Bürgermeisterkandidat Günther Vogl (Republikaner)

"Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung"

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Möchte Altöttings neuer Bürgermeister werden: Stadtrat Günther Vogl (Republikaner).

Altötting - "Weil ich unverbraucht bin und neue Ideen habe": Günther Vogl (Republikaner) möchte Altöttings neuer Erster Bürgermeister werden.

Günther Vogl (Republikaner) ist einer von drei Bürgermeisterkandidaten in der Kreisstadt Altötting. Wir haben ihn gefragt, welche wirtschaftliche Entwicklung er sich für Altötting wünscht und welche Bildungsangebote die Region braucht. Gegenwärtig sitzt Günther Vogl als einziges Mitglied seiner Partei im Stadtrat. Die weiteren Kandidaten sind Herbert Hofauer (Freie Wähler) und Hubert Rothmayer (SPD).

Welche politischen Schwerpunkte möchten Sie in den nächsten sechs Jahren setzten?

  • Abbau der Verschuldung, dazu Entwicklung eines Konzeptes
  • Gewerbeansiedlung aktiv angehen
  • Erstellung eines innerörtlichen Verkehrskonzeptes

Welche wirtschaftliche Entwicklung wünschen Sie sich für die Stadt und wie wollen Sie diese unterstützen?

Altötting blutet immer mehr aus und ist zum Einkaufen unattraktiv. Es soll versucht werden die Bahnhofstraße zu beleben, mehr Geschäfte in Altötting anzusiedeln. Man kann auch begrenzt mit einer Reduzierung der Gewerbesteuer locken.

Wie möchten Sie sich für eine bessere Verkehrsanbindung in der Region einsetzen?

Das liegt nicht in der Verantwortung des Bürgermeisters. Jedoch können Gespräche mit übergeordneten Stellen sowie den regionalen Abgeordneten im Land- und Bundestag geführt werden. Wir brauchen die A94, den zweigleisigen Ausbau der Bahn und eine vernünftige Anbindung zum Flughafen München.

Welche Bildungsangebote braucht die Region?

Mit Bildungsangeboten ist die Region bereits gut abgedeckt. Die VHS sollte nicht in Randgebiete abdriften.

Wie kann es in der Stadt langfristig bezahlbaren Wohnraum geben?

Eine Möglichkeit ist es, das Grundstück über eine sogenannte Erbpacht zu erwerben. Bei Nachfrage müsste man dahingehend aktiv werden. Wenn möglich sollte die Stadt Grundstücke günstig erwerben und dann weitergeben. Bauträger müssen Bauvorhaben einreichen, die auf der einen Seite ins Stadtbild passen und auf der anderen Seite ökonomisch vertretbar sind. Staat und Land müssen mehr für Wohnbauförderung tun. Bedenke: auch die Nebenkosten wirken sich aus (Strom, Heizung, Müll, Abwasser...), sind wie eine zweite Miete.

Welchen Politikstil möchten Sie im Rathaus prägen?

  • Wir brauchen mehr Miteinander und weniger autoritäres Handeln.
  • Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung, mehr Demokratie und eine rationelle Politik über die Parteigrenzen hinweg.
  • Wir sollten die Bürger mehr informieren, Protokolle der öffentlichen Sitzungen online stellen, weniger Punkte nichtöffentlich behandeln.
  • Bürgerbefragung bei größeren Objekten

Was ist an der Stadtentwicklung der letzten Jahre positiv?

  • Die Schaffung von Wohnraum durch Ausweisung von Baugebieten
  • Errichtung der Dreifachturnhalle
  • Energetische Sanierung der Schulen

Was hätte man in den letzten Jahren besser machen können?

Statt enorm viel Geld, Zeit und Arbeitskraft in das Kultur + Kongress Forum zu stecken, das dauerhaft rote Zahlen schreiben wird, hätte man seine Kraft und Geld besser in eine aktive Gewerbeansiedlung gesteckt und Altötting attraktiver zum Einkaufen und Verweilen gemacht. Es fehlt immer noch ein Verkehrskonzept.

Warum sollten die Wähler gerade Ihnen das Vertrauen geben?

Weil ich unverbraucht bin, neue Ideen habe und die Bürger besser einbinden möchte.

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