Waldkraiburg: Drei Verkehrstote im letzten Jahr

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Waldkraiburg - Eine leicht steigende Unfalltendenz verzeichnet die Polizeiinspektion Waldkraiburg. Fehler im Fahrverhalten, Alkohol und nicht angepasste Geschwindigkeit waren die Hauptursachen.

Im Zuständigkeitsbereich der PI Waldkraiburg(dazu gehören neben der Stadt Waldkraiburg auch die Gemeinden Aschau a.Inn, Kraiburg a.Inn, Jettenbach, Taufkirchen und Unterreit) wurden im vergangenen Jahr insgesamt 614 Verkehrsunfälle registriert. Im Jahr davor waren es 591 (+ 3,75 %), die Entwicklung der Unfallzahlen ist also leicht steigend.

In der Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle sind über die Hälfte (genau 353 = 57,50 %) sog. „Kleinunfälle“  (Blechschäden) enthalten. Bei den Kleinunfällen wiederum gab es in 119 Fällen eine Kollision mit Wildtieren. Ein leichter Anstieg ist auch bei den Verkehrsunfällen mit Personenschäden zu verzeichnen: Im Jahr 2009 gab es insgesamt 110 (102) Verkehrsunfälle mit 131 verletzten Personen (133).

Im Jahr 2009 waren auch wieder drei Verkehrstote zu beklagen (S 2092 bei Unterreit, Kreisstr. MÜ 19 bei Jettenbach und in Waldkraiburg an der Einmündung Liebig-/Daimlerstraße).

95 Mal haben sich die Verursacher von der Unfallstelle unerlaubt entfernt und begingen somit Unfallflucht gem. § 142 StGB (108). In 34 Fällen konnten die Flüchtenden ermittelt werden. Bei den meisten Unfällen waren die Ursache Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Auch nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor ein häufiger Unfallgrund. Gleiches gilt auch für Unfälle, die von alkoholisierten Verkehrsteilnehmern verursacht wurden.

Der „unfallträchtigste“ Tag war erstaunlicherweise der Donnerstag (115), gefolgt vom Freitag (96) und Montag(92).

Die wenigsten Unfälle ereigneten sich, wie auch schon im Vorjahr, am Sonntag (54). Zwischen 10 und 11 Uhr „krachte“ es am häufigsten (48). Auch im Stadtbereich von Waldkraiburg stiegen die Unfallzahlen 2009 mit insgesamt 410 gegenüber dem Vorjahr (383) leicht. Jedoch wurden bei 69 VU mit Personenschäden insgesamt 80 Verkehrsteilnehmer verletzt. Zum Vergleich dazu: Im Jahr 2008 waren bei 67 Verkehrsunfällen noch 86 Verletzte zu beklagen.

Insgesamt wurden jedoch von den Beamten der PI Waldkraiburg 813 Verkehrsunfälle aufgenommen und bearbeitet (749). Dies liegt daran, weil die PI Waldkraiburg zur Nachtzeit(19 – 7 Uhr) auch den Bereich der Polizeistation Haag i. OB. mit zu betreuen hat. Dazu zählt natürlich auch die unfallträchtige Bundesstraße 12, von Reichertsheim bis zur Landkreisgrenze im Großhaager Forst bei Maitenbeth. Im Bereich der B 12 nahmen die Beamten der PI Waldkraiburg im vergangenen Jahr auch zwei Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang (zwei getötete Personen) auf.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Haag i. OB. ereigneten sich im Jahr 2008 zudem insgesamt 461 Verkehrsunfälle (also aufgenommen durch die Pst Haag u. der PI Waldkraiburg) mit 121 Verletzten sowie 5 Toten (428 Unfälle mit 88 Verletzten und 2 Toten).

An der seit Jahren „unfallträchtigen“ sogenannten „Pürtener Kreuzung“ gingen die Unfallzahlen auch im verg. Jahr wieder erfreulicherweise deutlich zurück. Während sich im Jahr 2008 noch 7 Verkehrsunfälle ereigneten, so waren im abgelaufenen Jahr nur noch zwei Verkehrsunfälle zu registrieren. Während im Jahr 2008 noch fünf Leichtverletzte zu verzeichnen waren, gab es im Jahr 2009 überhaupt keine Verletzten.

Die weiteren „neuralgischen“ Kreuzungen im Stadtgebiet, z.B. die Kreuzung St. 2091/Teplitzer Straße sowie die Kreuzung beim Kino(StStr. 2091/Daimlerstraße) zeigen eine ähnliche Unfallentwicklung wie in den letzten Jahren. 

Jedoch macht uns die Kreuzung der St. 2352/MÜ 18/Aussiger Straße) nach wie vor Sorgen. Zwar gab es eine leichte „Entspannung“(2009 insgesamt 6 Unfälle mit 5 Verletzten – 2008 acht Unfälle mit ebenfalls fünf Verletzten), die Unfallzahlen sind aber weiterhin nicht zufriedenstellend.

Erfreulich die Unfallentwicklung auf der unfallträchtigen Strecke zw. Pürtener Kreuzung und Waldende bei Rabein: Hier wurden letztes Jahr 29 VU gezählt (4 Unfälle mit Personenschäden, insgesamt 6 Verletzte). Im Jahr 2008 waren es noch insgesamt 32 Unfälle mit 13 Verletzten und einem Toten). Eine leichte Zunahme der Unfallzahlen ist auf der Strecke zw. der „Pürtener Kreuzung (St. 2352) und der Dienstbereichsgrenze(„Rotkreuzparkplatz“) in Richtung Mühldorf festzustellen. Während im Jahr 2008 „nur“ 15 Unfälle mit 7 Verletzten zu registrieren waren, passierten im vergangenen Jahr wieder 22 VU mit insgesamt 6 Verletzten. Abschließend sei erwähnt, dass sich zwar die Anzahl der Verkehrsunfälle (auch mit Personenschäden) leicht erhöht hat. Die Anzahl der verletzten Verkehrsteilnehmer ging jedoch zurück.

Pressemeldung Polizeiinspektion Waldkraiburg

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