Spaziergänger alarmierten Rettungskräfte

Mann (46) stürzt sich in Fluten des Waldkraiburger Innkanals - Polizisten können ihn gerade noch retten

Am Donnerstagnachmittag sprang ein Mann in den Innkanal. Passanten verständigten die Rettungskräfte. Die Polizisten konnten den 46-Jährigen gerade noch retten.

Die Pressemeldung der Polizeiinspektion Waldkraiburg im Wortlaut

Waldkraiburg - Am Donnerstag, den 4. März gegen 13.22 Uhr, erhielt die Polizeiinspektion Waldkraiburg die Mitteilung, dass an der Kanalbrücke (Verbindungstraße zum Steinbrunner Berg) eine männliche Person steht, die offensichtlich ins Wasser springen will.

Die wenige Minuten später eintreffenden Polizeibeamten stellten fest, dass sich der offenbar Lebensmüde von der Brücke kanalaufwärts in Richtung St. Erasmus entfernte. Vor den Augen der Polizisten sprang der noch etwa 100 m entfernte Mann aus dem Landkreis Mühldorf a. Inn in den Innkanal und wurde mit hoher Fließgeschwindigkeit den Beamten entgegen getrieben.

Durch lautes Zurufen konnte erreicht werden, dass sich der Ertrinkende an einer der dort vorhandenen Bojen festklammerte. Ein Beamter sprintete los und griff sich einen in der Nähe bereitgestellten Rettungsring mit Seil. Dieser wurde dem Mann zugeworfen. Mit letzter Kraft konnte er diesen greifen und durch die Retter an den Kanalrand gezogen werden.

Den Streifenbeamten gelang es unter höchstem körperlichen Einsatz und Risiko den unmittelbar vor der Ohnmacht stehenden über die Kanalkrone auf die sichere Böschung zu ziehen. Er wurde von den Einsatzkräften bis zum Eintreffen des Notarztes mit einer mitgeführten Wärmedecke versorgt und betreut.

Nach ersten ärztlichen Maßnahmen stabilisierte sich der Zustand des stark Unterkühlten. Anschließend konnte der Transport mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus durchgeführt werden. Nach Abschluss der Untersuchungen wurde eine Unterbringung in eine psychiatrischen Fachklinik verfügt.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Waldkraiburg

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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