Wegen Drogensucht Raub vorgetäuscht

Burgkirchen - Eine blühende Fantasie hatte eine Frau aus dem Landkreis Altötting. Um Methadon erstattet zu bekommen, erfand sie einen Raubüberfall.

Beamte der polizeiinspektion Burghausen und im weiteren Verlauf Ermittler der Kriminalpolizeistation Mühldorf, durften sich in den vergangenen Tagen mit einem vermeintlichen Raub beschäftigen. Der Überfall hätte sich laut Opfer am Donnerstag letzter Woche, 15. März, abgespielt. Mittlerweile ist aber klar, dass die 42-Jährige den Angriff vorgetäuscht hat.

Mit Schürfwunden im Gesicht erstatte die Frau aus dem Landkreis Altötting am Montag, 19. März, Anzeige bei der Polizeiinspektion Burghausen. Sie schilderte den Beamten einen Überfall, der sich bereits vier Tage zuvor, am Donnerstag, 15. März, abgespielt habe sollte. Am frühen Abend hätten drei unbekannte Männer sie in einer Unterführung angegriffen, wobei einer der jungen Männer sie mit dem Gesicht gegen eine Wand gedrückt und gewürgt haben sollte. In dieser Zeit wären die beiden anderen Männer damit beschäftigt gewesen  ihr die Handtasche zu entreißen und sie zu durchwühlen. Geflüchtet seien die Kapuzenpulliträger mit mehreren Hundert Euro Bargeld und einigen Methadoneinheiten, also Suchtersatzstoffen, die die vermeintlich Geschädigte von ihrem Arzt im Rahmen einer Drogenentwöhnung verschrieben bekommen hatte.

Da die Aussagen der Anzeigeerstatterin, die örtlichen Gegebenheiten am Tatort, sowie die leichten Verletzungen und die Spurenlage nicht eindeutig zusammenpassten, wurden die Polizeibeamten stutzig. In weiteren Vernehmungen durch Beamte der Kriminalpolizeistation Mühldorf räumte die 42-Jährige schließlich die Behauptung unwahrer Tatsachen ein. Der mit diesem Überfall begründete Verlust von Methadoneinheiten und die somit legitimierte, zusätzliche Beschaffung des Suchtersatzstoffes, dürfte nach bisherigen Erkenntnissen Grund für die Tat gewesen sein.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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