Unter 7 - über 70

Regenbogen überbrückt die Generationen-Kluft

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Altötting - „Aber griass di, i mog die sooo gern!“ - So klingt es alle 14 Tage, wenn die Kinder des Kindergartens Regenbogen zu Besuch ins Altöttinger BRK-Seniorenzentrum kommen.

Die regelmäßigen Besuche bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Zentrums haben schon eine mehrjährige Tradition und genießen bei Jung und Alt einen besonderen Stellenwert. Günstig ist die räumliche Nähe von Kindergarten und Seniorenzentrum, so dass die jeweils zwölf Kinder nur einen kurzen Fußmarsch zu „ihren“ Omas und Opas haben.

Immer im Wechsel bereiten Erzieherinnen des Kindergartens und Betreuungsmitarbeiterinnen des Seniorenzentrums die gemeinsamen Aktivitäten vor. Da wird geratscht, gemalt und gesungen, im Kreis mit dem Schwungtuch gespielt und gekegelt, oder im Jahreskreis Ostereier gefärbt und Weihnachtliches gebastelt. Zwischendurch stärken sich alle Beteiligten bei Obst und Saft oder Tee, wobei die Mädchen und Buben sehr darauf achten, dass die oft im Rollstuhl sitzenden Bewohner gut versorgt sind.

Für das Generationenprojekt haben die Hauptverantwortlichen sich in einem Kurs weitergebildet. Nach dem Motto „Unter 7 - über 70“ bekamen sie hier Methoden und Hinweise, wie etwa über das gemeinsame Singen alter und neuer Kinderlieder die Verbindung zwischen Kindern und Senioren gefördert werden kann. Besonders „Spiellieder“, wo Gesang und Bewegung miteinander verbunden werden, machen allen großen Spaß und ermuntern selbst recht immobile Senioren mitzumachen.

Auffallend ist, dass es offensichtlich zwischen sehr Jungen und sehr Alten so gar keine Berührungsängste gibt. Der Umgang miteinander ist ´ganz unverkrampft und im Lauf der Zeit entwickeln sich Vertrautheit und ein Austausch zwischen der Lebenswelt der Kinder heute und den Erinnerungen der Senioren an ihre eigene Kindheit.

„Wohlfühlen und Geborgenheit sind die Voraussetzungen für zufriedene Menschen. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen sind das Ziel dieser gemeinsamen Treffen. Wir wollen den Senioren ein wenig von ihrer Kindheit wiederschenken, sie können das Kind in sich wiederentdecken. Die Kinder werden sensibel für den anderen´, die Empathie gestärkt. Es verwischen die Grenzen zwischen den Generationen. Ich finde dieses Projekt sehr wichtig, da auch wir einmal die Senioren von morgen sind - und dann würde ich mich über einen so lieben Besuch auch freuen.“, so Sabine Eichinger-Mitterbauer, Leiterin des Regenbogen-Kindergartens.

Pressemitteilung BRK-KV Altötting

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