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Reanimation erfolglos

Schlittenfahrer verunglückt tödlich an der Kampenwand

Schlittenfahrer verunglückt tödlich an der Kampenwand

Weihnachten und Silvester mit der FFW Altötting

„Passt auf, dass der Christbaum nicht brennt und strapaziert die Steckdosen nicht zu sehr“

Einsaetze der Feuerwehr an Weihnachten und Silvester sind insgesamt weniger geworden
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Sympathische Helfer, die sich über Neuzugänge freuen: Die Feuerwehrleute aus Altötting und Raitenhart.

Die Feiertage habe es traditionell in sich, was Feuerwehreinsätze angeht. Durch das Böllerverbot, dass nach 2020 auch 2021 wieder verhängt wurde, sind die Einsätze überschaubar. Trotzdem mahnt Kommandant Alois Wieser zur Vorsicht. Sein Trupp ist eine verschworene Gemeinschaft, die auch an den Feiertagen immer den „Piepser“ dabei hat. „Allzeit bereit“ heißt das Motto.

Altötting - „Über Bewerbungen von Frauen freuen wir uns besonders“, sagt Alois Wieser. Die Aussage überrascht ein wenig, gelten Feuerwehrleute gemeinhin als „harte Typen“, die schwer tragen und fest anpacken können. Doch das Image hat sich schon lange gewandelt: „Die Technik beim Löschen und Retten erleichtert uns die Arbeit und Frauen können ihre Talente voll einbringen“, so Wieser. Damit meint er vor allem auch den Innendienst, Koordination, Organisation und „das Betreuen und Versorgen von verletzten Personen“.

Das waren die Einsätze der Feuerwehr Altötting und Raitenhart 2020 und 2021

Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.
Drehleiter im Einsatz beim Löschen in großer Höhe und andere spektakuläre Einsätze der Altöttinger Feuerwehr.  © Feuerwehr Altötting Raitenhart

An den Feiertagen sind die 75 dienstleistenden Feuerwehrleute in Altötting „grundsätzlich genauso einsatzbereit wie immer“, so Alois Wieser zu innsalzach24.de. Allen Landkreisbewohner/-innen hat der Kommandant folgenden Rat: „Geht vorsichtig mit offenem Feuer um, vor allem, wenn der Christbaum immer trockener wird, denkt immer an die Notrufnummer 112.“ So weit soll es am besten gar nicht kommen. Elektrische Lichterketten haben die Gefahr ohnehin seit vielen Jahren reduziert. Echte Christbaumkerzen trifft man nur noch sehr selten an.

Was alles brennen kann: Gartenhütte, Altkleidercontainer, Dachstuhl, Hecke.......

Auch an Silvester - einem Klassiker für Feuerwehreinsätze - wird beim Jahreswechsel 2021/22 wahrscheinlich weniger los sein als sonst: „Irgendwer wird schon schießen und dann merkt man halt, dass Privatleute und keine Pyrotechniker am Werk sind“, erklärt der Kommandant. In den Jahren mit normalem Feuerwerk gibt es immer wieder Verbrennungen oder „ungewolltes In-Brand-Setzen“. Wieser: „Eine Gartenhütte fing schon mal Feuer oder irgendein Spezialist warf einen Böller in den Altkleidercontainer.“ Oder es brennt eine Hecke im Winter oder ein Dachstuhl.

Bei Elektrogeräten einfach generell die Regeln beachten

Mit Blick auf den Brand einer Mietwohnung in Tittmoning (wir berichteten) warnt Wieser „vor unsachgemäßer Verwendung von Steckdosen und Elektrogeräten“. Bei eben diesem Brand gibt es den Verdacht einer defekten Mehrfachsteckdose als Brandursache, „obwohl man das in jedem Einzelfall genau prüfen muss und nie pauschal sagen kann“, so Wieser. Man solle alle Elektrogeräte „in einwandfreiem Zustand halten, defekte Apparate auch mal wegschmeißen und nicht mehrere Mehrfachsteckleisten zusammen hängen“. Der Stand-By-Betrieb sei „nicht grundsätzlich gefährlich“.

