Neuer Schwerpunkt Maschinenbautechnik

"Eine Bereicherung für den Standort Altötting"

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MdL Ingrid Heckner und Landrat Erwin Schneider im Gespräch mit der Führungsetage der Beruflichen Schulen Altötting
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Altötting - Zusammen mit MdL Ingrid Heckner und Landrat Erwin Schneider, stellte der Schulleiter der Beruflichen Schulen das neue Highlight für das kommende Schuljahr vor:

Mit rund 3.800 Fachschülern in Bayern im Bereich Maschinenbau, rangiert die Fachrichtung deutlich an erster Stelle. Auf Platz zwei folgt die Elektrotechnik mit rund 2.000 Schülern. An den Beruflichen Schulen in Altötting gehört dabei die Lehre von Strom, Spannung und Widerstand bereits seit geraumer Zeit zum Lehrplan. Ab dem kommenden Jahr wollen die Altöttinger aber auch im Bereich der Maschinenbautechnik mitmischen. Was dazu jedoch noch nötig ist:

10 Plätze für das erste Schuljahr frei

Die finanzielle Unterstützung sicherte Landrat Erwin Schneider für das Schuljahr 2016/17 bereits am Montag zu

Bereits seit dem Jahr 2009, nach einer ersten Anfrage am Kultus-Ministerium, spielt Schulleiter Carlo Dirschedl bereits mit dem Gedanken, das Profil seiner Schule weiter auszubauen. Damals, erinnerst sich Dirschedl, stand der Standort noch vor der Entscheidung zwischen Metall- und Elektrotechnik. Nach kurzen Gesprächen mit Landrat Erwin Schneider habe man schließlich frei entscheiden dürfen, das Landkreis-Oberhaupt signalisierte seine Zustimmung in Sachen Finanzen. Nachdem sich die Resonanz zur Techniker-Ausbildung prächtig entwickelt habe, freue man sich nun umso mehr, ab September 2016 eine weitere Fachrichtung zur Wahl stellen zu können.

Insgesamt 10 Plätze stehen dann im Fach Maschinenbautechnik zur Verfügung. Carlo Dirschedl rechnet dabei in den ersten Jahren mit einer Vollauslastung. Das besondere am neuen Lern-Zweig an den Beruflichen Schulen: Der Unterricht soll zunächst zusammen mit den Schülern des Bereichs Elektrotechnik in deren Räumlichkeiten stattfinden. Die Finanzierung zusätzlicher Gebäude und Fachräume stellte Landrat Erwin Schneider am Montag zwar in Aussicht, ein konkreter Termin für einen Neubau wurde jedoch noch nicht genannt.

Eingangsvoraussetzungen, Abschlüsse und Ausbildungsinhalte

Neueste Maschinen-Technik soll den Schülern in der Ausbildung zugute kommen. Eigene Räumlichkeiten sollen jedoch erst in Zukunft folgen

Entweder ein Abschlusszeugnis der Berufsschule, eine Berufsausbildung im Fachbereich Metalltechnik und mindestens ein Jahr Berufserfahrung, oder mindestens sieben Jahre einschlägige Berufserfahrung, müssen Bewerber für den Zweig Maschinenbautechnik künftig mitbringen. Nach erfolgreichem Bestehen des ersten Ausbildungsjahres ist die sogenannte Fachschulreife erreicht. Am Ende der Schule steht dann der staatlich geprüfte Techniker für Maschinenbautechnik und, mit einer schriftlichen Ergänzungsprüfung in Mathematik sogar die Fachhochschulreife. Auch Ausbilderscheine und externe IHK-Prüfungen sollen dabei möglich sein.

Ziel der Ausbildung soll es sein, Aufgabenfelder in der mittleren Führungsebene in Produktion und Wirtschaft mit den Absolventen zu besetzen. Neben den Grundlagenfächern zum Erlangen der Hochschulreife, wird besonderer Wert auf ein breites Spektrum an technischen Fächern wie Werkstoffkunde, Mechanik, Fertigungsverfahren und zum Beispiel auch Steuerungstechnik gelegt. Zudem können sich die Schüler zwischen einer Reihe Wahlpflichtfächern entscheiden; von Qualitäts- und Umweltmanagement über Automatisierungstechnik bis hin zu Berufs- und Arbeitspädagogik.   

"Bessere Basis kann man nicht schaffen"

Sichtlich stolz zeigten sich auch die Vertreter der Politik über die Entwicklungen am Bildungsstandort Altötting. Landrat Erwin Schneider und MdL Ingrid Heckner lobten die Anstrengungen der Schulleitung und begrüßten den Zuwachs an den Beruflichen Schulen. "Auf eine bessere Basis können wir uns am Standort Südost-Oberbayern nicht stellen", attestierte Landrat Erwin Schneider. Für die kommenden Jahre kündigte der Landrat darüber hinaus umfassende Investitionen in FOS und BOS an, schlicht "weil sie notwendig sind", so Schneider weiter.

"Eine Bereicherung für den Schulstandort Altötting.(...) Wir wollen dabei aber keinesfalls in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen treten. Wir wollen lediglich eine vielfältige Bildungslandschaft bieten", erklärte auch MdL Ingrid Heckner. Durch "aktives Vorankommen", wolle man schließlich künftig mit der Wirtschaft und den Betrieben "gemeinsam ans Ziel" kommen.        

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