Einsatz der zivilen Einsatzgruppe Traunstein

59-jähriger Reichsbürger festgenommen

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Töging/Waldkraiburg - Beamte der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein konnten in den vergangenen Tagen drei Haftbefehle vollziehen. Sie nahmen unter anderem einen Reichsbürger aus Töging fest, sowie zwei weitere polizeibekannte Männer.

Bereits am 6. Dezember nahmen die zivilen Polizisten einen sog. Reichsbürger in Töging fest. Der 59-jährige wurde von der Staatsanwaltschaft Landshut wegenMissbrauchs von Titeln und Berufsbezeichnungen mit Haftbefehl gesucht.

Der Töginger hatte sich mehrfach als Diplomat ausgegeben und auch sein Fahrzeug mit derartigen Bezeichnungen gekennzeichnet. Er wurde im Juli 2016 zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro oder alternativ zu 60 Tagen Haft  verurteilt. Nachdem die Besinnung der Reichsbürger eine Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland und alle behördlichen Schreiben ablehnt, kümmerte den 59-jährige offensichtlich auch nicht dieser Haftbefehl.

Jedoch klickten für den Mann dann doch die Handschellen. Eine Ablehnung der polizeilichen Maßnahmen und des nicht persönlich vorsprechenden Richter des Amtsgerichtes Landshut half dem Töginger auch nichts - er wurde widerstandslos festgenommen und in die Arrestzelle der Polizeiinspektion Altötting verbracht. Nach reiflicher Überlegung ließ sich der "Reichsbürger" dann doch von einem Freund aus der Zelle herauslösen und bezahlte letztendlich die geforderte Geldstrafe.

Gesuchter Waldkraiburger wurde festgenommen

Am 7. Dezember ging der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein ein 33-jähriger Waldkraiburger ins Netz. Er wurde seit 28. November mit Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz gesucht und zu 105 Tagen Haft oder 1200 Euro Geldstrafe verurteilt. 

Der 33-jährige zeigte sich bei dem Auftreten der Beamten völlig überrascht. Er wurde festgenommen. Die Bezahlung der Geldstrafe konnte er nicht leisten und kam so in die nächste Justizvollzugsanstalt, wo er die nächsten 105 Tage verbringen wird.

Festnahme eines untergetauchten Töginger

Nicht viel besser erging es einem 51-jährigen Töginger. Der polizeibekannte Mann wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein seit dem 24. November wegen Verstoßes nach dem Pflichtversicherungsgesetz mit Haftbefehl gesucht. Das damalige Urteil vom 31. Juli lautete auf 3700 Euro Geldstrafe oder 90 Tage Gefängnis. Der Mann kümmerte sich nicht weiter um sein Urteil  und tauchte unter.

Den Beamten war der Aufenthalt des Gesuchten schon aus der Vergangenheit bekannt und so nahmen sie ihn am 11. Dezember widerstandslos in Töging fest. Auch er kam in die Justizvollzugsanstalt und kann Weihnachten nicht in Freiheit genießen. Eine Bezahlung der Geldstrafe war und ist ihm nicht möglich.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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