Bürgermeisterkandidat Herbert Hofauer (Freie Wähler)

"Ich fühle mich unserer Stadt verpflichtet"

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Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer, Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler.

Altötting - "Ich habe immer Wort gehalten und offen gesagt, was ich denke": Altöttings Erster Bürgermeister Herbert Hofauer strebt am 16. März seine Wiederwahl an.

Herbert Hofauer (Freie Wähler) ist der amtierende Bürgermeister der Kreisstadt Altötting. Auch 2014 tritt er wieder zur Wahl an, er hat zwei Gegenkandidaten. Wir haben Herbert Hofauer einige Fragen zu seinen politischen Zielen und seinem Programm für die kommenden sechs Jahre gestellt - ein Wahlsieg freilich vorausgesetzt. Hofauers Konkurrenten bei der Kommunalwahl sind Hubert Rothmayer (SPD) und Günther Vogl (Republikaner).

Welche politischen Schwerpunkte möchten Sie in den nächsten sechs Jahren setzen?

Ich möchte gemeinsam mit der Altöttinger Bürgerschaft und den Kräften des Altöttinger Stadtrates unsere Heimatstadt weiter voranbringen und in eine gute Zukunft führen. Schule und Bildung, Vereine und Verbände, moderne Kindertagesstätten, eine bedarfsgerecht Infrastruktur, innovative Formen einer preiswerten und nachhaltigen Energieversorgung und eine weiterhin erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt, in der alle Bürgerinnen und Bürger gut leben können, stehen im Mittelpunkt meiner Bemühungen.

Welche wirtschaftliche Entwicklung wünschen Sie sich für Ihre Stadt und wie wollen Sie diese unterstützen?

Eine aktive Ansiedlungspolitik, eine gut durchdachte Bauleitplanung, die Förderung weicher Standortfaktoren, eine leistungsfähige Stadtverwaltung und ein schnelles und qualitätsvolles Verwaltungshandeln sind wohl die wichtigsten Faktoren einer guten wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Die aktive Förderung von Wallfahrt und Tourismus gehören ebenso dazu wie die Bereitstellung von ausreichenden Grundstücksflächen, insbesondere nach Fertigstellung der Bundesautobahn A 94. Ebenso zählen zu ganz konkreten Maßnahmen eine weiterhin bestmögliche Zusammenarbeit mit den Verbänden der örtlichen Wirtschaft, weitere Maßnahmen der Städtebauförderung für die Attraktivitätssteigerung unserer Innenstadt und eine gute Fortentwicklung des im vergangenen Jahr eröffneten Kultur + Kongress Forum Altötting mit der damit verbundenen Umwegrendite für Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie.

Wie möchten Sie sich für eine bessere Verkehrsanbindung in der Region einsetzen?

Es gilt den mehr als vier Jahrzehnte währenden Kampf um eine Fertigstellung der Bundesautobahn A 94 fortzusetzen. Ebenso bedarf es einer schnellstmöglichen Verwirklichung des Ausbaus der Bahnstrecke München-Mühldorf-Altötting-Burghausen sowie einer bedarfsgerechten Anbindung unseres Raumes an den Flughafen in Freising, auf der Straße und auf der Schiene. Alle nur erdenklichen Initiativen für diese große Zukunftsfrage unseres Raumes sind nach Kräften zu unterstützen.

Welche Bildungsangebote braucht die Region?

Schon seit Jahren kämpfen wir im Landkreis Altötting um die Schaffung einer universitären Einrichtung oder einer Hochschule in unserem Landkreis. Eine derartige Bildungseinrichtung würde der Tatsache Rechnung tragen, dass in unserem Landkreis hochleistungsfähige Industriebetriebe tätig sind. Hinsichtlich der Schaffung einer Hochschule in unserer Region ist der Landkreis Altötting in der Vergangenheit immer links liegen gelassen worden.

Wie kann es in der Stadt langfristig bezahlbaren Wohnraum geben?

Ebenfalls durch eine durchdachte und zukunftsorientierte Bauleitplanung, aber auch durch Unterstützung beim Wiederverkauf älterer Immobilien. Außerdem ist es mein Ziel, die Altöttinger Fernwärmeversorgung aus erneuerbaren Energien mittel- und langfristig in alle Stadtteile auszubauen. Mein Ziel ist nicht ein sprunghafter Anstieg unserer Stadtbevölkerung sondern ein beständiges und nachhaltiges Wachsen. Besonders liegt mir ein ausreichendes Angebot an preisgünstigem Wohnraum und preiswerten Baugrundstücken für Familien am Herzen. Auch die besonderen Anforderungen an Wohnraum für ältere Menschen werden uns im Hinblick auf den demographischen Wandel besonders beschäftigen.

Welche politischen Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen?

