"Aufgeben ist keine Option!"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Altötting/Bodensee - "Ich will meine Grenzen kennenlernen, suche neue Herausforderungen!" Maxi will 64 km durch den Bodensee schwimmen. Der mutige 22-Jährige im Interview:

Vor ihm ist das erst einem Menschen gelungen: 64 Kilometer in 19 Grad kaltem Wasser ohne Pause, ohne Festhalten - und Maximilian Melyarki aus Altötting will sich das im August freiwillig antun.

Maxi, du hast dir also vorgenommen, den Bodensee schwimmend zu durchqueren - wie um Himmels Willen kommt man denn auf so etwas?

Helft mit! Für jedes "Gefällt mir" auf Facebook bekommt Maxis Team 5 Cent!

Hier geht's zur Seite!

Ehrlich gesagt war mir etwas langweilig und ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht. Dann hab ich mir eine Landkarte gegriffen und mir angeschaut, welche großen Gewässer es denn in meiner Umgebung gibt -  und das war dann der Bodensee. Und das werde ich vom 20. bis zum 25. August dieses Jahres wagen.

Fotos: Maxi und sein Team

Maxi will Bodensee durchschwimmen

Was kommt da genau auf dich zu? Was stellt für dich die größte Herausforderung dar?

Es sind eben 64 Kilometer und ich werde dafür etwa 24 Stunden brauchen. 20,5 Stunden bin ich schon mal am Stück geschwommen, ich glaube also schon, dass ich es kann. Das Problem ist der innere Schweinehund. Weil Aufgeben ist keine Option. Aber nach den ersten drei Stunden fängt man an, sich allein zu fühlen, ist neidisch auf die, die im Boot neben einem herfahren und nicht frieren müssen. (Anmerkung der Redaktion: Maxi schwimmt auf eigenen Wunsch ohne Neoprenanzug.) Außerdem fangen da die Schmerzen in Rücken und Schultern an. Nach fünf Stunden sind die Schmerzen dann vorbei - dann darf man nur keine Pause machen, denn sonst holen sie einen wieder ein. Ich glaube, dass jeder Mensch viel mehr kann, als er denkt. Es ist nur die Faulheit, die einen zum Aufgeben bringt. Das ist die Herausforderung.

Was wird für deine Sicherheit getan? Was ist, wenn du untergehst?

Also wie gesagt, "Ich kann nicht mehr" ist nicht drin (lacht). Aber trotzdem, für den Fall der Fälle fährt ein Boot nebenher, mit meinem Team und dem Schiedsrichter. Ich sollte mich nicht mehr als zehn Meter vom Boot entfernen. Die werfen mir auch Essen und Trinken zu und würden mich im Fall der Fälle retten. Die haben auch den besseren Überblick über das Gewässer, sehen Hindernisse und Treibholz.

Hast du keine Angst?

Angst nicht, sagen wir, ich habe Bedenken. Am meisten beschäftigt mich die Dunkelheit - ich schwimme ja 24 Stunden durch, also auch nachts. Da fühlt man sich dann halt noch mehr alleine. Ich weiß nicht, ob ich's schaffe. Aber ich denke schon!

Du machst aus der Sache ja nicht nur einen Rekordversuch - bislang hat das nur ein Mensch geschafft - du machst es ja auch für einen guten Zweck - Selbstmotivation?

Also ich suche immer noch Sponsoren, die mir pro geschwommenem Kilometer einen Betrag zahlen. Einige habe ich schon, aber es sollen noch mehr werden. Das Geld kommt dann einer Organisation in meinem Studienort Hof zugute, nämlich "Schützhöhle". Das ist ein Verein zur Aufklärung und Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern. Und klar motiviert mich das besonders, im Hinterkopf zu haben, dass jeder Kilometer Geld für ein so wichtiges Thema einbringt. Die könnten sich mit dem Geld eventuell für ein ganzen Jahr eine Erzieherin leisten!

Maxi ist kein Neuling im Schwimmen - bereits 2005 beispielsweise wurde er mit der Wasserwacht Altötting Deutscher Meister im Rettungsschwimmen für Jugendliche. Danach hat er unter anderem an einigen Langstrecken-Wettbewerben teilgenommen - 52 Kilomter im Jahr 2010 war das weiteste.

Wir drücken Maxi die Daumen für sein Ziel: von Bodman nach Bregenz quer durch den Bodensee in 24 Stunden. Viel Erfolg, Maxi!

Interview: ds/Is24

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser