„Jeder, der Blut spendet, kann Leben retten!"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Altötting - Auch wenn der Mai gerade bei Urlaubern einen guten Ruf hat, erhofft sich der Blutspendedienst des BRK viele Spender, um Engpässe zu vermeiden.

Bei Urlaubern hat der Mai einen guten Ruf: Erster Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingsten – zwei verlängerte Wochenenden und zwei Wochen Schulferien, das freut Familien genauso wie Singles. Während Bayern Entspannung sucht, ist der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes in erhöhter Bereitschaft. „Wenn Viele wegfahren, spenden weniger Menschen Blut“, fasst Georg Götz, Geschäftsführer des Blutspendedienstes, den Trend zusammen. Zudem sorgen verstärktes Verkehrsaufkommen und vermehrte Unfälle in dieser Zeit für einen erhöhten Blutbedarf.

Das Problem: Größere Vorräte lassen sich kaum anlegen, denn „gerade mal sechs Wochen kann eine Vollblutkonserve gelagert werden“, erläutert Götz. Deshalb ruft der Blutspendedienst dazu auf, auch im Mai bewusst spenden zu gehen, damit keine Engpässe entstehen. 2.400 Blutspenden pro Tag sind immerhin notwendig, um den Tagesbedarf der Blutversorgung in Bayern zu decken. 700 Mitarbeiter in 6 Standorten sowie rund 18.000 ehrenamtliche BRK-Helfer engagieren sich dafür, dass den über 400 Kliniken und transfundierenden Gesundheitszentren diese Menge stets zur Verfügung steht. „Jeder, der Blut spendet, kann Menschenleben retten und übernimmt damit auch gleichzeitig eine soziale Verantwortung für unsere Gesellschaft“, sagt Georg Götz.

Einfacher spenden mit dem neuen bundesweiten Ausweis

Damit das Blutspenden noch einfacher geht, führen die sieben Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) derzeit den neuen einheitlichen Blutspendeausweis ein. Alle 1,7 Millionen Blutspender in Deutschland erhalten damit denselben, überall gültigen Ausweis. Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes hat mit der Einführung am ersten April 2012 begonnen.

Der neue Ausweis hat die Form einer Scheckkarte und enthält einen RFID-Chip. RFID ist die Abkürzung für „radio-frequency identification“, was übersetzt „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“ bedeutet. Diese automatische Identifizierung soll künftig die Erfassung von Daten erheblich vereinfachen und damit die Verwaltung erleichtern.

Auf dem Ausweis werden Name, Vorname, Geburtsdatum und Blutgruppenmerkmale aufgedruckt; dies entspricht den Angaben, die auch auf den bisherigen Ausweisen zu finden sind. Hinzu kommen der Name des ausstellenden Arztes, Spendernummer, die Anzahl der bei Ausstellung des Ausweises bereits geleisteten Blutspenden sowie die Unterschrift des Spenders.

Die Anschrift des Spenders wird künftig nicht mehr in auf der Karte aufgedruckt sein, sondern befindet sich ausschließlich auf dem RFID-Chip. Abgesehen von Blutgruppe und Rhesusfaktor werden übrigens keinerlei Daten über medizinische Befunde abgespeichert.

Die Daten auf dem RFID-Chip sind verschlüsselt und können ausschließlich von den Lesegeräten der BRK-/DRK- Blutspendedienste gelesen werden. Mit der Einführung des einheitlichen Blutspendeausweises muss der Spender zudem eine datenschutzrechtliche Einwilligung unterschreiben; möchte er dies nicht, kann er trotzdem spenden, erhält jedoch lediglich einen Ausweis in der bisher bekannten Papierform.

Warum ist Blutspenden beim BRK so wichtig?

Pro Jahr werden etwa 75 Millionen Blutspenden weltweit benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Ihre Blutspende ist Hilfe, die ankommt und zugleich gesellschaftliches Engagement, mit dem Blutspenderinnen und Blutspender schwerstkranken Menschen helfen oder sogar ihr Leben retten.

Wer sollte Blut spenden?

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren. Blutspenden in höherem Alter sind nach individueller Entscheidung der Ärzte des BRK Blutspendedienstes möglich. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollen die Blutspender/innen ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass, bei Erstspendern reicht ein amtlicher  Lichtbildausweis.                                               

Blutspendetermine im Landkreis Altötting:

Termine zum Blutspenden

Blutspendetermine und Informationen

(auch zum kostenlosen Gesundheitscheck) sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.comim Internet abrufbar.

 

Der Blutspendedienst des BRK

Der Blutspendedienst des BRK (BSD) wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 700 engagierten Mitarbeitern organisiert der BSD jährlich in 64 bayerischen Landkreisen rund 5.400 Blutspendetermine.

Presseinformation Bayerisches Rotes Kreuz

 

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser