15 Jahre lang Opfer betreut

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Verabschiedung der Vorsitzenden der Außenstelle Altötting des WEISSEN RINGS am 19.02.2013 im Landratsamt Teilnehmer v.l.n.r.: Frau Christl Meier, Frau Marianne Repelowski, Landrat Erwin Schneider, Nachfolger Herr Wolfgang Tupy, Frau Barbara Koeberle-Jändl Herr Markus Hergesell (Presse), Herr Gottfried Jändl

Altötting - 15 Jahre lang kümmerte sich Barbara Koeberle-Jändl um die Opfer von Straftaten. Die Außenstellenleiterin des Weissen Rings geht nun in den verdienten Ruhestand.

„Das passiert doch nicht mir!“ – diesen Gedanken zitierte Frau Barbara Koeberle-Jändl bei ihrer Verabschiedung, zu der Landrat Erwin Schneider am 19. Februar geladen hat. Ist uns nicht auch schon einmal dieser Gedanke durch den Kopf gegangen, wenn wir von einem Verbrechen gehört oder gelesen haben? Vielleicht war manch einer sogar schon einmal persönlich betroffen?

Frau Koeberle-Jändl war immer da, wenn man sie brauchte. Fünfzehn Jahre lang kümmerte sie sich als Außenstellenleiterin des WEISSEN RINGS im Landkreis Altötting ehrenamtlich um Opfer von Straftaten. Ganz gleich, ob es sich beispielsweise um Mord, Beraubung, Vergewaltigung oder schwerer Körperverletzung handelt, Frau Koeberle-Jändl war als Ansprechpartnerin mit Rat und Tat zur Stelle.

Nun übergab sie zum 1. Januar die Außenstellenleitung weiter an ihren Nachfolger Herrn Wolfgang Tupy, und darf dabei mit Stolz auf sehr erfolgreiche ehrenamtliche Jahre zurückblicken. In ihrer langen Dienstzeit, die am 1.1.1997 begann, besuchte sie zunächst viele Seminare. Außerdem koordinierte sie die Opferhilfearbeit, organisierte Opferhelfer-Treffen, arbeitete selbst als Opferhelferin und baute kontinuierlich die Qualität der Altöttinger Außenstelle aus.

Koeberle-Jändl betreute zum Teil selbst die Opfer

Insgesamt wurden 450 Fälle vom WEISSEN RING entgegengenommen und teilweise von Frau Koeberle-Jändl persönlich betreut. Für diese Opferfälle wurden zusammen 140.000 € finanzielle Hilfeleistung ausgegeben. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit wendete sie 2.500 weitere Stunden für diese ehrenamtliche Tätigkeit auf, die Telefonberatung für die Hilfesuchenden ist hier noch gar nicht miteingerechnet. Mit ihrem eigenen PKW fuhr sie in dieser Zeit insgesamt ca. 25.000 km.

So ist es nicht allzu verwunderlich, dass Frau Koeberle-Jändl nicht nur im WEISSEN RING, sondern auch in ihrem Bekanntenkreis ein hohes Ansehen genießt und viel Respekt und Bewunderung für ihr Engagement erntet.

Opfer von Gewalttaten benötigen sensible und umsichtige Hilfe. Ziel der Organisation ist es in erster Linie, den Menschen nach einem Verbrechen Betreuung und Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren, sowie ihnen polizeilichen, gerichtlichen und finanziellen Beistand zu leisten.

Aus diesem Grund erscheint Frau Koeberle-Jändls Arbeit und die des WEISSEN RINGS kaum in unseren Medien und spricht sich auch sehr wenig herum.

Landrat Erwin Schneider zeigte sich sehr erfreut über Frau Barbara Koeberle-Jändls Einsatz: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir Frau Barbara Koeberle-Jändl jahrelang als Ansprechparterin hier im Landkreis Altötting hatten und sind überzeugt, in Herrn Wolfgang Tupy einen würdigen Nachfolger zu haben.“

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

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