefährdet hätte sein können“. Das wäre definitiv des Guten zu viel gewesen. Die Arbeiter der Tiefbauverwaltung hatten zunächst versucht, mit dem Bau eines relativ kostengünstigen „Sickerstreifens“ genügend Wasser in den Untergrund abzuleiten. Das klappte nicht zufriedenstellend, obwohl die Maßnahme an anderen Stellen offenbar effektiv war.

Robert Seimel nimmt Stellung zum See „mit meinem Namen“

Robert Seimel - selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Raitenhart - muss schmunzeln, wenn er auf den „See mit meinem Namen“ angesprochen wird. Die große Straßenpfütze bei Starkregen sei im Volksmund „spontan so bezeichnet“ worden. „Früher lagen die unbebauten Grundstücke rund um das Feuerwehrhaus in Unterholzhausen tiefer. Die jüngere Bebauung hat alles höher liegen lassen und das Wasser konnte nicht mehr in Wiesen abfließen.“ Die Straße vor dem Feuerwehrhaus sei „vor Jahrzehnten nicht Kanal-technisch erschlossen“ worden, weil man das nicht gebraucht habe.

Die jetzige Lösung „mit Gulli und Sickergrube zur Entwässerung“ funktioniert gut aus der Sicht von Robert Seimel. Auf der Straße ist bei Regengüssen nun keine ungewollte Riesen-Lache mehr zu erwarten. Und der „Seimel-See“ gehört - hoffentlich - der Geschichte an.

-rok-

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