Ex-Schüler schickt Drohmail und löst Großeinsatz aus

Amok-Alarm in Altötting: Motiv wohl im persönlichen Bereich

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An der Staatlichen Berufsschule Altötting gab es am Dienstagmorgen einen Großeinsatz der Polizei.
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Altötting - Riesenaufregung herrschte am Dienstagmorgen kurzzeitig an der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Altötting. Dort war nach dem Eingang einer E-Mail mit "bedrohlichem Inhalt" Amok-Alarm ausgelöst worden.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Amok-Alarm an Berufsschule Altötting am Dienstagmorgen ausgelöst
  • Polizei mit Großaufgebot im Einsatz
  • Ex-Schüler verschickt Drohmail - Verursacher vor Ort gestellt

Update, 18. Dezember, 12.57 Uhr - Richtigstellung der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Altötting

Am 17. Dezember 2019 fand eine Amok-Drohung an der Staatlichen Berufsschule Altötting statt. Wir legen Wert auf die Feststellung, dass keine Drohmail an die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Altötting geschickt wurde.

Die Polizei hat uns über den Vorfall an der Berufsschule informiert und wir trafen in Abstimmung mit der Polizei entsprechende Sicherheitsvorkehrungen. Dieser Bitte kam die Schule aufgrund der räumlichen Nähe nach, denn Sicherheit hat oberste Priorität. Es bestand zu keiner Zeit eine Bedrohung unserer Schülerinnen und Schüler.

Ferner legen wir Wert auf die Feststellung, dass es sich weder beim Verfasser der Drohmail, noch bei der Auszubildenden (Schülerin der Berufsschule) um Schüler unserer Schule handelt.

Pressemitteilung Berufliche Oberschule Inn-Salzach

Update, 16.51 Uhr - Keine Drohmail an das König-Karlmann-Gymnasium

Wie jetzt bekannt wurde, wurde keine Drohmail an das König-Karlmann-Gymnasium in Altötting geschickt. "Die Polizei hat uns lediglich über den Vorfall an der benachbarten Berufsschule informiert und uns gebeten, als Vorsichtsmaßnahme auch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, wie die Verriegelung der Klassenzimmer, zu treffen", teilt Rudolf Schramm, Schulleiter des König-Karlmann-Gymnasiums, mit.

Dieser Bitte kam die Schule nach, denn Sicherheit hat die oberste Priorität. Eine konkrete Bedrohung bestand allerdings zu keiner Zeit, so schramm weiter.

UPDATE, 14.05 Uhr - Mutmaßlicher Täter ist 27 Jahre alt

Beim Verfasser der Drohmail soll es sich um einen 27-Jährigen aus dem Landkreis Traunstein handeln. Das Motiv für die Tat liegt nach einem Bericht der PNP wohl im persönlichen Verhältnis zwischen dem mutmaßlichen Täter und einer Berufsschülerin.

Der Mann muss nun mit mehreren Anzeigen rechnen. Im Raum stehen Bedrohung, Beleidigung, Verleumdung und einige andere Delikte. Der 27-Jährige blieb nach seiner Vernehmung jedoch auf freiem Fuß.

UPDATE, 10.05 Uhr - "Keine Gefahr für Schüler"

Die E-Mail, die laut einem Sprecher der Polizeiinspektion Altötting einen "bedrohlichen Inhalt" hatte, ist an der Berufsschule am Dienstagmorgen offenbar gegen 8 Uhr entdeckt worden. Um kurz nach 8 Uhr sei dann die Polizei informiert worden. Daraufhin wären die Beamten mit einem Großaufgebot angerückt, hätten die "Sicherheitsmaßnahmen nach oben gefahren" und Kontakt mit der Schulleitung aufgenommen. Zugleich seien von der Polizei die Türen der Berufsschule gesichert worden. 

Gegen 8.30 Uhr konnte dann glücklicherweise bereits wieder Entwarnung gegeben werden. "Für die Schüler hat zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden", betonte der Polizeisprecher. Die Schüler seien entsprechend informiert worden. Anschließend wurde der Unterricht fortgesetzt. Zudem wurde bestätigt, dass der Verursacher, also der Absender der Drohmail, vor Ort angetroffen werden konnte. Er wird derzeit von der Polizei befragt. Die Ermittlungen der Polizei zu den Hintergründen laufen weiter.

UPDATE, 9.35 Uhr - Offenbar Drohmail eingegangen

Inzwischen gibt es erste weiterführende Informationen zu dem Vorfall: Demnach waren nicht nur die Fachoberschule und Berufsoberschule in der Neuöttinger Straße betroffen, sondern auch das König-Karlmann-Gymnasium in der Kardinal-Wartenberg-Straße. An den Schulen soll am Dienstagmorgen jeweils eine Drohmail eingegangen sein. Ob es sich dabei um die exakt selbe E-Mail gehandelt hat, ist derzeit unklar. Gemäß den Vorschriften sollen daraufhin Türen und Klassenzimmer verriegelt worden sein. 

Die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet, dass der Verursacher bereits gefasst worden sein soll. Es soll sich angeblich um einen ehemaligen Schüler der Berufsoberschule handeln. Offiziell bestätigt ist dies bis dato jedoch nicht. Auch zur genauen Identität des mutmaßlichen Täters gibt es derzeit keine weiteren Informationen.

Die Erstmeldung:

Riesenaufregung herrschte am Dienstagmorgen kurzzeitig an der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Altötting. Dort war Amok-Alarm ausgelöst worden.

Carolin Hohensinn, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, bestätigte am Dienstagvormittag, 17. Dezember, auf Anfrage von innsalzach24.de den Vorfall. Die Polizei habe rasch reagiert, sei mit zahlreichen Kräften im Einsatz gewesen und hätte die Meldung zunächst "sehr ernst" genommen.

Als die Einsatzkräfte an der Schule in der Neuöttinger Straße eintrafen, konnte jedoch rasch Entwarnung gegeben werden. "Es haben sich keinerlei Hinweise ergeben, dass an der Meldung etwas dran ist", sagte Hohensinn. Einige Schüler seien von der Polizei zu den Vorgängen befragt worden. Zu den genauen Hintergründen ist derzeit nichts bekannt, es war laut Polizei lediglich von einer "internen Angelegenheit" die Rede. Der Unterricht sei inzwischen bereits wieder fortgesetzt worden, hieß es abschließend.

mw

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