Erstes afghanisches Restaurant im Landkreis eröffnet

Ab sofort gibt es exotische Spezialitäten im Altöttinger Nea Zoi

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Frisch zubereitet, herrlich duftend: exotischen Speisen lockten am Samstag rund als 60 Besucher ins Nea Zoi
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Altötting Am Samstag eröffnete im Altöttinger Kulturlokal Nea Zoi „HOMA afghanisches Restaurant und Catering“. Mehr als 60 Gäste waren mit dabei, um der Betreiberin des exotischen Speiselokals, Homa Azimi, viel Glück zu wünschen. Mindestens genauso viele Glückwünsche gingen auch an Rainer Baumgartner, den Initiator des Altöttinger Kulturlokals: er feierten seinen 41. Geburtstag.

Eigentlich bringt der persischen Mythologie zufolge „Homa“ das Glück, denn sie ist eine Glücksfee. „Ich mache das vorerst mal nebenbei“, sagt die 30-jährige Bürokauffrau, die kürzlich ihre Ausbildung bei Wacker abgeschlossen hat. 

Doch das Kochen ist ihr Hobby, welches sie äußerst gut beherrscht. Schließlich hat sie schon in jungen Jahren, neben dem Studium in ihrer Heimatstadt Herat, traditionell auch ihre Großfamilie mitversorgt, bevor sie dann 2014 nach Deutschland kam. Daher gibt es künftig im Altöttinger Nea Zoi beste persische Hausmannskost. "Es ist nämlich nicht nur afghanisch, sondern auch iranisch und pakistanisch", erklärt die Literaturwissenschaftlerin.

Freuen sich künftig über zahlreiche Gäste: Das Team von "Homa".

Diese persischen Gerichte stehen auf der Speisekarte

Das Besondere an der persischen Küche sind die Gewürze, wie frischer Koriander, Kümmel oder Safran und die vielen anderen frischen Zutaten, welche selbst die härtesten Verfechter von tierischem Eiweiß ihre Grundsätze vergessen lassen können. „Bei uns ist nichts tiefgekühlt, alles ist super frisch“, lachen Homa und ihre beste Freundin Somaye, die sie von Anfang an bei der Idee unterstützt hat. 

Egal ob die Fleischspeisen, wie Kabouli (Lamm mit aromatischem Reis), Khajour (sprich: Katschur), Köfte  (Hackfleischbällchen aus Lamm, Kalb und gelben Erbsen), Samusa (Teigtaschen mit Hühnchen und Kartoffeln gefüllt), Zereschk Palau (Hühnchen auf mit Safran verfeinerten Berberitzen), oder die vegetarischen bzw. veganen Gerichte, wie Bamie (sprich Bamia), ein Tomaten-Okraschoten-Auflauf oder Zabsi Polak (speziell gewürzter Spinat), Kachalo (mit Bratkartoffeln und Tomaten), Salotte (mit Brokkoli), Chaumin (mit Paprika), die persische Küche hat viele wohlschmeckende Überraschungen zu bieten. Wie in der orientalische Küche üblich, dürfen auch Desserts, wie Ferni, Faloude oder Shiraz nicht fehlen.

Orientalische Spezialitäten im Altöttinger Nea Zoi

So wurde im Nea Zoi die Eröffnung gefeiert

Zur Eröffnung am Samstagabend war das Buffet jedenfalls reichlich gedeckt, wofür alle Gäste auch einen angemessenen Ovulus entrichteten. Beim Empfang ab 18 Uhr wurden die Gäste zunächst mit verschiedenen orientalischen Getränken, wie Sirup aus Orangenblüten, oder einer Art selbstgemachter Limonade und anderen Spezialitäten begrüßt. 

Gegen 19 Uhr erklärte die frisch gebackene Nebenerwerbs-Wirtin das Buffett dann für eröffnet - schließlich war vielen Gäste angesichts der duftenden Speisen schon sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammengelaufen. Am späteren Abend gab es dann noch Live Musik, unter anderem von Jeff Bassett aus Tüssling, der für das Geburtstagskind Rainer Baumgartner, welcher vor vier Jahren die Idee für das Kulturlokal "Nea Zoi" Realität werden ließ, seiner Gitarre die wundervollsten Töne entlockte.

In Zukunft soll es im Nea Zoi regelmäßig donnerstags ab 18 Uhr und samstags ab 11.30 Uhr derartige Buffets geben. Auch Catering will Hobby-Köchin Homa zusammen mit ihren Helfern anbieten. Genauere Informationen bekommt man unter homa.restaurant_catering@yahoo.com oder 0157-72883057.

Peter Becker

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