Grundsteinlegung für den Neubau an der Kreisklinik 

Söder sieht Altötting auf einem guten Weg

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Symbolisch wurde eine Zeitkapsel u.a. mit einer Tageszeitung und einer Münze aus 2019 in den Grundstein gelegt. (v.l.: Klinikvorstand Michael Prostmeier, Architekt Ulrich Jonas, HSP Projektmanagment Thomas Häringer, Ministerpräsident Markus Söder, Landrat Erwin Schneider und Ärztlicher Direktor Prof Kraus)

Altötting – Spitzenqualität in der medizinischen Versorgung auch im ländlichen Raum – das sei laut Markus Söder ein Ziel für ganz Bayern. Altötting sei mit den derzeitigen Maßnahmen bereits auf dem richtigen Weg. Dies hat der bayerische Ministerpräsident auf der feierlichen Grundsteinlegung für den Neubau des Funktionstraktes Nord bestätigt.

Landrat Erwin Schneider war im September etwas neidisch auf die Grundsteinlegung beim wohl größten Neubauvorhaben eines Krankenhauses in Wasserburg, zu der auch Markus Söder gekommen war. Doch letztlich kam der bayerische Ministerpräsident auch zurwohl zweitgrößten Baustelle, der Erweiterung der Kreisklinik in Altötting.


Mit einer Investitionssumme von knapp 100 Millionen Euro wird der Standort in der Kreisstadt in fünf Bauabschnitten der Schwerpunkt gestärkt, erweitert und modernisiert. Die Grundsteinlegung für den ersten Bauabschnitt am 8. Januar passe für Schneider auch zur Fusion der Kreiskliniken Altötting und Mühldorf. „Durch die Baumaßnahmen und der Fusion heben wir die medizinische Versorgung nochmal in eine neue Kategorie“, ist sich Schneider sicher.

Ein gut gelaunter Markus Söder bei seiner Rede.

Söder: "Bayern muss auch in ländlichen Regionen stark sein"

Söder selbst sprach von einer wichtigen Investition in das Krankenhaus. „Bayern darf nicht nur in den Ballungsräumen stark sein, sondern eben auch in der ländlichen Region“, betont der Ministerpräsident. Schließlich wollen besonders kranke Menschen daheim bleiben und nicht nach München in eine Klinik.

Es sei allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe den wirtschaftlichen Aspekt, den regionalen Bezug und eine Spitzenqualität zu vereinen. „Wichtig ist, dass der Freistaat Bayern dabei ist - nicht etwa bei den Entscheidungen, viel mehr in begleitender Art und Weise“, so Söder. Finanziell unterstützt die Landesregierung das Projekt mit rund 80 Millionen Euro. Für den ersten Bauabschnitt steuert der Freistaat 30 der 36 Millionen Euro bei.

„Der Fortschritt in der Medizin schreitet sehr schnell voran. Daher ist es wichtig die Krankenhäuser auf den neuesten Stand der Technik zu bringen“, weiß Söder um die Bedeutung der Investition.

Der Rohbau könnte im Februar fertig sein.  Eine Inbetriebnahme ist für Mitte 2021 geplant.

Fünf Baubschnitte geplant

„Seit über 30 Jahren erfüllt die Kreisklinik ihren Auftrag als Schwerpunktversorger. Jetzt war es an der Zeit, Sanierung und Erweiterung anzugehen“ freut sich Klinikvorstand Michael Prostmeier. Der Rohbau könne noch im Februar fertiggestellt werden. EineInbetriebnahme ist für Mitte 2021 geplant.

Im abgelaufenen Jahr haben die Häuser in Altötting und Burghausen rund 26.300 Patienten stationär versorgt. Zusätzlich erblickten etwa 1.700 Babys in Altötting das Licht der Welt.

Der erste Bauabschnitt beherbergt in Zukunft sieben hochmoderne Operationssäle, das Labor und die Zentralsterilisation. Der zweite Bauabschnitt, der im März starten wird, ist die Aufstockung der Bettenhäuser. Die Erweiterung der Intensivstation soll der dritte Punkt sein. Abschließend soll der Bestand umgebaut sowie die Bettenhäuser saniert werden.

jz

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