Kontaktpersonen für Menschen mit Hörschädigung

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Altötting - Hörgeschädigte habend oft Schwierigkeiten bei Behördengängen. Deshalb stehen jetzt 16 ausgebildete Kontaktpersonen in den Ämtern zur Verfügung:

Behördengänge scheitern für Hörgeschädigte oft an der Kommunikationsbarriere. Wer nicht, oder nur eingeschränkt hören kann, kennt diesen Gedankengang: „Was ist, wenn ich den Sachbearbeiter nicht verstehe? Was ist, wenn ich den komplizierten Antragsbogen nicht alleine ausfüllen kann? Was ist wenn ich seine Erklärungen nicht verstehe?

Im Landkreis Altötting werden nun 16 Personen zu Kontaktpersonen für Hörgeschädigte ausgebildet, um anschließend an ihren Arbeitsplätzen in Ämtern und Behörden Ansprechpartner für hörgeschädigte Bürger zu sein. Am 28. Februar wurde der erste Teil der Schulung durch Edith Feneis-Schuster von der ambulanten Beratungsstelle für Hör-und Sprachgeschädigte Obb. BLWG.e.V. und Mathias Marx vom Hörgeschädigten-Verein Mühldorf am Inn und Altötting e.V. durchgeführt. Sie waren es auch, die das Projekt Kontaktpersonen für Hörgeschädigte im Rahmen eines Workshops zur Umsetzung der UN-Konvention als Idee entwickelten.

Ihrer Erfahrung nach müssen viele von Hörschädigung Betroffene ihre Amtsgänge an hörende Angehörige oder Bekannte delegieren. Je nach Art der Angelegenheit bedeutet das für sie mitunter ein Preisgeben ihrer Privatsphäre. Abhilfe werden nun die Kontaktpersonen schaffen. Sie sind während der normalen Geschäftszeiten für alle Schwerhörigen und Gehörlosen ansprechbar.

Der Schwerbehindertenbeauftragte des Landkreises, Sascha Pawolleck, der dieses Projekt unterstützt, steht für Rückfragen unter Tel. 08671 502 533 oder per Email unter sascha.pawolleck@lra-aoe.de zur Verfügung.

Pressemitteilung Landratsamt Altötting 

Rubriklistenbild: © dpa

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