Lange Mängelliste bei Lkw-Kontrollen in Wasserburg

Defekte Bremsen und selbst genähte Spanngurte

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Wasserburg - Defekte Bremsen, selbst genähte Spanngurte, marode Reifen - das war das Ergebnis einer Schwerlastkontrolle am Freitag.

Das Schwerlastkontrollteam der PI Wasserburg fand am Freitag bei Kontrollen auf den umliegenden Bundesstraßen wieder etliche „schwarze Schafe“ der Transportbranche. Gleich zu Beginn wurde auf der B 304 ein deutscher Sattelzug aus dem Verkehr gezogen, bei dem eine durchgerissene Bremsscheibe an der Lenkachse zum sofortigen "Aus" führte. Auch wenn die Spedition nun Bauchaufschwünge wegen der transportierten "just-in-time"- Fracht leisten musste, die Verkehrssicherheit ging vor.

Weiterfahrt wurde unterbunden

Selbst genähte Spanngurte waren ein "Highlight" bei den Lkw-Kontrollen.

Ebenso bei einem ungarischen Autotransporter: Kaum zu glauben, aber hier waren sämtliche Spanngurte, mit denen ein transportierter VW-Bus auf der Ladefläche verzurrt war, selbst genäht! So wie es aussah, fanden hier Reste von ausgesonderten Spanngurten nochmal ein "Leben nach dem Tode". Die Weiterfahrt wurde auch hier unterbunden und dem Fahrer der Weg zum örtlichen Baumarkt gezeigt.

Kurz vor Mittag erweckte schließlich ein alter türkischer Sattelzug, der von der B 304 auf die B 15 wechselte, das Interesse der Beamten. Auch hier führte das geschulte Auge zu einer „Zwangspause“, waren doch die Hälfte der Reifen des Aufliegers derart beschädigt und löchrig (insg. 31 Karkassenschäden an 3 Reifen), dass nur ein Austausch zur Freigabe des Gespanns führte.

Bremsbeläge kaum mehr vorhanden

Gegen Ende der Kontrollzeit ging schließlich noch ein polnischer Autotransporter ins Netz. Hier wurde festgestellt, dass die komplette Bremsanlage des Plateau-Anhängers verkehrsunsicher war: Bremsbeläge kaum mehr vorhanden, Feststellbremse ohne Wirkung, Anhängekupplung verschlissen - so das ernüchternde Ergebnis nach einem technischen Gutachten durch einen Sachverständigen. Außerdem hatte der Fahrer zwei Diagrammscheiben eingelegt und bei der Kontrolle gerade die Scheibe des nicht vorhandenen "Kollegen" benutzt.

Das waren aber nur die Highlights: weiter wurden etliche Geschwindigkeitsüberschreitungen - teilweise weit über 90 km/h, eingerissene Zurrgurte und nicht mitgeführte Transportpapiere und Bescheinigungen geahndet.

Pressemeldung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

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