Teilweise mitten auf dem Asphalt! 

Unbekannter markiert Hundehaufen im "Auffang"

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Einer am Ortsausgang und einer im Auffang: Zu wenig?
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Altötting - In einen Hundehaufen getreten stinkt den Betroffenen gewaltig. Ein Unbekannter greift zum Mittel des zivilen Ungehorsams, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Das kann teuer werden.

„Auffang“ heißt der insgesamt ca. vier Kilometer lange Rundweg zwischen Alt- und Neuötting. Ein beliebtes Ziel von Anwohnern am Ende der Stinglhammer- und angrenzender Straßen am Ortsausgang von Altötting und dem sogenannten Michaelifeld in Neuötting. Wofür? 

  • Einfach mal raus an die frische Luft und einen Spaziergang machen, 
  • Fahrradfahren, 
  • Joggen, 
  • Nordic Walking 
  • oder mit dem Hund Gassi gehen.

Problem Hundehaufen

Einem Unbekannten stinkt es anscheinend gewaltig, wie offensichtlich sorglos manche Hundebesitzer, professionelle Gassigeher gegen Geld oder auch Kinder, denn man weiß auch da nicht, wer es ist, ihre Vierbeiner ihr Geschäft verrichten lassen. Er markiert die Hinterlassenschaften mit einer Spraydose. Farbe: Neongrün.

Rund drei Dutzend Kreise und ein Pfeil sind es aktuell. Meist ist von den Hundehaufen nichts mehr zu sehen. Der Regen hat sie offenbar weggewaschen. Ist es trocken tragen Kleinstlebewesen ihren Teil dazu bei und der Kot verfault von Fliegen besetzt auf offener Straße. Da sich im Auffang auch landwirtschaftliche Betriebe befinden und der mit Hudekot besetzte Weg ihre Zufahrtsstraße ist, tragen schon mal gern die Reifen der Traktoren den braunen Mist auf der Straße weiter bis ins Feld. Auch die Autofahrer verteilen ungewollt, was Hundebesitzer nicht entsorgen wollen.

Unbekannter markiert Hundehaufen im "Auffang"

Ganz besonders genervt sind Radfahrer, Fußgänger und Jogger. Einmal verteilt, wie etwa durch einen Autoreifen, sind die Haufen nicht mehr als solche zu erkennen und überhaupt: „Mitten auf der Straße?“, fragen sich offenbar nicht wenige. So kam das Thema auch vor den Altöttinger Stadtrat.

Problem Markierung

Ich möchte nicht, dass da jemand möglicherweise giftige chemische Substanzen versprüht“, sagte Herbert Hofauer. 1. Bürgermeister der Kreissadt, auf der jüngsten Stadtratssitzung am Mittwochnachmittag. Die Schmiererei kann tatsächlich zu empfindlichen Geldbußen oder sogar Strafen führen, genau wie Hundebesitzer dafür kräftig zur Kasse gebeten werden können, dass sie sich eben nicht dran halten und das Plastiksackerl aus dem eigens dafür aufgestellten Spender am Ende der Stinglhammerstraße entnehmen und es eben nicht in dem ebenso eigens dafür aufgestellten Abfalleimer entsorgen.

Ein Lösungsansatz

Ein Abfallbehälter mehr wäre gut“, berichtet eine junge Dame direkt vor Ort, gerade selbst mit ihrem Vierbeiner unterwegs. Sie hat Tüten für den Fall der Fälle dabei. Gegenüber innsalzach24.de berichtet sie, dass manche die Plastiksackerl mit der warmen Fracht auch schon mal wegwerfen würden auf der Strecke. Ein Mülleimer für Hundehaufen auf vier Kilometern und einer am Ortsausgang von Altötting seien offenbar zu wenig, so die junge Dame. Dass es am Wegesrand schon mal ein Häufchen gibt, sei im Auffang nicht der Aufreger. Wirklich erschreckend findet sie die Haufen mitten auf dem Asphalt. „Hunde machen so was normalerweise nicht“.

Der Stadtrat hat das Thema Hundehaufen im Auffang zur Kenntnis genommen.

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