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Mehr Geld für Sport in der Region

MdL Friedl: „Es freut mich, dass 200.000 Euro zusätzlich an Vereine im Kreis Altötting ausgeschüttet werden“

Liebt den Profisport und setzt sich für den Amateursport in Oberbayern ein: MdL Hans Friedl hier als Fan des FC Bayern München
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Liebt den Profisport und setzt sich im Landtag für den Amateursport in Oberbayern ein: MdL Hans Friedl (rechts, Freie Wähler). Links die Basketballer des SV Wacker Burghausen.

Insgesamt werden an die Landkreise und Kreisfreien Städte in Oberbayern 7,5 Millionen und bayernweit 21 Millionen Euro über die Vereinspauschale nach der Sportförderrichtline ausgeschüttet. Das sind gute Nachrichten für die Kreise Rosenheim, Mühldorf, Traunstein, BG Land und Altötting.

Altötting - „Vereine stärken jeden Einzelnen und insgesamt unsere Gesellschaft“ so Hans Friedl, MdL der Freien Wähler im Bayerischen Landtag. Friedl weiter: „So freut es mich besonders, dass auch dieses Jahr die Sportvereine mit den Mittel des Freistaates über die Landkreise gefördert werden können, insbesondere hier der Landkreis Altötting rund 200.000 Euro an die Vereine ausschüttet kann“. Hans Friedl ist der für den Landkreis zuständige Abgeordnete der Freien Wähler.

Die Sportvereine im Landkreis Traunstein dürfen sich sogar auf knapp 317.000 Euro freuen, im Landkreis Rosenheim sind stolze 478.600 Euro berechnet worden. Im Landkreis Mühldorf werden „nur“ 188.700 Euro ausgezahlt.

Für die bayerischen Vereine - und die Sportvereine im Landkreis Altötting im Besonderen - bedeutet das, eine Verteilung der Gelder nach einem genau kalkulierten Verteilungsschlüssel. Norbert Stranzinger, zweiter Bürgermeister Burghausens und Vorsitzender des TV 1868 Burghausen, kennt das Prinzip: „Die Zuschüsse vom Freistaat Bayern sind ein bewährtes und wichtiges Förderinstrument für den regionalen Sport. Die Summe wird jedes Jahr neu berechnet. Antragsteller ist immer der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV), genehmigt wird die Förderung dann vom bayerischen Landtag.“

Welcher Landkreis in Oberbayern bekommt wie viel Geld vom Freistaat Bayern: Die Fördergeld-Statistik. Die „Mitgliedereinheiten“ sind ein Score, der nach einem Punktesystem berechnet wird.

Mitgliederzahl entscheidet über Höhe der Fördermittel

Weil eine gerechte Verteilung wichtig ist bei staatlichen Fördermitteln, gilt das Prinzip „je mehr Mitglieder ein Verein hat, desto mehr Fördergelder bekommt er“. Stranzinger zu innsalzach24.de: „Der Proporz gilt für Vereine in Städten genauso wie für Sportvereine in kleineren Gemeinden, für die gerade unter aktuellen Bedingungen jeder Euro zählt.“ Während der Jahre der Corona-Pandemie zahlte der Freistaat den bayerischen Vereinen „mehr Geld als gewöhnlich, weil es immer schwerer wurde, den Sportbetrieb überhaupt aufrecht zu erhalten“, erklärt der Burghauser Funktionär. Denn während viele Mitglieder 2020 und 2021 aus den Sportvereinen austraten und der Sportbetrieb aufgrund der Covid-Maßnahmen monatelang auf Weisung der Behörden komplett ausgesetzt wurde, mussten die laufenden Kosten für Liegenschaften und Übungsleiter weiter bezahlt werden.

Ringer von Wacker Burghausen und Alexandra Burghardt sorgen für Highlights

„Das war und ist für viele Vereine eine enorme Herausforderung, wenngleich jetzt eine schrittweise Rückkehr zur Normalität sichtbar und spürbar ist“, so Stranzinger. Der Deutsche Meistertitel der Ringer von Wacker Burghausen 2022 und der Gewinn der Goldmedaille bei der Europameisterschaft 2022 in München durch die Sprinterin Alexandra Burghardt von der LG Gendorf Wacker Burghausen - in der 4x 100 Meter Staffel - sind jüngste Ausrufezeichen. Die Fördergelder waren eine wichtige Stütze, damit der Sportbetrieb weiterging und die Covid-Durststrecke überstanden werden konnte. Die steigenden Energiekosten sind die neueste Feuerprobe für viele Sportvereine, die Rechnung für Strom- und Heizkosten in Trainingshallen oder auf Sportplätzen (z.B. Flutlichtanlagen) bezahlen müssen.

Fördergelder mussten die hohen Ausfälle bei Mitgliedsbeiträgen abmildern

„Die Mitgliedsbeiträge sind im Regelfall die wichtigste finanzielle Stütze der Sportvereine, die gleichzeitig eine bedeutende gesellschaftliche Funktion in Städten und Gemeinden erfüllen“, so Stranzinger. Doch die brachen während der Covid-Pandemie um teilweise über 50 Prozent ein. Deshalb wurden die verteilten Fördermittel vorübergehend um bis zu 100 Prozent angehoben.

Idris Ibaev vom SV Wacker (vorne) gewann den Junioren-Weltmeistertitel im Ringen. Es gratulierten (hinten, v.l.): Heiko Hiller, Matthias Maasch, der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider.

Große Sportvereine aus dem Stadtgebiet - wie eben der SV Wacker Burghausen und der TV 1868 Burghausen oder der TV 1864 Altötting - bekommen jedes Jahr zusätzliche Zuschüsse von der Stadtverwaltung. Besonders die durch die Einnahmen hoher Gewerbesteuern begünstigte Stadt Burghausen „zeigt sich immer großzügig bei der Sportförderung“, so Stranzinger. Den Vereinen in Dörfern und Gemeinden geht es oft nicht so gut - und die Unterschiede sind regional groß. Daher ging es für viele kleinere Vereine während der Corona-Jahre 2020, 2021 und 2022 ums nackte Überleben.

Bayerische Sportvereine ohne Jugendarbeit erhalten keine Förderung

Dirk Wöhling vom Büro des Landtagsabgeordneten Hans Friedl zu innsalzach24.de: „Alle Vereine sollen bis zu einem Stichtag - meistens im Frühjahr - ihre aktuelle Mitgliederzahl an die jeweils zuständigen Landratsämter der bayerischen Landkreise melden. Versäumen sie diese Frist, gibt es auch kein Geld. Prinzipiell sind aber alle Sportvereine förderberechtigt, außer reine Erwachsenen-Vereine, in denen keine Jugend- bzw. Nachwuchsarbeit betrieben wird.“ Innerhalb Bayerns entfällt der größte Anteil auf den Regierungsbezirk Oberbayern, da hier aufgrund der höchsten Einwohnerzahl auch die meisten Personen Mitglieder in Sportvereinen sind.

Übungsleiter-Zuschüsse vom BLSV gibt es im Umkehrschluss allerdings nur dann, wenn die Übungsleiter eine BLSV-Lizenz besitzen. Das gilt für Trainer von Jugend- wie Erwachsenen-Mannschaften im Verein. Nach der Freigabe durch den Bayerischen Landtag werden die Mittel über die Landkreise sukzessive nach Proporz an die Sportvereine ausbezahlt.

-rok-

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