Die Feuerwehrleute feiern selbst im Familienkreis - wobei eben der Funk-Melde-Empfänger („Piepser“). Wenn etwas passiert, läuft die Reaktionskette so ab: Anruf in der Integrierten Leitstelle über 112, dort gibt der Einsatzleiter dann Gruppenalarm an die jeweilige Feuerwehr. Die Freiwilligen müssen sich dann so schnell wie möglich zur Hauptwache begeben und einsatzbereit sein. Davon offiziell (noch weitestgehend) ausgenommen ist die Jugendgruppe der FFW, die 17 Personen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren umfasst.

„Dekon“ und „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug“

Die Armada an Feuerwehrautos kann sich sehen lassen: Die FFW Altötting hat in der Hauptfeuerwache zehn Fahrzeuge und drei Anhänger. In der Wache Raitenhart stehen zwei Fahrzeuge zur Verfügung. In Altötting in der Burghauser Str. 28 stehen zwei „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge“, eine Drehleiter, ein Rüstwagen, ein Tanklöschfahrzeug, ein Gerätewagen „Dekon“ (zum Dekontaminieren z.B. beim Austritt chemischer Giftstoffe), ein Gerätewagen-Messtechnik, das Einsatzleitfahrzeug und ein Mannschaftstransportwagen (Sprinter).

Quereinsteiger mit gutem Willen sind willkommen

Die Anschaffung und der Erhalt der notwendigen Ausstattung ist eine kommunale Aufgabe. Oberster Dienstherr ist Bürgermeister Stephan Antwerpen. Nachwuchssorgen hat Alois Wieser Junior „nicht direkt“, aber er freut sich „schon, wenn wir Quereinsteiger zwischen 30 und 50 Jahren bekommen, die anpacken wollen und können“. Das dürfen eben auch gerne Frauen sein.

Schon lange kein Brand mehr am 24. Dezember - Werkfeuerwehr bei Wacker

Einen Brand an Heiligabend gab es seines Wissens „schon lange nicht mehr“. Der letzte Einsatz sei „mindestens zehn Jahre her“. Der „abwehrende Brandschutz“ ist jedenfalls Kernaufgabe der Feuerwehr, die im Raum Altötting-Neuötting rein ehrenamtlich organisiert ist. „Wir sind eine große FFW-Familie und helfen bei größeren Einsätzen alle zusammen“, betont Kommandant Wieser. Der Chemie-Konzern Wacker in Burghausen zum Beispiel hat dagegen eine eigene Werkfeuerwehr. Ähnliches gilt für OMV-Raffinerie und Vinnolit - wegen vieler brennbarer Gefahrenstoffe.

Retten-Bergen-Schützen und Helfen gehören genauso zum Aufgabengebiet. Also zum Beispiel befreit die Feuerwehr auch Personen, die irgendwo eingeschlossen/abgestürzt sind bzw. rettet auch Tiere, die in Not geraten sind. Natürlich ist die Feuerwehr auch bei Verkehrsunfällen im Einsatz, um Feuer zu bekämpfen, Leben zu retten, Gefahrgut zu beseitigen, Schmierstoffe zu binden, „den Umweltschaden gering halten“, wie Wieser sagt.

Elektroautos geraten nicht schneller in Brand - stellen Rettungskräfte jedoch vor eine schwierigere Aufgabe.

Zur neuesten Herausforderung, dem Löschen eventuell brennender Elektro-Fahrzeuge, „fehlen uns noch die konkreten Erfahrungswerte“, so Wieser. Er kennt aber das Vorgehen aus Schulungen, „dass hier ebenfalls mit Wasser gelöscht wird, um die Akkus abzukühlen und deren Zerstörung zu stoppen“.

Zu guter Letzt wünschen Alois Wieser und der Trupp der Feuerwehr Altötting-Raitenhart „Besinnliche Weihnachten und einen Guten Rutsch“ sowie das Motto „Im Notfall sind wir immer Trumpf - Für Dich, für Mich, für alle“

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