Tödlicher Verkehrsunfall bei Maitenbeth

Maitenbeth - Ein Verkehrsunfall, der einen Toten und einen Schwerverletzten forderte, ereignete sich heute gegen 10.15 Uhr auf der B 12 im „Großhaager Forst“. *Erstmeldung*

Ein 57-jähriger Münchner war mit seinem Pkw, Nissan Note, in Richtung München unterwegs. Laut unbeteiligten hinter ihm fahrenden Zeugen, war er mit ca. 60 – 70 km/h unterwegs. In Fahrtrichtung Passau kam ihm ein österreichischer Sattelzug (40 to) entgegen, der von einem 53-jährigen Berufskraftfahrer gelenkt wurde.

In einer leichten Rechtskurve geriet der Pkw grundlos, ohne Bremsen oder Ausweichmanöver, auf die Gegenfahrbahn. Obwohl der Lkw-Fahrer nach Erkennen der Situation sofort eine Vollbremsung (deutliche Spurenzeichnung) einleitete, konnte er einen Frontalzusammenstoß nicht mehr verhindern.

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Durch die Anprallwucht wurde der Pkw vom Sattelzug noch ca. 20 m vor sich her geschoben und kam dann wieder auf der Richtungsfahrbahn München zu stehen. Der Pkw-Fahrer erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Lkw-Fahrer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von ca. 40.000 Euro. Um Rückschlüsse auf die vom Lkw gefahrene Geschwindigkeit zu erhalten, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein die Verkehrspolizei Traunstein, Dienstgruppe Mühldorf, zugezogen. Eine Auswertung des digitalen Kontrollgerätes des Sattelzuges ergab, dass der Fahrer mit ca. 60 km/h (und somit im gesetzlichen Rahmen) unterwegs war.

An der Unfallstelle waren neben Rettungsdienst und Notarzt auch die Feuerwehren Maitenbeth, Haag, Albaching, Hohenlinden und Mittbach. Da die Unfallstelle durch auslaufenden Treibstoff und Motoröl stark verschmutz war, wurde zur Straßenreinigung und Verkehrslenkung die Straßenmeistereien Ampfing und Ebersberg angefordert.

Während der Unfallaufnahme bildeten sich in beiden Richtungen längere Stauungen. Im Landkreis Mühldorf konnte der Verkehr nach ca. 3 Stunden wieder freigegeben werden. Im Landkreis Ebersberg dauert die Sperrung noch an.

Der Fahrer eines Lkw (ca. 12 to), der in Richtung Passau unterwegs war, wollte aus dem Stau entkommen. Er wendete mit seinem Lkw auf der B 12. Dabei fuhr er mit den Hinterrädern soweit über das Bankette hinaus, dass beide Achsen in der Luft hingen. Das Fahrzeug selber steht derzeit noch 90 Grad quer auf der Fahrbahn und blockiert beide Fahrspuren. Zur Bergung ist ein Kran angeordert. Hier ist die Polizeiinspektion Ebersberg vor Ort.

Pressebericht Polizeistation Haag in Oberbayern

Rubriklistenbild: © Barth

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