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Neue Regeln und Teil-Lockdown in Bayern

Immer mehr Corona-Fälle: Droht nun auch Kindergärten und Schulen eine erneute Schließung?

Praktisch alle Schulen wurden 2020 wegen Corona geschlossen. Kommt dieses Szenario nun zurück wie hier in Kaufungen
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Monatelang waren alle Schulen in Deutschland 2020 geschlossen. Kann das im Winter 2021 wieder passieren?

Die Inzidenzen gehen durch die Decke, in vielen Landkreisen ist die Impfquote viel zu niedrig und von Kindergärten werden immer mehr positive Corona-Fälle gemeldet. Der Teil-Lockdown, den Ministerpräsident Söder am Freitag ankündigte, könnte neben Bars und Diskotheken weitere Schließungen nach sich ziehen. Was passiert mit den Schulen und Kindertagesstätten? Das fragen sich viele berufstätige Eltern und Alleinerziehende. innsalzach24.de hat nachgefragt.

Altötting - Wieder Home Schooling und viele Kleinkinder, bei denen nicht klar ist, wer sie während der Kern-Arbeitszeit betreut - das wollen sich die meisten Eltern in Bayern nicht mehr gefallen lassen. Aber genau so liefen mehrere Monate im vergangenen Jahr ab, als Corona im Februar 2020 unser Leben urplötzlich veränderte. Der Druck auf Eltern und Kinder nahm unerträgliche Ausmaße an führte zu einer Situation der Überforderung auf allen Seiten. Auch bei Lehrern und Erziehern bzw. Kinderpflegern.

Im Winter 2021 gehen die Corona-Zahlen nun schon wieder durch die Decke. Würde das gleiche Instrumentarium wie im Herbst 2020 angewendet, würde man vermutlich jetzt erneut die Notbremse ziehen.

Wie hochsensibel das Thema der Kinderbetreuung und der Schulen ist, weiß die Bayerische Staatsregierung genau - und daher droht vorerst keine Schließung der Schulen und Kindergärten. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder bei seiner Pressekonferenz am Freitag (19. November) deutlich: „Dort wird fleißig getestet und wir achten streng auf die Maskenpflicht.“ Die Einrichtungen sollen offen bleiben.

Selbst Söder tappt noch im Dunkeln

Aber ganz so einfach ist das nicht. Denn von Schulen und Kindergärten werden immer mehr neue Corona-Fälle gemeldet. Immer mehr Kinder und Jugendliche müssen sich in Quarantäne begeben. Glücklicherweise sind hier die Krankheits-Verläufe größtenteils mild. Praktisch alle Kinder unter zwölf Jahren sind nicht geimpft - auch, weil dafür noch keine Freigabe der Ständigen Impfkommission (StiKo) vorliegt.

Bei der Altersgruppe zwischen 12 und 17 Jahren ist deutlich weniger als die Hälfte geimpft. Denn für sie gibt es die Impffreigabe erst seit August 2021. Aber gerade die Durchimpfungsrate ist der große Hoffnungsträger des Ministerpräsidenten. „Sobald Kinder geimpft werden dürfen, bitte ich alle Eltern, dies in großem Stil zu nutzen“, so Söder. Wohlgemerkt spricht er von einem Szenario, das medizinisch noch nicht abschließend geklärt ist und dessen Auswirkungen auf Vermutungen basieren.

Wegen des Datenschutzes und dem allgemeinen Schutz von Minderjährigen dringen wenige Informationen nach draußen. Die Unsicherheit ist groß und die Besorgnis wächst - vor allem auch in der Lehrerschaft und im Personal der Kindergärten und Horte. Von den Eltern ganz zu schweigen.

Stellungnahme des Landkreises Altötting - Kinder und Betreuer abgesondert

innsalzach24.de liegt eine offizielle Stellungnahme des Landkreises Altötting vor: „Das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen macht naturgemäß auch vor den Kindertageseinrichtungen nicht halt. Sowohl bei den Kindern als auch dem Betreuungspersonal im Landkreis wurden Positivfälle gemeldet. In der Folge mussten in Töging, in Altötting und in Tüßling in einer Einrichtung und in Burghausen in zwei Einrichtungen das Betreuungspersonal und Kinder jeweils einer Gruppe durch das Gesundheitsamt abgesondert werden. Anzeichen für eine bayern- bzw. landkreisweite Schließung von Kindertageseinrichtungen werden seitens des Landratsamtes aktuell nicht gesehen“, erklärt Pressesprecher Dr. Robert Müller auf unsere Anfrage.

Aus Erfahrung zu Beginn der Pandemie weiß man mittlerweile, welche Herausforderung es bedeutet, dass Kinder und Jugendliche mehrere Stunden lang einen Mund- und Nasenschutz im Klassenzimmer oder im Kindergarten tragen. Dieser Druck kehrt zurück. Das Projekt, alle bayerischen Klassenzimmer und Kindergärten mit Luftfilter-Anlagen auszustatten, wurde Ende 2020 wieder weitgehend verworfen. Die Verpflichtung zum regelmäßigen Lüften hatte Vorrang - und machte das Filtern der Luft im Innenraum überflüssig.

Wird die Diskussion um Luftfilteranlagen nun wieder aufgenommen? Das ist unwahrscheinlich. Doch da momentan auch das RS-Virus unter Kindern grassiert - wir berichteten - und im Herbst/Winter sowieso Erkältungszeit ist, bringt Corona das Fass zum Überlaufen. Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Schulen und Kindergärten im Winter tatsächlich offen bleiben können bzw. dürfen.

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