In Wasserburg

Polizei äußert sich zur Kriminalitätslage

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Wasserburg - Zum jährlichen Sicherheitsgespräch trafen sich am Donnerstag bei der Polizeiinspektion Wasserburg die Bürgermeister des Dienstbereiches. Es wurde ein Rückblick auf die Kriminalitätslage und Unfallentwicklung des Jahres 2016 gehalten

Von der Polizeiinspektion Wasserburg waren der Dienststellenleiter, EPHK Steinmaßl, sein Vertreter, PHK* Gottwald, sowie PHK Niessner und dessen Nachfolgerin, PHM’in Eichner, als Verkehrsexperten anwesend. PHK Niessner wurde im Kreis der Bürgermeister mit einem Geschenk verabschiedet.

Die Kriminalitätsentwicklung der letzten vier Jahre.

Für 2016 meldet die Polizeiinspektion Wasserburg folgende Kriminalitätslage: 1.514 Straftaten mussten 2016 bearbeitet werden. Diese bedeutete eine deutlichenSteigerung von 251 Fälle beziehungsweise 19,9% gegenüber dem Vorjahr. Trotz der sehr hohen Arbeitsbelastung betrug die Aufklärungsquote 65,4%, die zweithöchste innerhalb der letzten 10 Jahre. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Diebstähle leicht um 3,2% gestiegen. Ladendiebstähle nahmen um mehr als die Hälfte ab (-51,5%). Sonstige einfache Diebstähle verringerten sich um 8,1%. 

Diebstähle nehmen zu

Schwere Diebstähle stiegen um 26,8%. Schwere Diebstähle in/aus Diensträumen, Büros und Werkstätten nahmen deutlich um 270,0% zu (von 10 auf 27 Delikte). Wohnungseinbrüche insgesamt blieben gleich (32 Fälle). Tageswohnungseinbrüche nahmen um 36,4% zu. Bei den Pkw-Diebstählen war eine Abnahme von 50,0% zu verzeichnen. Fahrraddiebstähle wurden mit 28 zu 30 Delikte, 7,1% mehr, zur Anzeige gebracht.

199 (Vorjahr 153) vorsätzliche Körperverletzungsdelikte (plus 30,1%) und 50 (Vorjahr 75) gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte (-33,3%) kamen bei der Polizeiinspektion Wasserburg zur Anzeige. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen von 12 auf 23 Anzeige (+91,7%) deutlich zu. 95,7% aller Sexualstraftaten konnten geklärt werden.

Vandalismus steigt

Ein teures Ärgernis bleibt der Vandalismus. 2016 stiegen die Fälle von Sachbechädigungen an Kfz von 67 auf 93 Straftaten (+38,8%). Andere vorsätzliche Sachbeschädigungen nahmen um 47 Straftaten von 190 auf 237 zu. Die Vermögens- und Fälschungsdelikte erhöhten sich von 142 auf 175 Fälle. Rauschgiftdelikte wurden in 109 Fällen und damit deutlich mehr als wie im Vorjahr (69) zur Anzeige gebracht. Es wurde auch 2016 ein eigener Sachbearbeiter für Betäubungsmitteldelikte geschaffen.

Die prozentuale Verteilung der Delikte.

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich im Jahr 2016 auf 4 044 052,-- €. Im Vorjahr war die Schadenssumme mit 614 416,-- € deutlich niedriger. Die Jugendkriminalität mit einem Anteil von 19,0% (Vorjahr 24,0%) ist erfreulicherweise deutlich gesunken. Von den 775 ermittelten Tatverdächtigen waren 148 jünger als 21 Jahre. 604 der Täter waren männlich, 171 weiblich. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen betrug mit 210 ermittelten Tätern 27,1%.

Die Rohheitsdelikte im Überblick.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn

Quelle: wasserburg24.de

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