Verkehrssicherheit für 250.000 Kinder

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Altötting - Seit 20 Jahren nimmt die Weiß-Ferdl-Mittelschule in Altötting an der Aktion "Hallo Auto" des ADAC teil. Dort wurde jetzt auch ein besonderes Jubiläum gefeiert.

Wo kommt ein Auto zum Stehen, wenn es mit 50 km/h eine Vollbremsung hinlegt? Diese Frage stellt „Hallo Auto“, das mobile Verkehrsklassenzimmer des ADAC Südbayern, den Schülerinnen und Schülern der 5. Jahrgangsstufen. Ergebnis: Meist weit hinter dem geschätzten Anhaltepunkt.

Bereits 250.000 Mädchen und Buben hat der ADAC Südbayern mit dem Verkehrssicherheitsprogramm seit 1989 fit für die Gefahren des Verkehrsalltags gemacht. Dieses Teilnehmerjubiläum feierte der unkonventionelle Verkehrsunterricht mit Lehrern und Schülern der Weiß-Ferdl-Mittelschule Altötting.

Seit 1993 lädt die Schule den praxisorientierten Verkehrsunterricht im OpenAir-Klassenzimmer regelmäßig ein. 27 Klassen mit 650 Schülern haben in dem Zeitraum in Altötting an „Hallo Auto“-Veranstaltungen teilgenommen. Zum Dank überreichte Rüdiger Lode, Vorstandsbeauftragter für Verkehr und Umwelt des ADAC Süd-bayern, an Schulleiterin Thekla Möslinger eine Urkunde mit Jubiläumsscheck für schulische Zwecke.

Lernen aus eigener Erfahrung

„Schon beim Aktionsstart 1989 erwies sich das praxisorientierte Unterrichtskonzept, das der ADAC Südbayern gemeinsam mit dem Bayerischen Kultusministerium ins Leben gerufen hat, als wertvoller, pädagogischer Beitrag zur Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer“, sagte Lode bei der Auszeichnung. Angesichts leerer, öffentlicher Kassen zeigte er sich besonders stolz, dass es „Hallo Auto“ für Schulen zum Nulltarif gibt.

Durch praktische und eindrucksvolle Selbsterfahrung sensibilisiert der Unterricht Fünftklässler an Haupt-, Mittel- und Realschulen realitätsnah und ohne erhobenen Zeigefinger für die Gefahren des Straßenverkehrs und führt ihnen die Sicht der Autofahrer sowie die lebensrettende Bedeutung der richtigen Sicherung im Fahrzeug vor Augen.

Dabei lernen die Mädchen und Buben spielerisch den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktions- und Anhalteweg kennen und erleben in Demonstrationsfahrten auf trockener und nasser Straße, welche physikalischen Kräfte wirken. Daraus können die jungen Verkehrsteilnehmer Rückschlüsse ziehen, welches Risiko von einem herannahenden Fahrzeug tatsächlich ausgeht.

Bundesweiter Engagement

Allein im vergangenen Jahr machten sich 12.157 Schüler und 557 Klassen an 186 südbayerischen Schulen mit dem ADAC Programm fit für den Verkehrsalltag. Mit Unterstützung der langjährigen Förderpartner, der Adam Opel AG und der Michelin Reifenwerke KGaA, die die Trainingsfahrzeuge zur Verfügung stellen, wird das in Südbayern initiierte ADAC Verkehrssicherheitsprogramm bundesweit kostenfrei durchgeführt.

Pressemitteilung ADAC Südbayern

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