„Shrines of Europe“ geht den nächsten Schritt

Der Altöttinger "Jakobsweg"? - Stadt stimmt für Kulturroute

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Altötting – Einstimmig hat der Altöttinger Stadtrat dem Beitritt der neuen Organisation „Shrines of Europe – Asociation of European Shrine Cities“ zugestimmt. Damit sollen mehr Touristen in den Wallfahrtsort kommen.

Bereits 1996 gründeten sich die „Shrines of Europe“, wesentlich auf die Initiative der Stadt Altötting. Die Gemeinschaft besteht aus den wichtigsten europäischen Marienwallfahrtsorten. Dazu gehören neben der Kreisstadt Fatima (Portugal), Lourdes (Frankreich), Loreto (Italien) und Tschenstochau (Polen) – 2004 trat Mariazell (Österreich) und 2017 Einsiedeln (Schweiz) bei. In diesem Jahr wurden Kontakte zu Bethlehem geknüpft, das der Arbeitsgemeinschaft beitreten will.

Doch um eine sogenannte Europäische Kulturroute, wie es der Jakobsweg ist, zu erhalten, müsste laut Bürgermeister Herbert Hofauer eine offizielle Organisation gegründet werden. „Anders als beim Jakobsweg wird es keinen gemeinsamen Weg geben, das gemeinsame Thema spielt dabei aber eine wichtige Rolle“, erklärt Hofauer.

Nach einer möglichen Anerkennung als Europäische Kulturroute würde der Zugang zu EU-Fördermittel erleichtert werden, das wiederum für gemeinsame Projekte genutzt werden könnte. Aber auch einen Marketingmehrwert verspricht sich die Stadt durch diese Maßnahme.

Hofauer: "Langfristige Sicherung der Beziehungen“

Durch die neue Organisation sollen zudem die gemeinsame Aktivitäten verbessert werden – von einer losen Arbeitsgruppe zu einer offiziellen Rechtspersönlichkeit. Daher wurden gemeinsame Statuten erarbeitet. „Dadurch erreichen wir auch eine langfristige Sicherung der Beziehungen“, ist sich Hofauer sicher.

Für Ulrike Kirnich, Abteilungsleiterin Wallfahrts- und Tourismusbüro, eröffnet die neue Organisation ganz neue Möglichkeiten, noch mehr Touristen nach Altötting zu lotsen: „Ohne diesen Schritt bleiben wir ein bayerischer Wallfahrtsort. Mit dieser Organisation dagegen hätten wir ein internationales Netzwerk, von dem wir profitieren können.“

10.000 Euro jährlich wird der Mitgliedsbeitrag anfangs für die Gründungsmitglieder betragen. Die Bürgermeister der sieben Wallfahrtsorte sind zudem im Komitee, das die zukünftigen Entscheidungen treffen wird. Eine Aufnahme von neuen Mitgliedern sei denkbar, allerdings werde man nur einen Marienwallfahrtsort pro Land aufnehmen. Bei Zustimmung aller Orte für diese neue Organisation soll diese dann im März 2020 gegründet werden.

jz

Rubriklistenbild: © picture alliance

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