Urkundenfälschungen aufgedeckt

Marktl - In dieser Woche konnte die Schleierfahndung Burghausen bei Kontrollen gleich mehrere Urkundenfälschungen aufdecken. Die Weiterfahrt wurde in drei Fällen unterbunden.

In den frühen Morgenstunden des 21.12.2010 wurde die Fahrerin eines Fahrzeugs mit deutschem Kurzzeitkennzeichen durch Beamte der Schleierfahndung Burghausen bei Marktl einer Kontrolle unterzogen. Bei der Kontrolle der von der 22-jährigen Fahrerein ausgehändigten Fahrzeugpapiere stellten die Fahnder fest, dass das Kennzeichen bereits einmal Verwendung gefunden hatte. Wie die kontrollierte Slowakin angab, hatte der Besitzer des Peugeot mit diesem Kennzeichen bereits einmal einen in Deutschland gekaufen BMW Richtung Slowakei ausgeführt. Die Daten dieses PKW waren auch in den roten Fahrzeugschein eingetragen worden. Jetzt wurden die Eintragungen ausradiert und durch die Daten des jetzt kontrollierten Peugeot ersetzt, obwohl die roten Kennzeichen nur einmal Verwendung finden dürfen. Alle Eintragungen habe der am Kontrollort nicht anwesende Besitzer vorgenommen. Die Schleierfahnder unterbanden die Weiterfahrt, die Fahrerin und den Halter erwartet ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung.

Am Nachmittag des 21.12.10 kontrollierten Beamte der Schleierfahndung Burghausen bei Marktl den Fahrer eines Transporters mit einem Augsburger Kurzzeitkennzeichen. Bei der Kontrolle der vom 23-jährigen Fahrer ausgehändigten Papiere stellten sie fest, dass dieses Kennzeichen für einen VW Passat ausgegeben war. Laut dem 23-jährigen Fahrer hatte er das Fahrzeug so übernommen. Vermutlich um sich nun die Kosten für ein weiteres Kurzzeitkennzeichen zu sparen, brachte der Besitzer das bereits verwendete Kennzeichen nun auf dem kontrollierten Opel an. Auch hier unterbanden die Schleierfahnder die Weiterfahrt, und leiteten gegen Fahrer und Halter ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung ein.

Fall3

Beamte der Schleierfahndung Burghausen kontrollierten am Nachmittag des 22.12.10 bei Marktl den Fahrer eines französischen Peugeot. Bei der Kontrolle der durch den rumänischen Fahrer ausgehändigten Fahrzeugpapiere stellten sie fest, dass dieser verfälscht worden war. Im französischen Fahrzeugschein war ein Vermerk angebracht, dass das Fahrzeug verkauft wurde. Mit diesem Vermerk erlischt die dazugehörige Versicherung und es darf nicht mehr im Ausland bewegt werden. Eben diesen Vermerk radierte der 35jährige in Frankreich wohnhafte Rumäne aus, um eine reguläre Zulassung vorzutäuschen. Zusätzlich legte dazu eine grüne Versicherungskarte vor, bei der der Verdacht besteht, dass es sich um eine Totalfälschung handelt. Nach der Hinterlegung einer empfindlichen Sicherheitsleistung wegen Urkundenfälschung wurde der Mann entlassen, die Weiterfahrt mit dem Peugeot unterbunden.

Fall 4

Am Nachmittag des 21.12.2010 kontrollierten Beamte der Schleierfahndung Burghausen bei Marktl einen 32jährigen Slowaken. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass dem in Starnberg wohnhaften Mann 2007 wegen Trunkenheit die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Dabei wurde auch sein slowakischer Führerschein sichergestellt. Noch im gleichen Jahr ließ er sich aber in der Slowakei trotz des mittlerweile rechtskräftigen Entzugs der Fahrerlaubnis einen neuen Führerschein ausstellen. Die Schleierfahnder unterbanden die Fahrt und leiteten gegen ihn ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

Pressemeldung Polizeistation Fahndung Burghausen

Rubriklistenbild: © dpa

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