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Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln

Wieder Schmierereien an KZ-Gedenkstätte „Mühldorfer Hart“: Polizei nennt weitere Details

Die KZ-Gedenkstätte „Mühldorfer Hart“: Eigentlich ein Ort des Gedenkens und Erinnerns an unmenschliches Leid, wird es immer wieder Ziel von Vandalismus.
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Die KZ-Gedenkstätte „Mühldorfer Hart“: Eigentlich ein Ort des Gedenkens und Erinnerns an unmenschliches Leid, wird es immer wieder Ziel von Vandalismus.

Waldkraiburg – Das Fachkommissariat für Staatsschutzdelikte der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein ermittelt, nachdem am 22. August Nazi-Symbole und andere Schmierereien an Gedenktafeln und Ausstellungsgegenständen der KZ-Gedenkstätte „Mühldorfer Hart“ festgestellt worden waren. Jetzt wurden auf dem Gelände weitere Schmierschriften festgestellt.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Fall 1 – Hakenkreuze und Schmierereien an Gedenktafeln

Ein Zeuge hatte der Polizei am 22. August mehrere Schmierereien an der KZ-Gedenkstätte „Mühldorfer Hart“ mitgeteilt. Die Polizei hatte dann an Gedenksteinen und Gedenktafeln diverse Schmierereien festgestellt, darunter mehrere Hakenkreuze sowie andere Schmähungen. Die Sachbearbeitung in dem Fall liegt seitdem bei dem für Staatsschutzdelikte zuständigen Fachkommissariat K5 der Kripo Traunstein. Die Beamten ermitteln unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen bislang unbekannte Täter.

Aufgrund unterschiedlicher Schriftbilder gehen die Ermittler von zwei Tätern aus. Dass es sich bei ihnen um ideologisch gefestigte Rechtsextreme handelt, erscheint aber eher unwahrscheinlich. Denn eine der Schmierschriften lautet „Shit Nazis“, was in deutlichem Widerspruch zu den Hakenkreuzen und sonstigen Kommentaren steht. So kommen beispielsweise Jugendliche mit irrationalen oder destruktiven Motiven als Verfasser in Frage. Umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen wurden von der Kripo Mühldorf getätigt, die Ergebnisse aus den in Auftrag gegebenen kriminaltechnischen Untersuchungen stehen derzeit noch aus.

Nach Veröffentlichung des Zeugenaufrufs meldeten sich Personen bei der Kripo, welche Hinweise geben konnten. So wurden die Nazisymbole und extremistischen Texte von den Zeugen bereits am Sonntag (21. August) gegen 15.30 Uhr an der Gedenkstätte festgestellt, weshalb der Zeugenaufruf in Bezug auf den Tatzeitraum aktualisiert wird, denn konkrete Hinweise auf die Täter hat die Kriminalpolizei bislang nicht.

  • Wer hat in der Zeit vor Sonntag (21. August) gegen 15.30 Uhr im Bereich der Gedenkstätte Personen gesehen, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?
  • Wer kann der Kriminalpolizei sonst sachdienliche Hinweise in dem Fall geben?

Fall 2 – Schmierereien am Bunkerbogen

Am 25. August wurden über die Stiftung bayerischer Gedenkstätten weitere Schmierschriften mitgeteilt. Im Innenbereich des Bunkerbogens wurden an der Betonwand verschiedene Schmierschriften festgestellt, darunter auch mehrere Hakenkreuze, die offenbar mit einer Farbschablone angebracht worden waren. Diese dürften nach Einschätzung der Ermittler bereits älter und mindestens vor dem 7. August angebracht worden sein. Ein Zusammenhang mit den Taten aus Fall 1 erscheint unwahrscheinlich. Die Ermittler des Fachkommissariats K5 übernahmen auch die Untersuchungen in diesem Fall und bitten dabei ebenso um Zeugenhinweise.    

Zeugen, die hinsichtlich der beiden Taten sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer 0861/98730 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Die Polizei wird den Bereich der Gedenkstätte „Mühldorfer Hart“ bis auf weiteres verstärkt bestreifen, in dem unwegsamen und weitläufigen Areal werden dabei auch Polizeireiter zum Einsatz kommen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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