Ärger im Altöttinger Stadtrat

"Dummheit" und "Zensur": Autor beleidigt Büchereileiterin

Altötting - Die Zeitungsanzeige eines Altöttinger Autors erhitzte die Gemüter bei der Stadtratssitzung am Mittwoch. Der Autor ärgerte sich darüber, dass sein Werk nicht in das Sortiment der Stadtbibliothek aufgenommen wurde uns schaltete eine Anzeige - mit Folgen.

Im Juli vergangenen Jahres stellte Günther Vogl sein Werk "Die erfundene Katastrophe" öffentlich vor. Das Buch thematisiert den Klimawandel, der laut Vogl "weit weniger dramatisch" sei, als dargestellt, so heimatzeitung.de.

Jetzt sorgte das Buch für Ärger im Stadtrat. Der Grund: Büchereileiterin Sonja Zwickl weigert sich gegen die Aufnahme des Bandes in den Bestand der Stadtbücherei. Das veranlasste den Autor dazu, eine Anzeige in der Zeitung zu schalten, in der von "Dummheit" und "Zensur" die Rede ist.

Bei der Stadtratssitzung am Mittwoch, an der auch Vogl als Parteimitglied der Republikaner teilnahm, verwahrte sich Bürgermeister Herbert Hofauer entschieden gegen Vogls Vorwürfe, über die er "bestürzt" und "verärgert" sei, berichtet Heimatzeitung.de weiter. Vogls Angriff sei "unverschämt", Zwickl eine herausragende Mitarbeiterin. Der Autor solle sich überlegen, ob er weiterhin "mit der Hacke durchs Land rennen" wolle. Er forderte zudem eine Entschuldigung.

Vogl sehe sich nur allzu gern in der Rolle des Märtyrers, es gehöre jedoch zur Aufgabe der Büchereileitung, zu entscheiden, welche Werke in das Sortiment aufgenommen werde und welche nicht. Was die Altöttinger tatsächlich lesen, das sei eine ganz andere Frage.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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