Konkret wird es in den nächsten sechs Jahren um die Renovierung unseres Bahnhofsgebäudes gehen, um die Neugestaltung verschiedener Straßen in der Innenstadt, um Fragen des Hochwasserschutzes am Mörnbach, um den Bau einer Entlastungsstraße zur Mühldorfer Straße, um die Sanierung einer alten Mülldeponie im Osten unserer Stadt. Fragen einer bestmöglichen Ausstattung unserer Schulen und Kindertagesstätten liegen mir ebenso am Herzen wie der weiterhin notwendige Ausbau von Wallfahrt und Tourismus. Ein möglichst breitgefächertes Angebot an kulturellen Veranstaltung zählt ebenso dazu wie ein größtmöglicher Erfolg unseres Kultur + Kongress Forum Altötting. Und ganz besonders liegt mir auch künftig die Förderung unserer Vereine und Verbände am Herzen, die das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt so maßgeblich prägen und bereichern und Garanten für ein bürgerschaftliches und soziales Leben in unserer Stadt sind.

Welchen Politikstil möchten Sie im Rathaus prägen?

Ich möchte gerne den bisherigen Politikstil fortsetzen. Im Altöttinger Stadtrat steht nie die Parteipolitik im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Suchen nach der für die Bevölkerung und für unsere Stadt besten Lösung. Engagierte Stadträtinnen und Stadträte aller Fraktionen arbeiten mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung vertrauensvoll und gut zusammen, auch ein Geheimnis des Erfolges unserer Stadt. Unsere Arbeit muss auch in der Zukunft transparent und glaubwürdig sein, ehrlich und offen. Ich verstehe mich mit meiner engagierten Stadtverwaltung als Dienstleister für die Bürgerschaft und das soll auch künftig so sein. Ich will nicht einsame Entscheidungen von meinem Schreibtisch aus treffen sondern weiterhin mitten unter den Menschen sein und auf die Meinung der Altöttinger Bürgerinnen und Bürger hören.

Was ist an der Stadtentwicklung der letzten Jahre positiv?

Besonders positiv ist sicherlich, dass wir unsere Einwohnerzahl von geringen Schwankungen abgesehen in den letzten Jahren halten konnten. Wir brauchen uns auch mittelfristig keinerlei Gedanken über die Schließung von Schulklassen oder Kindergartengruppen machen. Es gelang uns, ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen aufzubauen und preiswerte Baugrundstücke auszuweisen. Unsere Schulen leisten eine ganz hervorragende und allgemein anerkannte Arbeit für unsere Kinder und Jugendlichen. Der Neubau des Kultur + Kongress Forum Altötting hat unsere Stadt auf eine neue Ebene gehoben. Vielfältige Veranstaltungen finden dort statt, bundes- und landesweite Tagungen und Kongresse, kulturelle Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen usw. Unser Konzept einer möglichst multifunktionellen Veranstaltungsstätte geht auf. Auch der Bau der neuen Dreifachsporthalle an der Burghauser Straße zusammen mit dem Landkreis Altötting ist ein weiteres Highlight in unserer Stadt für den Schul- und Breitensport. Die Zuschussmittel der Städtebauförderung haben uns in die Lage versetzt, gerade im Innenstadtbereich vielfältige Verbesserungen umzusetzen, durch die Planung und Gestaltung des Umfeldes des Kultur + Kongress Forum Altötting ist ein ganzes Stadtquartier sehr schön neugestaltet worden.

Was hätte man in den letzten Jahren besser machen können?

Gewisse Defizite hat die Stadt Altötting in der Bereitstellung von preiswerten Gewerbeflächen. Hier sind wir mangels einer entsprechenden Angebotssituation nur eingeschränkt konkurrenzfähig gegenüber manchen Nachbarkommunen. Mit dem Ablauf eines Bebauungsplanverfahrens in der Trostberger Straße bin ich sehr unzufrieden. Eine knappe Stadtratsmehrheit hat den notwendigen Satzungsbeschluss im vergangenen Jahr abgelehnt. Ich halte das für einen ausgesprochenen Fehler.

Warum sollten die Wähler gerade Ihnen das Vertrauen geben?

Weil ich in meinen politischen Aussagen immer Wort gehalten habe, weil ich offen gesagt habe, was ich denke, und getan habe, was ich gesagt habe. Ich übe das Altöttinger Bürgermeisteramt nun seit 19 Jahren mit Herzblut, Fleiß, Verlässlichkeit und großer Freude aus, ich glaube, ich habe glaubhaft bewiesen, dass mir an unserer Heimatstadt und ihren Menschen wirklich viel liegt. Und weil ich noch vieles vorhabe in diesem Amt, mit Engagement und Sachverstand. Weil ich unser Altötting und seine Menschen liebe und mich unserer Stadt verpflichtet fühle.

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