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Hat schon, unter anderem, mit P!NK und Alicia Keys gearbeitet

Gebürtige Altöttingerin gründet eigenes Musik-Startup

Alexandra Kraus. Die gebürtige Altöttingerin hat vor kurzem ihre eigene Musik-Agentur „meshmusic“ gegründet.
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Alexandra Kraus. Die gebürtige Altöttingerin hat vor kurzem ihre eigene Musik-Agentur „meshmusic“ gegründet.

Altötting/Unterhaching - Die gebürtige Altöttingerin Alexandra Kraus hat kürzlich ihre eigene Musik-Agentur „meshmusic“ gegründet. Im Gespräch mit innsalzach24.de berichtet Sie, wie die Idee dazu kam und wie sie ihr Werdegang zu dieser Entscheidung geführt hat.

innsalzach24.de: Was ist „meshmusic“?

Alexandra Kraus: meshmusic ist eine Agentur für Musik-Marketing und -Promotion. Wir unterstützen Künstler bei der Vermarktung und Bekanntmachung ihrer musikalischen Werke. Allerdings müssen die Künstler beziehungsweise Musiker bereits ein gewisses Level an Professionalität und auch Reichweite erreicht haben.

Wie sind Sie auf die Idee für „meshmusic“ gekommen?

Die Idee lag nahe, denn den Beruf der Produktmanagerin im Bereich „recorded music“ (Anmerkung der Redaktion: Engl. für „Aufgezeichnete Musik“) habe ich schon die letzten 20 Jahre ausgeübt. Allerdings für große Labels wie Virgin und Sony Music. Zuletzt war ich für RCA Records tätig, ein Label des Sony-Konzerns. Leider sind die Sony-Labels alle nach Berlin gezogen und ich wollte nicht erneut aus Bayern weg und habe mich deshalb für die Selbständigkeit entschieden.

Woher kommt der Name?

meshmusic kommt aus dem Englischen von „to mesh” – „vermaschen, ineinandergreifen, zusammenpassen”.  Es heißt einfach, dass hier lauter Leute zusammenarbeiten, die die gleichen Werte teilen, eingespielt sind und deshalb einen guten Job machen.

Was für ein Unternehmen ist es?

Eine Agentur, die als GmbH gegründet wurde. Ein klassisches StartUp-Unternehmen mit einem, meiner Ansicht nach, zukunftsfähigen Geschäftsmodell in einer sich stark verändernden Branche.

Wie viele Mitarbeiter hat es?

Wir sind in erster Linie ein Netzwerk aus Branchenprofis, die sich zusammengeschlossen haben. Es sind aktuell 10 Kollegen, davon zwei Feste – alle anderen sind Freiberufler, die auch andere Arbeitgeber haben.

Was ist ihr beruflicher Hintergrund?

Wie erwähnt, arbeite ich schon über 20 Jahre in der Musikbranche. Angefangen hatte es bei Radio Energy, dann habe ich zu Virgin Schallplatten gewechselt und mich von dort aus langsam nach oben gearbeitet. Von der Assistentin zum Head Of International Marketing RCA [Anm. d. Red.: Engl. „Leiterin des internationalen Marketings“]. Ich habe im Laufe der Jahre mit und für Künstler wie P!NK, Alicia Keys, die Backstreet Boys, Depeche Mode, Rag’n’Bone Man, Gossip und vielen anderen gearbeitet. Wenn man den Job findet, der wirklich Spaß macht, dann ist tatsächlich alles möglich. Meist hat es sich nicht nach Arbeit angefühlt. Wenn das der Fall ist, weiß man – man ist richtig. Und man muss auch nicht aus Berlin oder einer Großstadt sein – die Herkunft spielt keine Rolle. Entscheidend ist das Engagement und die Leidenschaft bei dem, was man tut. In meinen letzten zwei Jahren habe ich beispielsweise auch eine Produktmanagerin aus Traunstein angestellt. Sie bringt das alles mit und hat mich sehr an mich selbst erinnert.

Ursprünglich stammen Sie ja aus Altötting. Was verbindet Sie heute noch mit ihrer Herkunftsstadt?

Ich bin in Altötting geboren, aufgewachsen bin ich aber größtenteils in Neuötting. Dort ging ich auch zur Schule. Irgendwie war ich immer viel „unterwegs“. Auch in Burghausen haben wir mal kurz gewohnt. Vom Internat in Heiligenstadt, zu der Zeit wohnte ich in Teising, ging es weiter nach Simbach … dann hat es mich nach Mühldorf am Inn verschlagen, von dort nach München, dann war ich zwei Jahre mit Virgin in Berlin und dann bin ich für Sony Music zurück nach München. Mit dem Landkreis Altötting und Mühldorf am Inn verbinden mich nach wie vor die Leute. Die Freundschaften sind über 30 Jahre alt und ich hänge sehr an diesen Personen. Deshalb ist es mir wichtig, diese Freundschaften zu pflegen, weshalb ich auch versuche, regelmäßig „runter“ zu fahren.

Wie hat Sie ihre Herkunft eventuell beruflich geprägt?

Ich weiß nicht, inwieweit mich meine Herkunft in die richtige Richtung geschubst hat. Auf jeden Fall hat mein Herz immer sehr für Musik geschlagen. In der Mühldorfer Zeit war ich viel mit der örtlichen Band English Connection unterwegs und ich denke, das war auf jeden Fall ein Schlüsselmoment. Zu der Zeit wurde mir klar – das ist mein Umfeld. Das macht mir Spaß – Musik muss es sein.

Was sind Ihre Pläne für meshmusic in der nächsten Zeit?

Der Plan ist, dass wir uns über die nächsten Jahre als Team national und international etablieren, gerne auch noch etwas vergrößern und uns der Ruf vorauseilt, dass wir ein vertrauenswürdiges Team sind, das immer das Bestmögliche für die Künstler rausholt

hs

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