Grüne: Pkw-Maut vernünftig angehen

Altötting - Der Kreisverband der Grünen hat eine klare Meinung zum CSU-Vorschlag "Pkw-Maut für ausländische Autofahrer". Sie sehen dahinter populistische Absichten.

Rücken Wahlen näher, schrecken manche CSU-Vertreter selbst beim Thema Verkehrspolitik nicht davor zurück, unterschwellig Stimmung gegen Menschen aus anderen Ländern zu machen -in dieser Ansicht sehen sich die Grünen im Landkreis Altötting in Zusammenhang mit Aussagen von Stephan Mayer und Horst Seehofer bestätigt. Diese bekräftigten immer wieder - unter anderem unisono auf der Altöttinger Hofdult - ihr Ja zur Einführung einer Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen nur für ausländische Autofahrer.

Dazu erklärt Sofie Voit: "Als langjähriger Bundestagsabgeordneter und noch mehr als bayerischer Ministerpräsident weiß man sehr wohl, dass die EU so einen Plan sofort kassieren würde. Deutschland darf als Transitland nicht einfach nur die Durchfahrenden belasten. Und was beide in ihren Reden eh gleich weggelassen haben: Da der ausländische Verkehr nur rund fünf Prozent des Gesamtverkehrs ausmacht, würde uns der nötige Finanzschub daraus nichts bringen."

Nach Einschätzung der Direktkandidatin für den Bundestag würde die Ausweitung einer Lkw-Maut auf alle Straßen und bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen pro Fahrzeug wesentlich effektiver sein. Diese Ausweitung würde auch helfen, den Maut-Ausweichverkehr einzudämmen, der ja auch Südostbayern stark betrifft. "Wenn es nicht um Lösungen geht sondern um Populismus auf Kosten anderer, der in ihren Ohren schneidig klingt, ist die CSU immer schnell dabei. Der unzureichenden Verkehrsinfrastruktur und den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis hilft es leider nicht weiter".

Pressemitteilung Die Grünen, Kreisverband Altötting

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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