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Antrag zum Stromsparen in Altötting

Tiefbauamtsleiter Wiesinger: „Wenn nachts in den Straßen Licht brennt, ist das wichtig für die Psyche“

Laterne (LED) am Kapellplatz in Altötting. Sollte sie nachts abgeschaltet werden
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Laterne (LED) am Kapellplatz in Altötting. Sollte sie nachts abgeschaltet werden?

Mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung von Altötting wollte Marcel Seehuber (Die Liste) zusätzlich Energie sparen: Man könnte doch nachts die Straßenlaternen ausschalten. Denn die meisten Menschen schlafen zu dieser Zeit. Tiefbauamtsleiter Richard Wiesinger erteilte dem Ansinnen eine Absage. Der Grund dafür hat mit Stromverbrauch nichts zu tun.

Altötting - Wenn nachts die Basilika St. Anna oder die Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob mit einem Strahler angeleuchtet werden, hat die Stadt damit nichts zu tun: „Das sind private bzw. kirchliche Liegenschaften und die Träger entscheiden, was sie wie beleuchten wollen“, so Altöttings Tiefbauamtsleiter Richard Wiesinger. Doch die „normale“ Straßenbeleuchtung mit Laternen und Lampen kann die Stadtverwaltung automatisch ein- und ausschalten lassen - das läuft über eine Zeitschaltung und kann pro Straßenzug einzeln programmiert werden. Auch die Laternen am Kapellplatz gehören dazu.

Wand-Beleuchtung im Stadtzentrum von Altötting.

Wie wäre es, wenn man die Beleuchtung zur Schlafenszeit der Bürger komplett ausschaltet, um Strom zu sparen? Denn im Zuge der Energiekrise sollen alle Bürger und Stadtverwaltungen Einsparpotenziale prüfen. Das dachte sich Stadtrat Marcel Seehuber und stellte diese Anfrage an Tiefbauamtsleiter Wiesinger im Kultur- und Kongressforum am 11. Mai. Der nannte Zahlen, „dass Laternenlicht bereits maximal gedimmt wird“, lehnte aber den Antrag ab. Der Grund: „Aus psychologischer Sicht ist eine grundsätzliche Beleuchtung wichtig für die Bevölkerung. Einige Menschen könnten Angst bekommen, wenn die Stadt komplett im Dunkeln gelassen wird.“

Bayernwerk AG musste Modellversuch in zwei Kommunen wieder beenden

Normalerweise schlafen die meisten Bürger tatsächlich zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens. Aber eben nicht alle. Sicherheit und Psyche spielen ebenfalls eine Rolle. Wiesinger: „Die Bayernwerk AG, unser Stromlieferant, hat eine solche Abschaltung in zwei Modellversuchen in Bayern getestet. In beiden Fällen musste die Entscheidung aus genannten Gründen wieder zurückgenommen werden.“ Der Sicherheitsaspekt kommt dazu. Denn einzelne Fußgänger und Radfahrer - die zum Beispiel Nachtschicht arbeiten oder im Morgengrauen nach Hause gehen - können sich bei aktivierter Straßenbeleuchtung besser und sicherer im öffentlichen Raum bewegen.

Straßenbeleuchtung hinter dem Hotel „Zur Post“ in Altötting. Im Hintergrund die Turmspitzen der Stiftspfarrkirche.

Stadt Altötting spart bereits maximal beim Strom

Tatsächlich spart die Stadt Altötting - so wie die meisten Kommunen in Oberbayern - maximal Strom ein, wenn es um die Straßenbeleuchtung geht. Wiesinger: „Alle 1.666 Lampen/Laternen der Straßenbeleuchtung in Altötting wurden 2017 auf LED umgerüstet. 1.370 Leuchten im Stadtgebiet strahlen von 1 Uhr nachts bis 5 Uhr morgens um 50 Prozent leistungsreduziert.“ Von den insgesamt 1.800 Lampen im öffentlichen Raum seien einige „Sonderleuchten dabei, zum Beispiel in Unterführungen, die nicht ohne weiteres umrüstbar sind“.

Zum Vergleich: Im Jahr 2017 verbrauchte die Stadt Altötting 458.000 Kilowatt-Stunden (kWh) Strom pro Jahr. Im Jahr 2022 beträgt der Verbrauch nur noch 260.000 kWh pro Jahr.

-rok-