Über 100 Bürger aus Altötting und Umgebung waren anwesend

Bürgerversammlung mit Rückblick auf Amtszeit von Bürgermeister Hofauer

+
Über 100 Bürger waren bei der Versammlung anwesend
  • schließen

Altötting - Über 100 Altöttinger trafen sich am Donnerstag, 14. November, zur jährlichen Bürgerversammlung.

Über 100 Altöttinger waren am Donnerstag zur jährlichen Bürgerversammlung ins Kultur- und Kongressforum gekommen. Neben dem Jahresrückblick von Bürgermeister Herbert Hofauer (FW) gab es auch viel Applaus für die Fotos aus seiner gesamten Amtszeit seit 1995, welche die Stadtverwaltung in einer Präsentation zusammengestellt hatte.

Landrat Erwin Schneider (CSU) blickte in seinem Bericht über die Fusion der Kreiskliniken ebenfalls weit zurück, verwies aber auch auf Topaktuelles: die neue Abfall-App des Landratsamtes, mit der sich künftig Jeder exakt an die verschiedenen Abfuhr-Termine an seiner Adresse erinnern lassen kann. „Das ist morgen dann live!“, erklärte Schneider.

Darüber hinaus wurden an Robert Gerhart und Martin Bachmaier vom Volkstrachtenverein für die Ausrichtung des Gautrachtenfestes, an Christine Meinecke und Jörg Zellner vom Turnverein Altötting für ihr großes sportliches und chronistisches Engagement und an Mechthild Wewerka, für ihr Engagement in der Pfarrgemeinde und der Flüchtlingshilfe Bürgermedallien überreicht. Dies war erst Ende Oktober im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung beschlossen worden. Bürger konnten sich anschließend einbringen.

Viele Projekte wurden angestoßen

Zunächst allerdings zog Bürgermeister Herbert Hofauer nach der Begrüßung ein positives Resumee über das vergangene Jahr. Mit den geplanten Renovierungen des bereits 60 Jahre alten Gebäudes der Weiß-Ferdl-Schule inklusive des Dachs der Sporthalle, den IT-Ausrüstungen für verschiedene Schulen und mit der Erweiterung der Kindertagesstätte St. Martin, konnten viele Projekte für „Kinder, Jugend und die Zukunft Altöttings“ angestoßen werden.

Aber auch auf viele andere Bauprojekte, wie die notwendige Erweiterung der gemeinsamen Kläranlage beim Neuöttinger Innkraftwerk, an die auch dieGemeinden Tüssling, Kastl und Winhöring angeschlossen sind und bei der die Kreisstadt Hauptaufwandsträger ist.

Auch das neue Haus des Sport, dessen Bau die Kreisstadt großteils finanzierte, erfreue sich großer Beliebtheit. Weitere fällige Bauprojekte, wie die Renovierung des Rathauses oder die Erneuerung der Mühldorfer Straße, die nach dem Verlegen der Fernwärme in einem schlechten Zustand ist, befinden sich in der konkreten Planung.

25-Jahre Rückblick, fünf Bürgermedallien, Bauvorhaben und zahlreiche Bürgeranliegen

Bezüglich Letzterer äußerten einige Bürger Befürchtungen, dass eine Vollsperrung zum Verkehrskollaps inAltötting führen würde und dass darüber hinaus auch Anliegerstraßen, wie der Mosackerweg, dringender Reparatur bedürften. Hofauer zeigte sich stolz über den Baufortschritt im neuen Gewerbegebiet südlich der Bahnlinie nach Burghausen. Darüber hinaus gebe es erste Gespräche mit der Nachbarstadt Neuötting, über ein gemeinsames Gewerbegebiet in der Kiesgrube: „Das wird das bisher größte zusammenhängende Gewerbegiet Altöttings!“, erklärte Hofauer.

Aber auch direkt südlich der Kiesgrube, an der ehemaligen B12, wird derzeit das Altöttinger Klinikum um einen Operationstrakt erweitert. „Da steigt dann auch die Bettenzahl auf knapp über 500, womit wir aber immer noch ein vergleichsweise kleines Schwerpunktzentrum sind!“, erklärte Landrat Erwin Schneider die 120 Millionen Euro teure Investition des Kreises.

Landratsamt plant weitere Investitionen in Bildungseinrichtungen

Auch in Bezug auf weiterführende Schulen würde das Landratsamt in Altötting weitere Investitionen von knapp 30 Millionen Euro planen, wofür Schneider aber noch keine konkreten Details nennen konnte. Dafür bekräftigte er nochmals seine Gegnerschaft, gegen eine zusätzliche Biomülltonne und untermauerte dies mit einem umstrittenen ökologischen Vorteil bei gleichzeitiger Kostenverdopplung: „Die wird es nur über meine politische Leiche geben!“, so Schneider.

Viele Bürger gaben anschließend Anregungen zu geben und stellten Fragen. Eine Blühwiese auf dem Kapellplatz im Sinne des gescheiterten Volksentscheids vom Frühjahr, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Ausfallstraßen und konkrete Hinweise auf Nachlässigkeiten bei der Pflege städtischer Grünanlagen.

Kritik übte Eva Dalhof als Sprecherin entrüsteter Hundehalter am Stadtratsbeschluss, dass im Gries künftig Leinenpflicht für große Hunde herrscht. „Wir werden keine Knöllchen verteilen, dabei geht es um Haftungsfragen!“, betonte Bürgermeister Hofauer über die Pflicht, die nur am Kapellplatz und im Gries herrsche.

Die mit der Bürgermedallie ausgezeichnete Mechthild Wewerka regte mehr sozialen Wohnungsbau an. Bürgermeister Hofauer verwies in diesem Zusammenhang auf laufende Gespräche bezüglich einer Immobilie in der Trostberger Straße, sowohl mit einer Waldkraiburger Genossenschaft sowie der SauRiassl GmbH.

pbj

Zurück zur Übersicht: Stadt Altötting

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT