Altöttinger gewinnt bei "Jugend forscht"

Wie werden Animationen weniger aufwendig?

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Altötting - Der Gymnasiast Lukas Stockner hat den Landeswettbewerb von "Jugend forscht" gewonnen. Jetzt misst er sich bundesweit mit Nachwuchsforschern.

Der 16-jährige Altöttinger Gymnasiast Lukas Stockner hat den Bayerischen Landeswettbewerb von "Jugend forscht" im Fachbereich Mathematik/Informatik gewonnen. Damit zählt er zu 15 Nachwuchsforschern aus dem Freistaat, die in verschiedenen Fachgebieten, wie etwa Biologie, Physik, Geo- und Raumwissenschaften, bei einem Festakt in München geehrt wurden. Vier Tage lang hatten zuvor 86 Jugendliche ihre Projekte der Öffentlichkeit und der Jury präsentiert.

"Entscheidende Kompetenzen gestärkt"

"Die Schülerinnen und Schüler haben mit Begeisterung ihre eigenen Ideen verwirklicht. Das hat ihnen beim Landeswettbewerb Jugend forscht zum Sieg verholfen", sagte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich im Rahmen des Festakts. "Ich bin mir sicher: Sie haben dadurch auch für ihr späteres Leben entscheidende Kompetenzen gestärkt: Leistungsbereitschaft, Kreativität und Durchhaltevermögen", lobte Eisenreich.

Der Lohn für die Mühen der Schüler: Die Teilnahme am Bundeswettbewerb. In diesem Jahr stellt der Freistaat die meisten Teilnehmer, die sich mit insgesamt zehn Projekten deutschlandweit messen werden. Der Bundeswettbewerb findet von 29. Mai bis 1. Juni in Künzelsau (Baden-Württemberg) statt.

Damit hat sich der Altöttinger Sieger beschäftigt

Lukas Stockner, der das Maria-Ward-Gymnasium in Altötting besucht, hat sich mit dem Thema "Beschleunigung der Lichtsimulation in Animationen durch Nutzung der zeitlichen Gemeinsamkeiten" auseinandergesetzt. Wie auf der Homepage des Bayerischen Landeswettbewerbs von "Jugend forscht" erklärt wird, werden "physikbasierte Lichttransportsimulationen" seit langem verwendet, um "fotorealistische und korrekte Bilder und Animationen von am Computer konstruierten Strukturen und Szenen zu erzeugen". Solche Animationen sind beispielsweise für die Filmindustrie und Architekturbüros unerlässlich.

Derartige Animationen sind sehr rechenaufwendig und können Computer über Monate beschäftigen. Wie auf der Homepage weiter erläutert wird, hat es sich Lukas Stockner zunutze gemacht, dass einige dieser Berechnungen redundant, also faktisch gar nicht nötig sind. In seiner Arbeit hat der Gymnasiast aufgezeigt, wie in Animationen neben Kamerabewegungen auch Objekt- und sogar Lichtbewegungen möglich sind. Weiteres Ziel seiner Arbeit war es, dieses Konzept mit einem schnellen Algorithmus zu kombinieren.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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