Wertstoffe besser verwerten

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Landrat Erwin Schneider (rechts) begrüßt den Fortschritt in der Verwertung von Abfällen.

Altötting - Ab Oktober will der Landkreis Altötting eine verbesserte Wertstoffverwertung einführen. Sperrige Gegenstände aus Kunststoff sollen so besser entsorgt werden.

Wer hat sich hier noch nicht gewundert? Verkaufsverpackungen aus Aluminium, Weißblech, Verbundmaterialien und Kunststoffen werden über den Gelben Sack gesammelt, während haushaltsübliche Gegenstände aus den gleichen Materialien, wie beispielsweise die alte Plastikküchenschüssel, der kaputte Wäschekorb, das ausgediente Kinderspielzeug - im Fachjargon als stoffgleiche Nichtverpackungen (StNVP) bezeichnet - in der Regel über die Restmülltonne zu entsorgen sind.

Dies will der Landkreis Altötting nun verbessern und startet dazu in Zusammenarbeit mit der in Neuötting ansässigen Firma Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG ein Projekt, in dem eine Fraktion der stoffgleichen Nichtverpackungen, nämlich die PE- / PP- / PS-Kunststoffe, getrennt erfasst und recycelt wird. Ab 2. Oktober können dann an den Wertstoffhöfen Plus E (mit Elektro-geräte-Annahme) in Alt- und Neuötting, Burghausen, Burgkirchen, Garching a. d. Alz und in Töging a. Inn ausgediente Haushaltsgegenstände aus PE-, PP- oder PS-Kunststoffen gebührenfrei abgeben werden.

Angenommen werden alle haushaltsüblichen Artikel, die mit PE (Polyethylen), PP (Polypropylen) oder PS (Polystyrol) gekennzeichnet sind und keine Verpackungen darstellen. Wie bei den Verpackungen gilt aber auch hier, dass diese restentleert und frei von Fremdanhaftungen sein müssen. Metallbügel bis zur Stärke eines Eimerbügels dürfen enthalten sein.

Beispiele für Gegenstände aus PE-, PP- oder PS-Kunststoff, die ab Oktober abgegeben werden können, sind:

Becher, Schüsseln, Gießkannen, Eimer, Kanister, Körbe, Wannen Kinderspielzeug (z.B. Bobby Car) ohne elektronische Bauteile Getränkekisten, Regentonnen, Blumentöpfe, Gartenmöbel Zerlegte und saubere Heizöltanks, Stoßstangen, PE-/PP-Rohre, etc.

Nicht angenommen werden Artikeln aus Gummi und PVC (Rollläden, Kabelkanäle, PVC-Rohre, Plansch- und Schwimmbecken) sowie Agrar- und Verpackungsfolien.

Ein Faltblatt zum Projekt mit weiteren Beispielen für mögliche Gegenstände und ausgeschlossene Kunststoffe ist bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen des Landkreises, im Landratsamt Altötting und online unter www.landratsamt-altoetting.de /Highlights / Abfallwirtschaft erhältlich. Auch sind die neuen Sammelcontainer an den Wertstoffhöfen entsprechend beschriftet. Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft unter (08671) 502-323 oder -331 gerne zur Verfügung.

Das gesammelte Material wird von der Firma Veolia Umweltservice Süd am Standort in Neuötting manuell nachsortiert, anschließend verpresst und an Kunststoffrecycler entsprechend vermarktet.

Dazu Landrat Schneider: „Ich freue mich, dass wir nach dem Motto - Abfall von heute ist Rohstoff von morgen - zukünftig im Landkreis Altötting eine weitere Wertstofffraktion erfassen und der Verwertung zuführen werden. Dies bedeutet mehr Nachhaltigkeit für unsere Umwelt und zugleich auch mehr Service für unsere Bürgerinnen und Bürger, denn viele der ausgedienten Gebrauchsartikel, die in der Restmülltonne kaum Platz finden würden, können auf diese Weise einfach und umweltgerecht entsorgt werden.“

Pressemeldung Landratsamt Altötting

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