20-jährige Rotkreuz-Partnerschaft mit Ungarn

+
Rotes Kreuz international: Dr. Iván Farbaky, Vorsitzender a.D. im URK Baranya, vorne links, Edit Szücs, Geschäftsführerin des URK Baranya, vorne Mitte, Bgm. Herbert Vilsmaier, hinten 4.von links, Kreisvorsitzender Herbert Hofauer, hinten 6.von links, Ehrenvorsitzender Seban Dönhuber, hinten 3.von rechts, BRK-Direktor Josef Jung, hinten 1.von rechts.

Alötting - 1991 schlossen rund zwanzig bayerische Kreisverbände Partnerschaften mit ungarischen Komitaten in der Grenzregion. Nun feierte die Partnerschaft auch von Altötting 20-jähriges Jubiläum.

Angefangen hat alles 1991 mit dem Balkankrieg. Die blutigen Kämpfe im zerfallenden Jugoslawien schwemmten tausende von Bürgerkriegsflüchtlingen über die Grenze zu Ungarn. Eine gewaltige Herausforderung für das Ungarische Rote Kreuz, das selbst nur über sehr begrenzte Mittel für die Versorgung der Kriegsopfer verfügte. In dieser Situation griff die internationale Solidarität des Roten Kreuzes, rund zwanzig bayerische Kreisverbände schlossen Partnerschaften mit ungarischen Komitaten (Bezirken) in der Grenzregion. Das Altöttinger BRK lieferte Hilfsgüter und medizinische Ausrüstung nach Baranya und blieb auch in den folgenden Jahren mit den ungarischen Rotkreuzkameraden eng verbunden. Bis zum heutigen Tag ist die Partnerschaft lebendig, denn auch nach der gemeinsamen Hilfe für die Flüchtlinge hielten die beiden Kreisverbände Kontakt. Mit Besuchen und Gegenbesuchen, fachlichem Austausch und wechselseitigen Jugendlagern. So konnten Altötting und Baranya am vergangenen Wochenende gemeinsam das zwanzigjährige Jubiläum ihrer Partnerschaft feiern, als einzige der damals 20 Patenschafts-Pärchen aus Bayern und Ungarn.

Aus diesem Anlass waren fünf Gäste des „Magyar Vöröskereszt Baranya“ (Ungarisches Rotes Kreuz Baranya) in den Landkreis Altötting gekommen. Sie wurden herzlich begrüßt vom Altöttinger Kreisvorsitzenden Herbert Hofauer, BRK-Direktor Josef Jung und zahlreichen weiteren Angehörigen des BRK, die meist schon selber die Gastfreundschaft der Ungarn hatten genießen dürfen. Unverzichtbar beim Jubiläumstreffen war natürlich Reischachs Bürgermeister Herbert Vilsmaier, seit über 40 Jahren aktiver Rotkreuzler und von Anfang an Herz und Seele der Partnerschaftsarbeit. Beim Empfang im Altöttinger Rathaus ließen Gastgeber und Gäste die vergangenen Jahre Revue passieren.

Beim Festabend ließ ein Vortrag mit Lichtbildern die Partnerschaft lebendig und sichtbar werden. Herbert Vilsmaiers Leistung als „Vater der Partnerschaft“ wurde von allen Rednern gewürdigt. Für die Stadt Burghausen bekräftigte deren Zweite Bürgermeisterin, Christa Seemann, dass die Stadt die bayerisch-ungarische Partnerschaft weiterhin fördern werde. Ein ganztägiger Ausflug zur Fraueninsel im Chiemsee und einer Führung durch die Wallfahrtskirche in Feichten bot der ungarischen Gruppe einige typische Höhepunkt der Region.

Für den Herbst sind die Bayern zum Gegenbesuch in Pécs der Komitatshauptstadt und Europäischen Kulturhauptstadt 2010, eingeladen.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

Zurück zur Übersicht: Region Alt-/Neuötting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser