Zigaretten-Diebstahl mit großen Folgen

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Burghausen - Ein dreister Mazedonier wurde beim Diebstahl von zwei Päckchen Tabak erwischt. Als seine Personalien überprüft wurden, kam es knüppeldick für ihn.

Der Diebstahl von zwei Päckchen Tabak im Wert von elf Euro in einem Burghauser Einkaufscenter hatte für einen mazedonischen Staatsbürger weitreichende Folgen: Bei der Überprüfung der Personalien aufgrund des Ladendiebstahls stellte sich heraus, dass der Beschuldigte in Deutschland weder ausländerrechtlich noch mit festem Wohnsitz erfasst war.

Der Ladendieb wurde bereits einmal aus Deutschland ausgewiesen und durfte nicht wieder einreisen. Wie die Ausländerexperten von der Schleierfahndung wissen, ist es allerdings in Mazedonien möglich, einmal im Leben völlig legal Namen und Vornamen zu ändern. Auf diese Art verschaffte sich der Beschuldigte einen neuen Ausweis, der ihm die erneute Einreise in die Bundesrepublik über die Hintertür ermöglichte.

Natürlich ändert ein neuer Name nichts an der Tatsache des illegalen Aufenthalts, ein strenges Arbeitsverbot eingeschlossen. Nichtsdestotrotz war der Mazedonier in den Jahren 2010 und 2011 ohne Arbeitserlaubnis bei einer Gerüstbaufirma beschäftigt, was nun eindringliche Nachfragen der Finanzkontrolle "Schwarzarbeit" an den Arbeitgeber nach sich ziehen wird.

Der Illegale wurde inzwischen vom Ausländeramt Altötting an die Bundespolizei am Flughafen Hamburg übergeben und reiste „freiwillig“ aus dem Bundesgebiet aus. Der Mazedonier muss bei einer erneuten Wiedereinreise nach Deutschland mit einer empfindlichen Gefängnisstrafe rechnen. Die Arbeit der Fahndung Burghausen ist somit beendet, nun nimmt sich die Staatsanwaltschaft Traunstein des Falls an.

Pressemitteilung Polizeistation Fahndung Burghausen

Rubriklistenbild: © dpa

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